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Nagold Tag der Begegnung setzt Signal für Miteinander

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Viel Beifall gab es für die Akteure auf der Bühne, wie hier für die Rollstuhltanzgruppe. Foto: Priestersbach

Nagold - "Gemeinsam sind wir stark", betonte Kurt Brei gestern beim Auftakt zum achten Tag der Begegnung. Und in der Tat: Unter der Regie der Aktiven Selbsthilfegruppe Miteinander (ASM) präsentierten sich 35 Selbsthilfegruppen, Institutionen und soziale Verbände mit vielen Aktionen in der Nagolder Innenstadt.

"Ich bin total begeistert die Resonanz ist sehr positiv", lautete das Fazit des ASM-Vorsitzenden. So hätten es die teilnehmenden Gruppen mit dem Tag der Begegnung erneut geschafft, "die Menschen zu erreichen und uns Gehör zu verschaffen", betonte Kurt Brei. Gleichzeitig lobte er sein ASM-Team, das sich bereits im Vorfeld mit großem Engagement auf das Event vorbereitet hatte.

Zwischen Vorstadtplatz und Neuem Markt erwartete die Besucher eine Vielzahl an Informationen und Hilfestellungen. Aber auch das Rahmenprogramm hatte es mit viel Livemusik, Tanz und einer Märchenaufführung in sich. Stolz waren die Organisatoren aber ebenso, dass der frühere Ministerpräsident Erwin Teufel als Schirmherr für die Veranstaltung gewonnen wurde.

Erwin Teufel spricht als Schirmherr

Einen fulminanten Auftakt bildete gleich zu Beginn der Einmarsch des Fanfarenzugs Weil der Stadt mit den Ehrengästen auf dem Vorstadtplatz. Gerne vernahmen die Anwesenden dann auch das Bekenntnis des früheren Landesvaters, "Nagold gehört für mich zu den schönsten Städten in Baden-Württemberg". Dabei erinnerte Erwin Teufel aber auch daran, dass es früher nicht selbstverständlich gewesen sei, Personen mit Behinderung als gleichwertige Menschen zu betrachten. Oft seien behinderte Menschen in früheren Zeiten versteckt worden – und es brauchte in Deutschland leider erst die Erfahrung des Dritten Reichs, um Menschen mit Behinderung nach 1945 die Gleichberechtigung grundgesetzlich zu verschaffen. Doch immer noch seien Tage wie dieser gut, um an die Menschenrechte zu erinnern – und Erwin Teufel betonte: "Jeder Mensch hat Rechte, weil er Mensch ist".

Wie Landrat Helmut Riegger deutlich machte, ist der Tag der Begegnung eine einzigartige Veranstaltung im Kreis Calw, bei der sich die Besucher umfassend über die Arbeit der verschiedenen Selbsthilfegruppen und Institutionen informieren können. Die Arbeit der ASM bezeichnete er als beispielhaft, "denn hier wird Menschlichkeit gelebt". Die Inklusion sei ein Thema, das alle beschäftigt – und "wir wollen, dass alle teilhaben können", so Riegger.

Saskia Esken: "Inklusion geht uns alle an"

Dass der Tag der Begegnung für Mitmenschlichkeit und Integration stehe, unterstrich Oberbürgermeister Jürgen Großmann. Er dankte besonders den vielen Ehrenamtlichen in den Selbsthilfegruppen, denn "diese Arbeit könnte der Staat gar nicht leisten".

Von einer "wunderbaren Veranstaltung" sprach die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken. Dabei sollte die Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung in ihren Augen eigentlich alltäglich sein. Gleichzeitig erinnerte sie an das gesetzlich garantierte Recht der Teilhabe und fügte hinzu, "Inklusion geht uns alle an".

Mit von der Partie beim Tag der Begegnung war ebenso die Agentur für Arbeit Nagold/Pforzheim. Wie deren Chefin Martina Lehmann deutlich machte, brauche die Arbeitsagentur Partner wie die ASM beim Abbau der Arbeitslosigkeit von behinderten Menschen. Zwar sei es erfreulich, dass es in der Region Unternehmen gibt, die offen sind für die Beschäftigung für Menschen mit Handicap; doch müssten noch mehr Personen mit Behinderung eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten, erklärte Martina Lehmann.

Für den Haiterbacher Unternehmer Gerhard Dingler, der die ASM bereits seit 1994 unterstützt, ist es bemerkenswert, was Kurt Brei und sein ASM-Team leisten – und darauf könne Nagold stolz sein.

Ihre Redaktion vor Ort Nagold

Heiko Hofmann

Fax: 07452 837333

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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