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Nagold Startschuss fürs neue Seniorenzentrum

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Auf der Scholderwiese in Nachbarschaft zur Lebenshilfe und dem GWW-Wohnheim soll das Seniorenzentrum entstehen. Foto: Fritsch

Nagold - Es wirkt ein wenig wie die Schließung einer offenen Wunde in Nagold: Im Iselshauser Tal, genauer auf der sogenannten Scholderwiese, soll ein neues Seniorenzentrum entstehen. Den Startschuss dazu gab jetzt in Form eines Empfehlungsbeschlusses der Technische Ausschuss (TA) des Gemeinderats.

Ralf Fuhrländer, Leiter des Stadtplanungsamtes, übernahm es, den TA-Mitgliedern den aktuellen Stand der Planungen zu erläutern. Formal ging es im TA um die Beratung des sogenannten Aufstellungsbeschlusses, mit dem eine notwendige Änderung, beziehungsweise Anpassung des zuständigen Bebauungsplans auf den Weg gebracht wurde – und zwar letztlich nach nur kurzer Aussprache einstimmig. Den eigentlich notwendigen, offiziellen Aufstellungsbeschluss hat der Gemeinderat auf seiner nächsten Sitzung in der kommenden Woche auf der Tagesordnung.

Wohngruppen mit je 15 Bewohnern

Laut Ralf Fuhrländer wurden in den vergangenen Wochen und Monaten in einem ersten Planungsschritt zwischen der zuständigen Wasserbehörde des Landkreises Calw und einem von der Stadt Nagold beauftragten Fachbüro die mögliche, zur Verfügung stehende "Flächenkulisse" definiert – und zwar direkt am Waldachufer, unter Berücksichtigung der Belange des Hochwasserschutzes sowie der geplanten Renaturierung des Flüsschens für diesen Abschnitt. Nachfolgend habe der private Investor als Maßnahmenträger (also der Bauherr; laut Planungsunterlagen die APH Immobilien GmbH & Co. KG aus Bad Rippoldsau-Schapbach) in Abstimmung mit dem Landratsamt Calw eine erste, bereits sehr detaillierte Planungskonzeption ausgearbeitet.

Diese Konzeption sieht gegenwärtig zwei U-förmig miteinander verbundene Gebäudeteile mit einer Viergeschossigkeit zur Iselshauser Straße sowie einer Dreigeschossigkeit zur Waldach hin vor. Insgesamt sollen in dem neuen Seniorenzentrum einmal 75 Plätze in der "klassischen Altenhilfe" und weitere elf Plätze in der Intensivpflege einschließlich der hierfür erforderlichen Nebenräume und Funktionsflächen entstehen. Die verkehrliche Erschließung werde von Süden her über die Iselshauser Straße erfolgen, wobei entlang der Iselshauser Straße zum gewählten Grundstück hin Pkw-Stellplätze als sogenannte "Senkrechtparker" unter Berücksichtigung der zu erhaltenden Baumstandorte angelegt werden sollen. Besonderheit: diese Stellplätze würden in "zwei Etagen" anfahrbar sein – einmal (unten) direkt von der Iselshauser Straße, zusätzlich darüber vom Grundstück her. So würde man platzsparend eine doppelte Zahl an Stellplätzen generieren. Entsprechend des Planungsstands, habe der Landkreis als Genehmigungsbehörde bereits seine Zustimmung zu dem Projekt signalisiert, so Fuhrländer.

Laut den vorliegenden Unterlagen zur Entwurfsplanung sind die beiden gewählten Grundstücke jeweils circa 7160 und circa 600 Quadratmeter groß. Planungsziel sei es, einen Neubau für ein Pflegeheim gemäß Landes-Heimbauverordnungs zu schaffen – und zwar mit (mindestens) 75 Plätzen in einzelnen Wohngruppen zu je 15 Bewohnern, die jeweils zu hundert Prozent in Einzelzimmer mit Bad untergebracht würden. Realisiert würde dafür ein Bau mit drei Voll- und einem Staffelgeschoss, wobei im Staffelgeschoss die (elf) Intensivpflegeplätze untergebracht würden. Die Gebäudeteile würden entweder Flach- oder Satteldächer bekommen, die gegliederte Bauform solle sich dem gegebenen städtebaulichem Kontext anpassen. Insgesamt, so Bürgermeister Hagen Breitling in Vertretung von Oberbürgermeister Jürgen Großmann, "eine sehr erfreuliche und sinnvolle Planung."

"Eine gute Botschaft für Nagold"

Der Einschätzung schloss sich auch Stadträtin Bärbel Reichert-Fehrenbach (FDP) an: "Ich find’s klasse!" Wobei Rats-Kollege Helmut Raaf (CDU), der ebenfalls "von einer guten Botschaft für Nagold" sprach, von Stadtplaner Fuhrländer auch wissen wollte, wie denn die weitere Zeitplanung zu diesem Projekt aussehe – schließlich habe man aktuell nach der beschlossenen Schließung des Gertrud-Teufel-Seniorenzentrums einen hohen Bedarf an Pflegeplätzen in der Stadt. Laut Fuhrländer sei der Bauherr "sehr ehrgeizig", was die Umsetzung seiner Planungen angehe. Seitens der Stadt rechne man in einem halben bis dreiviertel Jahr mit der "Planungsreife", beziehungsweise der Baugenehmigung – so dass der Investor dann noch im kommenden Jahr loslegen könnte. "Ein Spatenstich in 2020 wäre eine tolle Sache", ergänzte auch Bürgermeister Breitling. Problem allerdings, wie allenthalben bei Bauprojekten: zeitnah "geeignete Handwerker zu finden". Allein das könne die Bauplanung verzögern.

Stadtrat Günther Schöttle (AfD) wies noch darauf hin, dass mit der Ansiedlung eines Seniorenzentrums im südlichen Bereich der Iselshauser Straße sich die Einmündungssituation von der Schwandorfer Straße her weiter verschärfen würde – was Bürgermeister Breitling bestätigte. Man diskutiere im Rat seit Jahren, so Breitling weiter, die Verkehrssituation in diesem Bereich – bisher allerdings ohne eine wirklich gute Lösung gefunden zu haben. Breitling versprach aber, dass man mit Fortgang der Planungen für das neue Seniorenzentrum auch die verkehrliche Entwicklung im Blick behalten werde. "Wenn Sie dazu neue Ideen haben", so Breitling an Schöttle, "dann immer her damit".

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