Im Kleb ging der Sponsorenlauf der Annemarie-Linder-Schule über die Bühne. Foto: Schneeberg

Bei Sportaktion der Annemarie-Lindner-Schule im Stadtpark Kleb zählt jede Runde. Erlös geht an krebskranke Kinder.

Nagold - Rund 280 Schüler der Annemarie-Lindner-Schule drehten in Nagold im Stadtpark Kleb eifrig ihre Runden. Hintergrund dieser Aktion war ein von der SMV organisierter Sponsorenlauf, um den Förderverein für krebskranke Kinder in Tübingen zu unterstützen – ein Lauf, von dem alle Beteiligten profitierten.

Die Schülermitverantwortung (SMV) hatte wiederholt einen Sponsorenlauf auf die Beine gestellt, an dem sich alle Schüler und Lehrer der Annemarie-Lindner-Schule beteiligten. Im Vorfeld der Aktion durften die Klassen über ihr Spendenziel abstimmen, ehe sie sich Sponsoren gesucht haben und an einem sonnigen Vormittag sowohl ihr soziales Engagement als auch ihre Kondition unter Beweis stellen konnten. Schüler, die nicht mitlaufen konnten unterstützten die Aktion anderweitig, beispielsweise indem sie an den Stationen die gelaufenen Runden ihrer Mitschüler notierten. So konnte jeder zu einem gelungenen Sponsorenlauf beitragen.

"Wir haben uns sehr gefreut, als wir erfahren haben, dass unser Verein unterstützt werden soll", berichtet Isabel von Au, Vorstandsassistentin des Fördervereins für krebskranke Kinder Tübingen, die sich vor Ort ein Bild von den sportlichen Schülern machen konnte. "Mit dem Geld können wir den Kindern ein paar Freizeitangebote ermöglichen. Der Großteil soll jedoch in das Elternhaus gehen." Bei dem Elternhaus handelt es sich um eine Wohnmöglichkeit für die Eltern der krebskranken Kinder, damit diese während des Klinikaufenthaltes immer in der Nähe sein können. Zudem haben die Eltern hier die Möglichkeit, sich mit Menschen auszutauschen, die ähnliches erleben.

Auch der stellvertretende Schulleiter Peter Reichhuber zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Sponsorenlauf und dem Willen, den die rund 280 Läufer hier bewiesen. Egal ob zu Fuß, im Rollstuhl sitzend oder mit einem Kinderwagen: die Schüler und Lehrer zeigten vollen Einsatz. "Gesundheit, Gesundsein – ist nicht selbstverständlich. Es ist wichtig, sich für die zu engagieren, die nicht solche Startbedingungen haben wie wir", meint Reichhuber. "Zudem lernen die Schüler hier, dass man sich anstrengen muss, um etwas zu erreichen."

Die beste Klasse ist an diesem Tag durchschnittlich zehn Runden gelaufen. Die besten Läufer haben sogar 19 Runden geschafft, was einer Strecke von mehr als zwölf Kilometern entspricht. "Ich finde toll, dass sich viele Schüler so engagiert und motiviert zeigen", meint die 17-jährige Lea dazu, die sich ebenfalls aktiv am Sponsorenlauf beteiligte. "Schließlich wird hier für einen guten Zweck gelaufen, sodass es sich wirklich lohnt, sich dafür anzustrengen." Doch nicht nur den Läufern galt an diesem Tag der Dank. Auch die zahlreichen Sponsoren, die gesucht wurden, haben maßgeblich zum Erfolg der Aktion beigetragen. Eine Schülerin wurde sogar von 16 Personen gesponsert. Insgesamt wurden bis zu 30 Euro pro Runde gespendet, sodass die einzelnen Läufer Gesamtbeträge von bis zu 400 Euro erzielen konnten. Über die hohe Summe, die hierdurch zusammengekommen ist, können sich nun der Förderverein, die jungen Patienten sowie ihre Eltern freuen.