Fikri Tiraki und Hakan Yalcin vom Schwarzwaldbildungsverein (von links) freuen sich gemeinsam mit dem ärztlichen Direktor des Nagolder Krankenhauses Hubert Mörk (rechts) bei der Essensübergabe. Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Soziales: Schwarzwaldbildungsverein kocht für Klinik-Team

Nagold. Mitarbeiter des Nagolder Krankenhauses konnten sich dieser Tage über frisch zubereitetes Essen freuen. Dieses wurde vom Schwarzwaldbildungsverein gespendet.

 

Der aktuell etwa 25 Mitglieder zählende Schwarzwaldbildungsverein hatte eigentlich ein gemeinsames Fastenbrechen mit der evangelischen Kirchengemeinde Nagold geplant. Nachdem diese Veranstaltung im vergangenen Jahr laut Fikri Tiraki, Vorsitzender des Schwarzwaldbildungsvereins, sehr gut angenommen wurde, hatte man diese nochmals geplant. Mit der evangelischen Kirchengemeinde sei man stets im regen Austausch. Am Dienstag, 12. Mai, wollte man sich zusammenfinden und zu Abend essen. Die Pandemie erlaubt diese Zusammenkunft allerdings nun doch nicht.

Kochen für 50 Personen

Das Coronavirus habe der Verein jedoch nicht als Ausrede gelten lassen wollen. "Wir haben uns überlegt, was wir alternativ machen könnten", erklärt Tiraki. So kam es dazu, dass etwa zwölf Mitglieder Essen für rund 50 Personen selbst zubereiteten. Dieses wurde als Dank an die Klinikmitarbeiter des Nagolder Krankenhauses, "die wahnsinniges leisten", gespendet.

Unter den Leckereien gab es Salate, gefüllte Paprikaschoten, türkische Süßspeisen und Börek – gefülltes Gebäck aus einer Art Strudelteig. "Das Sekretariat war sehr offen und unkompliziert in der Kommunikation", lobt Tiraki den Organisationsablauf mit dem Krankenhaus.

Auch in diesen erschwerten Zeiten sei der Verein, der sich dafür einsetzt die türkische Kultur zu pflegen und Kindern eine solide Bildung zu ermöglichen um sie somit in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, vielseitig beschäftigt. "Wir schauen, dass wir für unsere wenigen Mitglieder und deren Kinder Kulturkurse anbieten", sagt Tiraki.

Außerdem gebe es momentan einige politische Flüchtlinge aus der Türkei, die man ehrenamtlich betreue. Vereinsmitglieder begleiten diese zu Terminen, kümmern sich um das Übersetzen und um behördliche Angelegenheiten. Auch bei der Wohnungssuche biete man Unterstützung. Es gehe laut Tiraki darum, eine Brücke zu bilden. Für einen "sauberen Übergang in die Integration".