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Nagold Teure Beleidigung

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Im Nagolder Amtsgericht wurde jetzt der Fall einer Beleidigung verhandelt.Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Nagold. "Was für eine dumme Aussage von mir, ich habe das auch sofort bereut." Wegen Beleidigung hat das Amtsgericht Nagold einen 60-jährigen aus Nagold zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt. Den Führerschein darf er behalten.

Er hatte es eilig

Der Vorfall ereignete sich am 3. September dieses Jahres gegen 10.45 Uhr auf dem Bauhaus-Parkplatz in Nagold. Der Angeklagte hatte es nach eigener Aussage eilig, "weil ich um 11.30 Uhr im Geschäft sein musste". Er versuchte, sein Fahrzeug in eine Parklücke zu dirigieren und behinderte beim Rangieren offenbar einen anderen Autofahrer. Als der sich beschwerte, nannte ihn der Beschuldigte "Arschloch". Als mit einer Anzeige bei der Polizei gedroht wurde, rief ihm der Nagolder zu: "Wenn Sie das machen, können Sie was erleben."

"Gewisses Verständnis"

Angezeigt wurde er trotzdem. Der Strafbefehl beinhaltete eine Geldstrafe und ein Fahrverbot. Dagegen erhob der Angeklagte Einspruch. Ihm gehe es nicht ums Geld, sondern um den Führerscheinentzug, ließ er in der Verhandlung über seinen Verteidiger Andreas Rittler ausrichten.

Dass es auf diesem Parkplatz "recht eng zugeht, habe ich selber schon erfahren", äußerte Richter Martin Link ein gewisses Verständnis. Die Androhung hätte er aber bleiben lassen sollen.

Sperre wird aufgehoben

Den Führerschein brauche er aus beruflichen Gründen gab der 60-Jährige zu bedenken. Weil der Angeklagte sein Fehlverhalten eingeräumt habe, ihm die Sache leid tue und er nicht vorbestraft sei, erklärte sich Staatsanwältin Bianca Kaiser bereit, die Führerscheinsperre aufzuheben und eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu 20 Euro zu beantragen.

So fiel auch die Entscheidung des Gerichts aus. Damit war der Angeklagte einverstanden und nahm das Urteil noch im Gerichtssaal an.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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