Daniel Steinrode, Simone Großmann, Norbert Weiser, Barbara Fischer und Markus Strinz. Foto: Landratsamt

Vollmaringer Markus Strinz mit Rennrad auf Spendentour. 15 Tage beim härtesten Radrennen der Welt.

Nagold - Der Vollmaringer Markus Strinz möchte mit seinem Rennrad auf 4721 Kilometern eifrig Spenden für ein stationäres Hospiz in Nagold sammeln. Landrat Helmut Riegger unterstützt diese Idee mit einer Spende von 500 Euro.

Wenn sich Markus Strinz am 25. August auf sein Rennrad setzt und zum "Race Across Europe" (kurz RACE) antritt, dann geht es für ihn in den folgenden 15 Tagen nicht nur darum, das härteste Non-Stop-Radrennen der Welt zu meistern, wie es der Veranstalter nennt. Das Ziel immer fest im Blick, möchte er mit jedem Kilometer Spenden für ein stationäres Hospiz in Nagold sammeln. Dazu hat der 51-Jährige die Strecke von Calais durch sieben europäische Länder bis zum Ziel in Gibraltar in 60 Abschnitte unterteilt. Für jeden sucht er mindestens eine Patin oder einen Paten, die mit einer Spende den Verein Stationäres Hospiz Region Nagold unterstützen.

Strinz, der bereits im vergangenen Jahr bei einem ähnlichen Rennen in den USA auf Spendenjagd gegangen war, möchte sich mit seiner Leidenschaft zum Radsport auch für die Region einsetzen: "Ich fahre mit dem Rad etwa 15 000 Kilometer im Jahr. Da kam mir die Idee, mit diesem Sport ein gemeinnütziges Projekt zu unterstützen."

Als Landrat Riegger von der Spendenfahrt erfuhr, erklärte er sich sofort bereit, die Aktion durch die Übernahme einer Streckenpatenschaft zu unterstützen. Der Vollmaringer Ortsvorsteher Daniel Steinrode hatte daraufhin zu einer Vorstellung des Vorhabens mit Strinz und Vertretern des Fördervereins einge-laden. Er ist begeistert von der geplanten Spendenfahrt: "Das wird eine klasse Geschichte. Wir sind alle stolz auf unseren Ausnahmesportler und fiebern mit ihm."

Simone Großmann, Schirmherrin des Vereins, nahm den Spendenscheck gerne entgegen und freute sich sehr über die Beteiligung des Landkreises. "Mit seiner Spende unterstützt der Landkreis sowohl den Sport als auch das geplante stationäre Hospiz. Von diesem würde die ganze Region profitieren", ist sie überzeugt.

Für Sozialdezernent Norbert Weiser, der den Scheck in Vertretung des Landrats übergab, ist die Unterstützung der Spendenaktion eine Selbstverständlichkeit: "Unser Landkreis lebt von bürgerschaftlichem Engagement. Das Radprojekt ist ein besonders schönes Beispiel dafür." Ein stationäres Hospiz, so Weiser, ergänze die wertvolle Arbeit der ehrenamtlichen Hospizgruppen und runde die soziale Infrastruktur des Kreises ab.

Auch die Vorsitzende des Fördervereins, Barbara Fischer, freut sich über den kreativen Ansatz für Spendengelder zu werben. Sie hofft, dass sich noch viele weitere Spender dem Vorbild des Landkreises anschließen, nicht nur aus Nagold.

Strinz hat für seine Tour, die ihn neben Österreich, Slowenien, Italien und Spanien auch durch Baden-Württemberg führt, ein ehrgeiziges Ziel: "Ich möchte die Tour in 13 Tagen schaffen." Dazu müsste er im Durchschnitt 360 Kilometer pro Tag fahren.

Weitere Informationen: Barbara Fischer, Telefon 07452/1863 oder im Internet unter  www.team-strinz.de.

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