Die Guides aller drei Schulen im Berufsschulzentrum Nagold: Zweite von links Leonie Single, Schülerin am dortigen Wirtschaftsgymnasium Foto: Stadler Foto: Schwarzwälder Bote

Aktion: Kollektiver Info-Tag am Nagolder Berufsschulzentrum hilft bei der Weichenstellung für die Schulwahl

Messeähnlich, mit Vorträgen, Präsentationen, Infoständen und Vorführungen stellten vor allem die Schüler des Nagolder Berufsschul­zen­trums beim Info-Tag am vergangenen Wochenende ihre Schulen vor. Guides standen Interessenten helfend zur Seite, damit die sich beim Info-Tag unter dem Titel "Du willst Bildung? Kannste haben!" orientieren konnten.

Nagold. Die Informationsveranstaltung am Berufsschulzentrum Nagold führte künftigen Schülern gemeinsam mit ihren Eltern die Möglichkeiten der weiterführenden beruflichen Schulen, also Rolf-Benz-Schule, Annemarie-Lindner-Schule und Kaufmännische Schule Nagold, vor Augen.

Und viele junge Menschen nutzten den Samstagvormittag, um sich rund um berufliche Weiterbildung, Berufsfachschulen und Berufskollegs aller Fachrichtungen oder über das Technische Gymnasium mit drei Profilen, Sozialwissenschaftliches Gymnasium und Wirtschaftsgymnasium sowie über das Berufskolleg Fachhochschulreife – Technik und Wirtschaft ein umfassendes Bild zu verschaffen, das als Entscheidungshilfe den weiteren Bildungsweg ebnen soll.

Egal ob man einen mittleren Bildungsabschluss – beispielsweise an der zweijährigen Berufsfachschule mit den Profilen Metalltechnik, Ernährung und Hauswirtschaft, Gesundheit und Pflege oder Wirtschaft – anstrebt oder die Fachhochschulreife über ein ein- oder zweijähriges Berufskolleg das Ziel ist: In Nagold ist dies alles möglich. Alternativ ist der Abschluss mit der Fachhochschulreife auch mit einem Besuch der Fachschule für Sozialpädagogik mit Zusatzunterricht möglich.

Wer die allgemeine Hochschulreife, also das Abitur anstrebt, meldet sich beim Technischen Gymnasium an. Die Profile Gestaltungs- und Medientechnik, Mechatronik, Technik und Management oder Soziales sowie das Wirtschaftsgymnasium stehen hier zur Auswahl.

Bereits im Foyer des Schulzentrums trafen die zahlreichen Interessenten auf eine Reihe von Guides aus den Reihen der Schülerschaft aller drei beteiligten Schulen, die nicht nur für Fragen bereitstanden, sondern sich auch als Hilfe und Unterstützung beim Auffinden der Räumlichkeiten anboten.

Angebote waren gut aufeinander abgestimmt

Eine von ihnen war Leonie Single. Sie ist Schülerin der Eingangsklasse im Nagolder Wirtschaftsgymnasium und hat noch zwei weitere Schuljahre bis zu ihrem Ziel, dem Ablegen des Abiturs vor sich. Leonie hat sich einen Schulweg ausgesucht, bei dem sie unter anderem in Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, aber auch in Spanisch unterrichtet wird. Sie will danach studieren, eventuell auf Lehramt oder im gehobenen Polizeidienst. Den Schulweg, den sie gewählt hat, beschreibt sie selbst als abwechslungsreich und alltagstauglich mit einer gut vermittelten Allgemeinbildung.

Die drei Schulleiter, Karin Ascher-Gollmar (Kaufmännische Schule), Ilona-Maria Cwik-Lorz (Annemarie-Lindner-Schule) und Reinhard Maier (Rolf-Benz-Schule), zeigten sich hocherfreut, dass die seit langem angebotenen gemeinsamen Infotage für die jungen Menschen und künftigen Schüler eine wichtige Entscheidungshilfe sind – nicht zuletzt durch die Einrichtung der offenen Werkstätten, zahlreiche Vorträge und Beratungen sowie Gespräche mit Schülern, die bereits hier unterrichtet werden. Die Schüler finden hier ihr persönliches Profil – passend zu den persönlichen Stärken.

Die Vortragsangebote waren gut aufeinander abgestimmt, was ein umfassendes Informieren zuließ. Flankiert wurden die schuleigenen Angebote durch Infostände der Agentur für Arbeit und ortsansässiger Firmen. Außerdem war, wie in den vergangenen Jahren auch, der Theaterkurs der Rolf-Benz-Schule (Technisches Gymnasium) unter der Leitung von Helga Philipp und Matthias Ehmig, Lehrer für Deutsch und Geschichte, mit dabei und gab eine Kostprobe ihrer diesjährigen Aufführung mit dem Titel "Immer noch da".

Stolz zeigten sich die Schulleiter auch auf die neugebauten naturwissenschaftlichen Räume, die während des Schuljahres 2017/2018 im laufenden Betrieb komplett erneuert und mit Tageslicht sowie flexiblen Einrichtungen ausgestattet wurden. Auch die technische Ausrüstung wurde komplett erneuert.

Am Berufsschulzentrum schreitet auch die Digitalisierung voran. Teilweise sind die Lehrkräfte bereits mit Notebooks ausgestattet. Die Tafeln werden gegen moderne Präsentationssysteme wie Whiteboards ausgetauscht und auch schulweites W-Lan hält via Glasfaser Einzug.

Neu ist ab diesem Jahr das "Online-Bewerberverfahren" für die öffentlichen dreijährigen beruflichen Gymnasien und die Berufskollegs. Für das Schuljahr 2019/20 können sich Interessenten bis zum Anmeldeschluss am 1. März 2019 bewerben. Dabei legen sie Prioritäten, also eine persönliche Rangfolge ihrer Bewerbungsziele, fest.

Die Vergabe erfolgt zentral für die Regierungsbezirke Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen.