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Nagold Schüler übernehmen das Regiment

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Das Organisationsteam von Schule als Staat (von links): Patrick Glückler (Lehrer) Tizian Wenzel, Annalena Hamann, Dana Tran, Tilman Hauk, Olivia Binder, Wolfgang Köbele. Ralf Bieg (Lehrer) und Nicole Blech (Lehrerin). Foto: OHG

Nagold - Chaponesien – diesen Namen wird das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) im Sommer tragen. Der Grund: Von 18. bis 21. Juli findet das Projekt "Schule als Staat" statt. Obwohl das Großprojekt erst in rund fünf Monaten startet, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Das achtköpfige Organisationsteam hat zurzeit alle Hände voll zu tun. So geht es beispielsweise in Sachen Sponsoring in die heiße Phase, erklärt Schülerin Annalena Hamann. Jetzt, nach den Fasnetsferien, steht der Wahlkampf auf dem Programm. "In den Pausen werden die Parteien Werbung für sich machen", sagt die Elftklässlerin. Für das viertägige Projekt wählen die Schüler nämlich eine eigene Regierung. Zur Wahl antreten werden die Parteien "Jeder hat Recht (JHR)", "Die Pinken" und die "Chaponesische Christliche Union (CCU)". "Das erleben einer Demokratie gehört natürlich auch dazu", meint Lehrer Ralf Bieg, der gemeinsam mit zwei weiteren Lehrkräften das Projekt betreut.

Aus dem Schulgelände wird ein Staatsgebiet

Ziel des Projekts "Schule als Staat", das bereits 2004 am OHG stattfand, ist es, Schüler an politische und wirtschaftliche Vorgänge im Alltag heranzuführen. Um dies so anschaulich wie eben nur möglich zu machen, verwandelt sich das OHG in einen Staat. Aus dem Schulgelände wird ein Staatsgebiet, aus Lehrern und Schülern Bürger. Zudem gründen die Gymnasiasten Betriebe und Geschäfte, in welchen sie Geld verdienen. Und dafür gibt es in der Schülerschaft schon eine Reihe von Ideen: Eine Fußballschule, ein Perlengeschäft oder ein Kino sind unter anderem im Gespräch.

Vier Tage werden die Schüler das Regiment am OHG übernehmen.

Damit aber das Projekt nicht aus dem Ruder läuft, haben 14 Schüler aus den Klassenstufen fünf bis zehn eine Verfassung erarbeitet. Festgeschrieben sind in dieser Rechte und Pflichten eines jeden Bürgers, sowie die Regeln für ein harmonisches Miteinander. So sind zum Beispiel alle Einwohner von Chaponesien gleichberechtigt, jeder hat Steuern zu zahlen und die Hausordnung einzuhalten. Ein wenig kurios mutet dagegen folgende Regelung an: "Jeder besitzt das Recht auf einen Mülleimer pro Raum und hat die Pflicht, seinen Mülleimer zu verwalten", steht in der Verfassung geschrieben.

Für das Organisationsteam bedeutet "Schule als Staat" einen großen Zeitaufwand. Schließlich müssen die Vorbereitungen außerhalb der Unterrichtszeiten getätigt werden – sprich in der Freizeit.

Ist das Projekt also neben dem üblichen Lernstress noch eine zusätzliche Belastung? "Nein", versichert Annalena Hamann.­ "Wir haben viel Spaß dabei", so die Elftklässlerin weiter.

Nach Chaponesien sind unterdessen auch Eltern und Gäste eingeladen. Für wenig Geld kann ein Visum beantragt werden, mit welchem es erlaubt ist, durch den Schüler-Staat zu reisen. Und damit auch jeder in Nagold mitbekommt, dass das OHG für vier Tage zu einem Staat wird, werden die Schüler ihr Projekt mit Flyern und Plakaten bewerben.

Bleibt noch eine Frage zu klären: Warum trägt der Staat eigentlich den Namen "Chaponesien"? "›Chapon‹ ist Französisch und bedeutet im Deutschen ›Hahn‹", erklärt Ralf Bieg. Chaponesien ist also eine Anlehnung an den Namen des Otto-Hahn-Gymnasiums.

 
 

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