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Nagold Rettung von City-Bus unwahrscheinlich

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Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Stadt Nagold den Betrieb des City-Busses einstellen. Foto: Fritsch

Nagold - Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann hat dem Gemeinderat keine großen Hoffnungen auf die Fortführung des City-Busses gemacht – und auf eine kostenlose Nutzung schon gar nicht.

Die Tage des von vielen Nagoldern so geschätzten "Fünfhunderters" sind gezählt. Wie berichtet, soll diese Verbindung – als Teil des Nahverkehrsplans, der Mitte des kommenden Jahres ohnedies regulär auslaufen wird ­ – zum 15. Dezember stillgelegt werden. FDP und Grüne hatten im Schulterschluss noch einen Rettungsversuch unternommen und in einem gemeinsamen Antrag die Fortführung des City-Busses gefordert.

Über diesen Antrag sollte eigentlich zuerst der zuständige Ausschuss befinden – wenn SPD-Stadtrat Daniel Geese im Gemeinderat unter Punkt "Verschiedenes" nicht ganz allgemein ein ÖPNV-Konzept gefordert hätte. Damit war der Geist aus der Flasche – und die Diskussion über den City-Bus eröffnet.

OB Großmann bat in dieser Sache den Gemeinderat noch um etwas Geduld: "Sie sind alle begeisterte Busfahrer, das weiß ich." Vor allem die Insolvenz des Busunternehmens Rexer, verantwortlich für ein Großteil der Busverbindungen im Landkreis Calw, macht die Lösung, wie es mit dem City-Bus weitergehen soll, kompliziert. Großmann: "Für uns wird entscheidend sein, wer der nachfolgende Akteur sein wird, und ob er uns ein ergänzendes Angebot macht – zu welchem Preis und wie oft."

Bis zu 120.000 Euro

Der OB dämpfte bei dieser Gelegenheit allzu hohe Erwartungen, was die Zukunftschance dieser stadtinternen und vor allem für die Nutzer kostenlosen Busverbindung angeht: "Da müsste schon ein Wunder geschehen."

Großmann wurde noch deutlicher: Bis zu 120.000 Euro müsste der Gemeinderat dafür "auf den Tisch legen – jedes Jahr". Nicht nur in Leserbriefen wird die Fortführung des "Fünfhunderters" gefordert.

Der OB hat selbst Schreiben von Bürgern erhalten, die zur Gegenfinanzierung vorschlugen, einfach die Parkplatzgebühren zu erhöhen: "Sankt Florian, das erleb‘ ich jeden Tag." Und wenn die Jugendlichen ein oder zwei Euro für eine Fahrt bezahlen müssten, dann, so prophezeit der OB, werden die "Fahrten zu Mac Donalds schnell ein Ende nehmen".

Stadträtin Bärbel Reichert-Fehrenbach (FDP) zeigte sich überzeugt, dass viele Nutzer bereit seien, für dieses Angebot etwas zu bezahlen: "Was müsste man verlangen?". Bei der nächsten Verwaltungsausschusssitzung in der kommenden Woche will die Verwaltung weitere Zahlen vorlegen. Aber OB Großmann machte nicht viel Hoffnung: "Zum Nulltarif wird es nichts und für niemand etwas geben." Und an die Gemeinderäte richtete er angesichts der angespannten städtischen Finanzen den Appell: "Machen Sie kein neues Fass auf."

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