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Nagold Tanzcrew geht mit Matteo Markus Bok auf Tour

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Die Tänzerinnen der Quiet Storm Unity mit Choreograph Steven Christ präsentieren sich mit ihrem Kollegen und Pop-Idol Matteo Markus Bok. Foto: DSU

Nagold - Die Tänzer der Quiet Storm Unity Nagold werden Popsänger Matteo Markus Bok auf seiner kommenden Deutschlandtour begleiten. Doch was macht die Crew um Steven Christ so besonders?

Er war kaum neun Jahre alt, als er anfing, Freude am Tanzen zu entwickeln. Nur wenige Jahre später war Steven Christ bereits als Backgroundtänzer für namhafte Musiker wie DJ Bobo oder Mark Terenzi unterwegs. Diesen Sprung möchte der heute 48-jährige Tanzlehrer auch künftigen Generationen ermöglichen und führt daher seit zwei Jahren die Tanzschule "Quiet Storm Unity".

"In Nagold gibt es eine Menge unentdeckte Talente", weiß Christ. "Das sehen nur zu wenige." So gibt es neben Menschen, die sich überschätzen, ebenso Menschen, denen ihr eigenes Potenzial nicht bewusst ist.

Quiet Storm Unity ist kein unbeschriebenes Blatt. Der ein oder andere hat die Quiet Storm Unity womöglich bereits in der Nagolder Mittsommernacht am Vorstadtplatz erlebt. Beim DAK Dance-Contest 2019 in Stuttgart konnte sich die Gruppe um Christ unter rund 400 Mitbewerbern durchsetzen und den ersten Platz belegen. Auch bei den "Horror-Nights" zu Halloween im Europapark Rust waren Christs Choreographien bereits zu bewundern.

"Wir vermitteln mehr als nur Tanzschritte. Es geht auch um Selbstbewusstsein und Ausstrahlung. Was wir vermitteln, nutzt natürlich auch im Alltag", erzählt Christ.

Doch unter besonders eifrigen Schülern können andere Dinge durch zu viel Herzblut schnell zu kurz kommen. "Wenn wir merken, dass jemand zu viel Zeit ins Training steckt und sogar die Noten deswegen runtergehen, dann gibt es erstmal ganz rigoros eine Sperrzeit. Denn klar muss man manchmal Abstriche machen, wenn man mit Feuereifer bei was dabei ist, allerdings sollte man dabei seine Prioritäten nie völlig aus den Augen verlieren. Schule, Beruf und Familie gehen vor", betont der Choreograph.

"Klar gibt es hin und wieder Differenzen"

Jedoch bildet Christ nicht nur Tänzer, sondern auch Choreographen aus. Zwei davon hat er an diesem Tag mitgebracht. Die gelernte Schneiderin Aylin Dürr kann ihre beiden Talente verbinden, indem sie auch die Outfits der Tänzer bearbeitet. Eine weitere vielversprechende Choreographin könnte aus Stefanie Longo werden. Auch diese bringt durch ihr Schauspielstudium wichtige Voraussetzungen mit, die sie Nachwuchstalenten in der Streetdance-Schule vermitteln kann. Die von ihr entwickelten Choreographien sind es, mit denen die Crew den Teenie-Star Matteo Markus Bok auf seiner kommenden Deutschland-Tour begleiten werden.

"Die heutigen Choreos sind meist langweilig und ohne Tiefe", kritisiert der Experte. "Für uns ist Choreo Kunst. Daher versuchen wir mit unseren Auftritten nicht einfach nur eine Show abzuliefern, sondern Geschichten zu aktuellen Themen zu erzählen." So ist die neuste Choreographie der Gruppe beinahe schon ein sozialkritisches Theaterstück über Flüchtlingskinder in Kriegsgebieten.

Selbstverständlich hängt der Erfolg der Gruppe nicht nur von der Koordination, sondern auch von ihrem Zusammenhalt ab. "Klar gibt es hin und wieder kleine Differenzen", erzählt Christ. "Aber darüber wird bei uns direkt Klartext gesprochen, denn der Ton macht die Musik."

Der Ablauf der Trainings-Session ist gut geplant und wird strikt eingehalten: Los geht es mit einem Aufwärmtraining, welches jedes Mal von einem anderen Tanzschüler angeleitet wird. Die Kids kennen ihre eigenen Stärken und Schwächen und sie wissen, welche Übungen besonders Spaß machen. Krafttraining, Ausdauer, Gleichgewicht. Wenn noch Zeit ist gibt es etwas Musik und Lauftraining.

"Ich bin quasi der Papa von allen"

Stehen Auftritte an, wird selbstverständlich die Choreographie noch einmal intensiv geübt oder die Arbeitsteilung noch einmal durchgegangen.

Ein Choreograph übernimmt dabei nicht nur die Planung der Tanzauftritte, sondern er schlüpft darüber hinaus in die Rolle eines Mentors. Als solcher muss er den Spagat zwischen Kumpel-Typ und Autoritätsperson perfekt beherrschen. "Ich bin quasi der Papa von allen", scherzt Christ.

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