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Nagold Region will weiter zusammenrücken

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Foto: WFG Foto: Schwarzwälder Bote

Wirtschaft und Politik wollen das Zusammenrücken in der Region Nordschwarzwald forcieren und dem Kirchturmdenken ein Ende bereiten – und das dazu auch noch parteiübergreifend. Das ist die Botschaft eines prominent besetzten Treffens in Nagold.

Nordschwarzwald. Mehr parteiübergreifendes Engagement für die wirtschaftlich starke Region Nordschwarzwald war eine der Forderungen der Abgeordneten von Bund und Land und der politischen Vertreter beim ersten parlamentarischen Treffen der Region. Für die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald WFG war eben dies der Grund, zum Nordschwarzwälder Polit-Gipfel beim Möbelspezialisten Rolf Benz in Nagold einzuladen.

Das Teilnehmerfeld war hochkarätig: 30 Teilnehmer, darunter fast alle Bundes- und Landtagsabgeordnete der Region, diskutierten im Showroom der Rolf Benz AG über wirtschaftsrelevante Themen und die Zukunft des Nordschwarzwalds. "Mit dem heute angestoßenen Dialog zeigt die WFG Flagge auf politischer Ebene und setzt Impulse für die Entwicklung der Region", fasste der WFG-Aufsichtsratsvorsitzende und Calwer Landrat Helmut Riegger das Ziel des parlamentarischen Treffens zusammen.

Problemzonen gibt es in der Region noch mehr als genug

Der Parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Hans Joachim Fuchtel (CDU) sprach Klartext: "In der Region brauchen wir eine engere politische Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg, um den Nordschwarzwald weiter voranzubringen." Problemzonen gebe es schließlich in der Region noch mehr als genug, betonte die hochkarätige Teilnehmerrunde des Polit-Gipfels unisono.

Die lauten und vielerorts bereits existenziellen Rufe der Wirtschaft sind bei den Mandatsträgern der Region angekommen: Aktives Anpacken von Lösungen gegen den Fachkräftemangel und die Digitalisierung als Chance für Ländliche Räume stehen auf der Prioritätenliste der regionalen Vertreter in Stuttgart und Berlin ganz oben. Das Mehr an Bandbreite als Startrampe für Digitalisierungsoffensiven, die digitalaffine Aus- und Weiterbildung, aber auch die wachsende Bedeutung von Datenschutz und IT-Sicherheit haben Eingang in den Koalitionsvertrag gefunden, berichtete die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken. Überhaupt steckten zahlreiche Ansätze im Koalitionsvertrag. Die Bundespolitiker plädierten beim Nagolder Treffen dafür, diesen intensiv zu prüfen und offensiv auszulegen. "Mit Blick auf Infrastrukturvorhaben, Verkehrsprojekte und vielfältigen Projektförderungen ist die Region gut beraten, die darin enthaltenen Chancen aufzugreifen", ergänzte WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer.

"Es gibt Wirtschaftsbereiche, in denen der Nordschwarzwald eine hohe Innovationsfähigkeit zeigt", interpretierte Gerd Meier zu Köcker von der Cluster-Agentur Baden-Württemberg den Innovationsatlas seiner Organisation. Erneuerbare Energien, Produktionstechnologien und rationelle Energieumwandlung identifizierte er als Schwerpunkte von regionalen Unternehmen bei Forschung und Entwicklung. Wichtig sei es jedoch, aktuelle Entwicklungen richtig zu analysieren und werkstoff- wie branchenübergreifende Zukunftsbereiche wie Smart Production konsequent auszubauen, resümierte der Chef der landesweiten Cluster-Agentur.

Weiche Standortfaktoren sollen verstärkt in den Fokus rücken

Die Attraktivität der Region zu steigern war eines der Kernthemen beim parlamentarischen Treffen, und das hat gute Gründe: Neben maximalen Datentransferraten benötigt der Nordschwarzwald vor allem eines, hoch qualifizierte Fachkräfte. Um diese in die Region zu locken und auch dort zu halten, bedürfe es einer großen Anstrengung, bestätigten sämtliche Teilnehmer und sprachen sich für verstärkte Aktivitäten im Bereich Fachkräfte- und Standortmarketing aus. Was mehr in den Fokus rücken müsse, seien die weichen Standortfaktoren, denn in Sachen Wohlfühlfaktor punkte die Region mit viel Grün und einem perfekten Portfolio für die Work-Life-Balance, erklärten die Parlamentarier und Wirtschaftsakteure übereinstimmend.

Der Politik-Brunch als Austauschplattform auf höchster Ebene zeigte, dass es zwingend Plattformen bedarf, um gesamtregionale Prozesse anzustoßen und zu moderieren. Hans-Ulrich Rülke, Vorsitzender der FDP/DVP-Landtagsfraktion, sieht die WFG als geeignete Instanz hierfür und stärkte ihr, wie auch der Freudenstädter Oberbürgermeister Julian Osswald, den Rücken: "Der regionale Gedanke sollte im Nordschwarzwald im Vordergrund stehen und dabei ist die WFG die Klammer für den Zusammenhalt der Wirtschaftsakteure in der Region", so Rülke.

 
 

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