Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Nagold Tag der offenen Tür zum Jubiläum

Von
Das Krankenhaus hautnah erleben am Tag der offenen Tür. Foto: Geisel

Nagold - Seit vier Jahrzehnten kümmert sich medizinisches Fachpersonal im Nagolder Krankenhaus auf "Teufels Hirnschale" um Kranke und Verletzte. Am Samstag feierten die Kliniken ihr Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür.

So hautnah erlebt man die verschiedenen Fachbereiche der Medizin selten: Auf zwei Stockwerken zeigten die Mediziner Gerätschaften und Methoden aus allen Bereichen – und das oftmals zum Anfassen. Beispielsweise konnten die Besucher durch das Modell eines großen, begehbaren Darms schreiten, Kinder konnten sich einen Gips anlegen lassen oder Gummibärchen mit einem Endoskop angeln, Anschauungsmaterial zeigte Katheter von früher und heute und in der Urologie konnten die Besucher beobachten, wie Nierensteine zertrümmert werden.

Den ganzen Tag über kamen immer neue Gäste ins Krankenhaus, wandelten durch die Flure und schauten sich neugierig bei den Präsentationen um. Nicht selten waren Ausrufe des Erstaunens oder interessiertes Gemurmel zu hören. Bei den Mitmachaktionen indes herrschte höchste Konzentration.

"Garant für eine medizinische Versorgung der gesamten Region auf hohem Niveau"

Eröffnet wurde die Jubiläumsveranstaltung mit einem Festakt und einigen Grußworten. Martin Loydl, kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikverbunds Südwest, legte den Fokus auf die Mitarbeiter: "Die Geschichte eines Krankenhauses ist vor allem mit den Menschen verbunden, die darin über all die Jahre dafür gesorgt haben, dass wir unsere Mission erfüllen können: nämlich für die Bürger in Not und gesundheitlichen Ausnahmesituationen 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, da zu sein." Das Nagolder Krankenhaus, so Loydl, sei seit seiner Eröffnung im Oktober 1977 ein "Garant für eine medizinische Versorgung der gesamten Region auf hohem Niveau."

An diese Zeiten erinnerte sich auch Oberbürgermeister Jürgen Großmann zurück. Zur Zeit der Einweihung war er noch Schüler in Nagold, wie er erzählte. Außerdem hob er die große Bedeutung des Krankenhauses für die Stadt und den Kreis hervor. Der ärztliche Direktor Hubert Mörk blickte auf die vergangene Zeit als eine "40-jährige Erfolgsgeschichte" zurück.

Das sei den herausragenden Chefarztpersön­lich­­keiten, der guten pflegerischen Versorgung sowie der Harmonie und dem Zusammenhalt im Haus zu verdanken. "Die Mitarbeiter im Nagolder Krankenhaus verstehen sich als Team, und dies über alle Berufsgruppen hinweg", versicherte er.

"Nach nun 40-jährigem Betrieb planen wir faktisch wieder einen Neubau."

Ein weiterer Grund zu feiern war das zehnjährige Bestehen des Fördervereins "Aktiv dabei – Freunde und Förderer der Klinken Nagold". "Aushängeschild des Vereins", so Vorsitzender Horst Armbruster, ist der Patientenbegleitservice. Die Ehrenamtlichen begleiten Patienten und Angehörige bis zur stationären Aufnahme und helfen ihnen bei der Orientierung. "Das ist eine so segensreiche Einrichtung", betonte Armbruster.

Der Blick richtete sich außerdem in die Zukunft: "Nach nun 40-jährigem Betrieb planen wir faktisch wieder einen Neubau: Das gesamte Krankenhaus wird im laufenden Betrieb modernisiert", verkündete Loydl. "Stationen und Funktionsbereiche werden dann sowohl an die gestiegenen Ansprüche der Patienten als auch der modernen Medizin angepasst sein." Landrat Helmut Riegger betonte: "Die Kosten von rund 38 Millionen Euro für den Umbau und die Sanierung sind eine wichtige und notwendige Investition in unser Gesundheitswesen. Denn wir bauen nicht für die nächsten fünf oder zehn Jahre, sondern für die nächsten 30."

Wie die Planungen aussehen, zeigte Michael Hartmann den Besuchern. Es werden unter anderem im Erdgeschoss neue Räume für die bestehende Dialyse-Praxis angebaut, der Aufnahmebereich wird neu geordnet, die Notaufnahme wird vergrößert und optimiert. Im ersten Obergeschoss entsteht ein zusätzlicher Operationssaal, im zweiten Obergeschoss werden die Stationen neu geordnet.

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.