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Nagold Städtepartnerschaft mit Jesenice gefeiert

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Eine slowenische Trachtengruppe sorgte am Samstag für Leben in Nagolds Marktstraße. Foto: Fritsch

Nagold - Mit einem großen Programm wurde das Jubiläum der vor 25 Jahren besiegelten Städtepartnerschaft zwischen Nagold und Jesenice gefeiert. Von der Marktparade der Kapellen, der Eröffnung einer Fotoausstellung im Bürgerzentrum bis hin zum festlichen Partnerschaftsabend im Teufelwerk reichte die Palette der Jubiläumsfeier.

Einen fulminanten Höhepunkt bildete jedoch der feierliche Festakt in der Nagolder Stadthalle. Denn bei dieser Gelegenheit wurden jetzt neue Ziele in der Städtepartnerschaft gesteckt. "Wir wollen unsere Freundschaft mit einer neuen Vereinbarung bekräftigen und weitere Ziele für die Zusammenarbeit aufnehmen", so Jürgen Großmann. Wie der OB deutlich machte, wolle man einerseits dankbar auf die letzten 25 Jahre zurückblicken und "andererseits mutig den Blick nach vorne wagen".

"Die Kooperation der Musikschulen hat besonders starke Früchte hervorgebracht"

Der Festakt unterstrich aber ebenfalls die positiven Entwicklungen der bereits bestehenden kulturellen Verbindungen. So bildeten die beiden Musikschulen aus Nagold und Jesenice unter der Regie von Stadtmusikdirektor Florian Hummel das festliche Gemeinschaftsorchester - von dem der Festakt mit der Eurovisionsfanfare eröffnet wurde. Natürlich wurden im Laufe des Nachmittags und nach der Erneuerung der Partnerschaft auch die Nationalhymnen Deutschlands und Sloweniens angestimmt. Dazwischen standen verschiedene Ensembles der Musikschulen auf der Bühne, und Jürgen Großmann betonte: "Die Kooperation der Musikschulen hat besonders starke Früchte hervorgebracht".

Wie der OB in seiner kurzen Rückschau ausführte, war es überhaupt nicht selbstverständlich oder zwingend, dass aus den Kontakten des Nagolder Slowenischen Kultur- und Kunstkreis in den 70er Jahren später mal eine Städtepartnerschaft entstehen würde. Denn der "Eiserne Vorhang" verhinderte seinerzeit Gemeinsamkeiten – doch nicht zuletzt der Fall der Berliner Mauer leitete schließlich eine Zeitenwende ein. Und so waren es dann die Stadtoberhäupter Bozidar Brudar auf slowenischer Seite und Rainer Prewo in Nagold, von denen "das Tor zur Stadtpartnerschaft 1994 aufgestoßen wurde". Wie Jürgen Großmann bei dieser Gelegenheit und mit Blick auf die Fotoausstellung im Bürgerzentrum in Erinnerung rief, "gehören die Fotoclubs aus beiden Städten zu den Pfeilern der Partnerschaft, die von Anfang an enge Beziehungen pflegen".

"Sie haben sich mit Nagold eine Perle in Sachen Partnerschaft ausgesucht"

Bürgermeister Blaz Racic, der die gut 100-köpfige Delegation aus Jesenice anführte, bezeichnete die Partnerschaft als schönes Beispiel für Koexistenz und Toleranz. Er freute sich ebenso darüber, dass sich aus der engen Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen viele Freundschaften entwickelt haben - die für ein besseres gegenseitiges Verständnis der Menschen sorgen. Überzeugt ist Blaz Racic vor dem Hintergrund der großen Herausforderungen in Europa, dass gerade solche Freundschaften noch sehr wichtig werden können. Gerade die Kontakte zwischen jungen Menschen, wie in den Musikschulen, dienen dazu, die Partnerschaft auch in Zukunft weiterzuführen.

Und weil es gerade auch die kulturellen Bande sind, die Deutschland und Slowenien verbinden, wurde mit Gregor Jagodic bewusst der Leiter des Slowenischen Kulturzentrums in Berlin als Festredner auserkoren - quasi ein Pendler zwischen den beiden Ländern. Wie Gregor Jagodic einleitend feststellte, seien die politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Verbindungen so eng wie nie zuvor - doch auch die Zahl der deutschen Touristen in Slowenien steige jährlich. Es gebe eben viele kulturelle Gemeinsamkeiten, und die Menschen beider Länder seien "durch ähnliche Werte verbunden".

Gleichzeitig erfüllte die 25-jährige Partnerschaft zwischen Nagold und Jesenice den Leiter des Kulturzentrums mit Stolz, weil diese weit über die Politik hinausgehen und dazu beitragen, Kriege und Feindschaften zu verhindern. Die Kultur bezeichnete er als "unsere gemeinsame Sprache". Und mit dem 2016 in Berlin eröffneten Kulturzentrum wolle Slowenien zeigen, "dass wir eine moderne und in die Zukunft gerichtete Kunst haben".

Ein Kompliment machte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel den Gästen aus Jesenice - denn sie "haben sich mit Nagold eine Perle in Sachen Partnerschaft ausgesucht". Mit der Partnerschaft, nur zwei Jahren nach der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Slowenien sei aber auch ein Zeichen gesetzt. Im Update der Partnerschaft sah Fuchtel eine noch stärker gewordene Bereitschaft, "für ein gemeinsames Europa zu arbeiten". Und dafür habe man mit dieser "Partnerschaft auf Augenhöhe ein neues Zeichen gesetzt".

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