Am Ortseingang Iselshausen aus Richtung Gündringen herrscht eine hohe Lärmbelastung. Foto: Faust

Land und Bund müssen einbezogen werden. Tempo-Display und mobile Blitzer helfen nicht.

Nagold-Iselshausen - "Es besteht hier dringender Handlungsbedarf", sagt Bruno Graf. Iselshausens Ortsvorsteher meint damit die Lärmbelastung an den Ortseinfahrten und Ortsausfahrten des Teilortes

Blitzer und Tempobegrenzung sollen helfen

Daher hat sich der Ortschaftsrat nun in einem Antrag dafür ausgesprochen auf der B 463 in Richtung Gündringen einen Blitzer zu installieren und auf der L 353 nach Unterschwandorf eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 70 zu erreichen.

"Hintergrund für unsere Anträge ist, dass wir zunehmend eine Lärmbelastung durch einen unangemessen schnellen und damit auch lauten Autoverkehr feststellen müssen", so Graf weiter. Ein Tempo-Display und mobile Blitzer hätten, so der Ortsvorsteher, keine Verbesserung gebracht.

Viel Lkw- und Motorradverkehr

Auch aus dem Wohnumfeld sei man auf die Ortsverwaltung zugekommen, berichtet Bruno Graf. Zwei Gründe führt der Ortschaftsrat an: Beide Ortseingänge haben, so der erste Grund, mit einem hohen Anteil an Lkw-Verkehr und Motorradverkehr zu kämpfen. "Die Wohnbebauung beginnt bereits ein ganzes Stück vor dem Ortsschild und grenzt bei beiden Ortseinfahrten unmittelbar an die Straße an. Die unangemessenen und hohen Fahrgeschwindigkeiten und das ebenso zügige Beschleunigen nach dem Ortsschild führen zu einem hohen Lärmpegel, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden", begründet Graf den Antrag.

Das ist erst mal nur ein Antrag an die Stadt. Daher bremst Graf gleich. "Ob und wann die Anträge umgesetzt werden, entscheidet das Nagolder Ordnungsamt als örtliche Straßenverkehrsbehörde. Da es sich hier um Bundes- und Landesstraßen handelt, müssen jedoch auch die dafür zuständigen Behörden auf Landes- und Bundesebene einbezogen werden", so Graf auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten.