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Nagold "Oldies" starten zur Testfahrt in den Nagolder Süden

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Die "Oldies for future" testeten kürzlich den ÖPNV in den südlichen Stadtteilen Nagolds. Foto: Schwarz Foto: Schwarzwälder Bote

Nagold. Nach ihrer Prüffahrt mit dem Stadtverkehr in den Nagolder Norden kam es jetzt für die Bürgergruppe der "Oldies for future" zu einem weiteren Versuch, den ÖPNV anlässlich einer Fahrt in die südlichen Stadtteile auf seine Tauglichkeit hin zu beurteilen.

Sechs Oldies trafen sich um 10 Uhr am ZOB, um über Iselshausen, Gündringen und Schietingen nach Hochdorf zu fahren. Nach einer interessanten Führung durch Hochdorf mit Ortsvorsteher Bruno Schmid fuhr man mit dem Linienbus zurück über Vollmaringen.

Viel Optimierungsbedarf

"Die Busse waren pünktlich, die Fahrer freundlich und wirkten kompetent, das Lösen der Tickets war kein Problem", heißt es in einer Pressemitteilung der OFF. Die Gruppenkarte kostete für Hin- und Rückfahrt 28,80 Euro, also 4,80 Euro pro Person. Ein Einzelfahrschein hätte sechs Euro gekostet – "beides ein stolzer Preis und gegenüber einer PKW-Fahrt deutlich teurer", heißt es in der Mitteilung.

Das Lesen der Fahrpläne an den Haltepunkten und auch am ZOB sei wegen der Unübersichtlichkeit eine Zumutung, "es ist aber sehr wichtig, da es im Süden keinen Taktverkehr gibt". Der Fahrplan am Rathaus stamme aus dem Jahr 2018. Die Erfahrungen der "Oldies": "Die Haltestellen erweisen sich bei schlechtem Wetter als ungeeignet, da die Wartehäuschen keinen Schutz bieten. Die Busse erschienen sauber, waren aber fast vollständig unbesetzt. Unklar ist, warum der Warteraum am ZOB nur über die Hintertüre erreichbar ist."

Die Gruppe kommt zu dem Fazit: Um einen funktionierenden Stadtverkehr mit Bussen zu erreichen, seien etliche Änderungen unabdingbar. Der fehlende Taktverkehr, der hohe Ticketpreis und die verschiedenen Belange eines guten Services seien in Angriff zu nehmen, "wenn es der Verwaltung ernst ist mit der Absicht, einen verlässlichen und attraktiveren Stadtverkehr für Nagold zu ermöglichen".

Im Zusammenwirken mit dem Arbeitskreis Umwelt und Verkehr des Bürgerforums wollen die "Oldies for future" weiterhin am Ball bleiben. "Dabei kann es sich jedoch nicht nur um das Drehen an kleinen Schräubchen handeln, sondern ein Strategiewechsel ist unumgänglich", heißt es in der Pressemitteilung. Eines der Ziele der Oldies unter der Aktualität der Klimadiskussion sei es, durch eine bessere Nutzbarkeit des ÖPNV anstelle des Individualverkehrs auch im ländlichen Bereich wirksame Schritte zur CO2-Reduktion ins Bewusstsein zu bringen.

Viele Busse fahren fast leer

Damit mehr Menschen den Busverkehr nutzen, müsse dieser qualitativ wie auch finanziell erheblich attraktiver werden; zudem sollte der ÖPNV offensiv beworben werden. Hinzuweisen sei etwa darauf, dass man mit der Bahncard einen Nachlass auf Einzelfahrscheine bekomme, oder dass es Angebote für Kleingruppen bis zu sechs Personen gebe.

Unterm Strich sollte der ÖPNV auch ökologisch verbessert werden. "Es macht keinen Sinn, dass große Busse oft leer oder mit maximal zwei Personen besetzt ihre Tour fahren; das ist nach unseren Beobachtungen bei über 70 Prozent der Fahrten der Fall; nicht zuletzt deshalb ist die Fahrt mit dem PKW klar im Vorteil", so die "Oldies".

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