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Nagold Steht Silvesterparty vor einer Neuauflage?

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Nagolds Händlerschaft plädiert für eine Neuauflage der Eisbahn, weil sie in der Weihnachtszeit Frequenz in die Stadt bringt. Foto: Archiv

Nagold - Das war jetzt ein Novum: Erstmals führte der Nagolder Gewerbeverein seine Hauptversammlung im Naturfreundehaus durch. "Wir wollen unsere Fachgruppe der Gastronomen unterstützen", machte Ralf Benz deutlich.

Und der Gewerbevereinschef fand es erfreulich, dass diese Fachgruppe, die derzeit 15 Mitglieder zählt, nach einigen Jahren der Abstinenz wieder reaktiviert wurde. Wie Ralf Benz deutlich machte, hatte Citymanagerin Anna Bierig allerdings zuvor viele Gespräche geführt – denn mit Blick auf unterschiedliche Interessen und Kulturen sei es nicht ganz einfach, immer "alles unter einen Hut zu bekommen".

In seiner Rückschau ging der Vorsitzende ebenso auf die Premiere der Eisbahn in Nagold ein, die – abgesehen vom Wetter – ein voller Erfolg gewesen sei und von rund 10.000 Besuchern genutzt wurde. Klar wünscht man sich im Gewerbeverein in der kommenden dunklen Jahreszeit eine Neuauflage. Ralf Benz betonte: "Wir stehen hinter dem Konzept, weil es einfach Frequenz in die Stadt bringt.".

Weil es ein Anliegen des Gewerbevereins ist, die 233 Mitglieder in punkto Ausbildung zu unterstützen, wurde kürzlich das zweite Azubi-Speed-Dating in der Stadthalle veranstaltet. In Zusammenarbeit von Stadt und Gewerbeverein beteiligten sich 43 Betriebe und rund 200 Schüler an dem Format. Wie Ralf Benz jetzt mitteilte, wünschen sich die Firmen das Azubi-Speed-Dating im jährlichen Rhythmus, "um eine gewisse Kontinuität aufzubauen".

Der Gewerbeverein feilt gerade an einem neuen Geschenkgutschein, den es künftig nicht mehr in Papierform geben wird. Ralf Benz stellte jetzt zwei Versionen einer in beliebiger Höhe aufladbaren Karte vor – "die sich zur Nagolder Zahlkarte entwickeln könnte". So wird es die goldene Karte als Geschenkkarte geben, während die schwarze Karte für Arbeitgeber gedacht ist, die so ihren Mitarbeitern steuer- und sozialversicherungsfrei 44 Euro pro Monat quasi als sogenannte Sachzuwendung auf die Karten laden können. Mit dieser Aufmerksamkeit könne man seine Mitarbeiter motivieren – und angenehmer Nebeneffekt: "Dadurch wird viel Volumen erzeugt", wie der Vorsitzende erläuterte.

In den Berichten aus den vier Fachgruppen erinnerte Petra Lorenz als Vorsitzende des Werberings an die vier Großveranstaltungen, die "auf hohem Niveau erfolgreich waren". Zu einem guten Weihnachtsgeschäft habe zudem die Eisbahn beigetragen. "Viele Leute sind so auf Nagold aufmerksam geworden, und das muss wachsen", machte Petra Lorenz deutlich.

Nacht der Werkstätten schon in Planung

Wie Patrick Guhse als frischegebackener "Fürst" der Handwerker deutlich machte, wirft die vierte "Nacht der Werkstätten" im kommenden Frühjahr bereits ihre Schatten voraus. Dabei soll das Event künftig auch als Plattform für die Nachwuchsgewinnung im Handwerk genutzt werden.

Für die Freiberufler mit ihren 66 Mitgliedern wies Brigitte Graf darauf hin, dass am 19. September die Vernissage für die 19. Auflage von "Kunst auf Abwegen" in der Alten Seminarturnhalle stattfindet. Dieses Format gehört längst zum "Markenkern" der Freiberufler. Derzeit suche man noch Unternehmen, die es "wichtig finden, dass alle zwei Jahre hochwertige Kunst nach Nagold kommt", so die Vorsitzende der Freiberufler.

"Wir haben viel vor", kündigte Martin Ondruschka für die Gastronomen im Gewerbeverein an. Unter anderem soll bei der Markttafel im August ein echter Hightech-Grill präsentiert werden – doch möchten die Gastronomen vor allem die Nagolder Silvesterparty auf dem Vorstadtplatz wieder ins Leben rufen.

Von einem "vor Kraft strotzenden Gewerbeverein" sprach Bürgermeister Hagen Breitling am Rande der einstimmigen Entlastung. Gleichzeitig bescheinigte er den Mitgliedern, die sich neben ihrem Geschäft noch ehrenamtlich engagieren, "viel Herzblut für Nagold". Mit Blick auf die "wertvolle Arbeit im Cityverein" rechnet der Finanzbürgermeister damit, dass auch der Gemeinderat seinen Beitrag dazu leisten werden, den Cityverein weiter zu entwickeln.

In einem Streifzug durch die "aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung" bezeichnete Hagen Breitling vor allem die konjunkturelle Entwicklung als entscheidenden Faktor – zumal mit Blick auf die Großwetterlage auf einmal Wolken am Horizont aufgezogen seien. So werde man nach Lage der Dinge bereits in diesem Jahr den Gewerbesteuer-Ansatz von 16 Millionen Euro wohl nicht erreichen.

Themen waren zudem der Erhalt Nagolds als Bildungsstandort, was mit zweistelligen Millioneninvestitionen für OHG und Zellerschule verbunden sei. In Sachen Wohnraum sei die Stadt gefordert, Wohnraum an den Markt zu bringen, wobei auch der Obere Steinberg weiterentwickelt werden solle. Ungebrochen sei ebenfalls die Nachfrage für Gewerbeflächen aus dem Stuttgarter Raum – und so müssten sich Gemeinderat und Verwaltung mit der Zukunft des Eisbergs beschäftigen.

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