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Nagold Punk ist tot? Egon Forever lebt!

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Andre Lux präsentiert seine Cartoons diesen Freitag im Nagolder Jugendhaus. Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Simone Heinzelmann Nagold. Egon hat keine Haare, eine ziemlich dezidierte Meinung und ist alles andere als politisch korrekt. Egon ist ein Strichmännchen. Geboren wurde Egon 1994 auf einer Schulbank der Wildberger Realschule. Jetzt kommt er in seine alte Heimat zurück: Am Freitag ist Egon im Youz in Nagold zu sehen.Egon sagt, was Andre Lux denkt. Zumindest manches davon. Lux ist gebürtiger Nagolder, aufgewachsen in Wildberg-Effringen, und lebt heute in Stuttgart. Geprägt ist der 31-Jährige von der Punk-Bewegung. Im Jugendhaus Youz in Nagold war er als Jugendlicher gerne selber zu Gast, hörte Punk und Hardcore und trieb sich lieber im Plattenladen rum als in der Schule. Auch Egon ist ein bisschen Punk, unangepasst, anarchistisch. Für Andre Lux waren Strichmännchen ein Zeitvertreib, wenn er doch mal in der Schule war. "Ich habe mich fürchterlich gelangweilt", so der 31-Jährige.

Seine Figuren sind ziemlich minimalistisch, künstlerisch wenig anspruchsvoll. Andre Lux geht es darum, "mit so wenig Aufwand wie möglich" eine starke Aussage zu treffen. Über seine Zeichenkunst hat er schon mal gesagt: "Ich kann es einfach nicht besser." Dafür sitzt die Aussage: Bei der Wortwahl muss es für Lux "knallen". Und irgendwie haben seine Strichmännchen auch irgendetwas, trotz der rudimentären Linienführung. Das hat wohl auch die Macher der Satiremagazine Titanic und Eulenspiegel überzeugt, die Lux’ Zeichnungen schon eine Plattform boten. Zwei Egon-Bücher sind bereits im Engelsdorfer Verlag erschienen: "Egon Forever!" und "Egon Forever! 2".

"Mein Ding ist es: Mach es selber", sagt Andre Lux über seine Motivation. "Ich kann nicht viel, aber ich habe ein Ziel." Ihm geht es darum, "dass jemand lacht". Der 31-Jährige hat sich der Satire verschrieben. Gesellschaftskritisch will er sein, "ein bisschen mitmischen". Und so zieht sein Egon alles mögliche durch den Kakao, ob Zwischenmenschliches, Politisches oder Banales. "Mir geht’s um die Reflexion", so Lux. Er selbst verfüge über Selbstironie, aber das sei nicht bei allen so. "Mir geht es gegen den Strich, wenn Leute Dinge nicht hinterfragen." Doch mit seiner Satire macht sich Andre Lux nicht nur Freunde. "Wer mich kennenlernt, ist oft ganz überrascht, dass ich doch ganz nett bin", sagt der 31-Jährige und lacht.

Ob das der Grund ist, warum Andre Lux auch schon eine ganz andere Karriere gestartet hatte? "Kenner der Materie" hieß die Band aus seinen Jugendtagen, mit der er, wie er selbst sagt, "schlechten Deutschpunk" unter die Leute brachte. Später hat er dann noch mal Solo Musik gemacht – als "Autobot". Doch mittlerweile – nach Stationen in Tübingen, Vancouver (Kanada) und München – hat er sich wieder ganz seiner Zeichnerei verschrieben.

Leben kann er davon nicht. "Es würde aber funktionieren, wenn ich einen größeren Verlag finde", ist Lux überzeugt. Derweil arbeitet er weiter in seinem Lehrberuf: Der 31-Jährige ist Jugend- und Heimerzieher. Gerade hat er eine neue Stelle an einer Ganztagesschule angetreten.

Diesen Freitag kommt er nun nach Nagold ins Youz – als Egon Forever mit spitzer Zunge und PowerPoint-Präsentation. Los geht es um 20 Uhr. Das Programm verspricht, kontrastreich zu werden: Im Anschluss ist der Blogger Jan Horst zu erleben, der mit Charisma und Wortwitz ebenfalls den Nerv der Zuschauer treffen möchte. Der Auftritt des Homestory Magazins wurde abgesagt.

 
 

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