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Nagold Neues Dreamteam im Nagolder Youz

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Das neue Duo im Nagolder Jugendhaus: Marina Sismanidou und Stefan MohrFoto: Kunert Foto: Schwarzwälder Bote

Es ist ungewöhnlich ruhig gerade im Youz, dem Nagolder Jugendhaus. Dabei ist die offene Jugendarbeit nach den Monaten des Shutdowns wieder komplett erlaubt. Das gibt Gelegenheit, endlich mal die zwei "Neuen" im Youz vorzustellen. Die gar nicht "so neu" mehr hier sind.

Nagold. Marina Sismanidou zum Beispiel – seit November vergangenen Jahres eine von stets zwei Jugendhausmitarbeitern. Ur-Nagolderin – mit griechischen Wurzeln, wie der Nachname verrät. Für sie sei der Job hier "wie nach Hause kommen", erzählt die 28-Jährige – die nur ein Steinwurf vom Youz entfernt aufwuchs, hier im Haus schon als Kind viel Zeit verbracht hat: "Beim Folklore-Tanz des griechischen Vereins." – "Ich kenne sie tatsächlich von ganz Klein auf", lacht auch Youz-Geschäftsführer Gerd Hufschmidt. Der sich über die Verpflichtung von Marina gleich doppelt freut.

Schon "als Groupie auf dem Sofa" dabei

Einmal – klar – weil sie als Nagolderin das Haus perfekt kennt. Weiß, was die Jugendlichen hier erwartet. Und erwarten. "Später als Jugendliche war ich oft im Proberaum der Bands mit dabei." Nicht als Nachwuchsmusikerin, "eher als Groupie auf dem Sofa". Zur Schule ging sie in der Zellerschule, dem OHG – beide gleich nebenan. Und heute wegen der Kooperationen des Youz nicht nur mit diesen Schulen ebenfalls Teil des Betätigungsfelds für Marina. Um Jugendlichen, die sonst durch das "Raster" der Nagolder Angebote für Jugendliche – wie Jugendmusik- und -kunstschule oder Jugendforschungszentrum – fallen, mit eigenen, individuellen Angeboten in der Freizeitgestaltung gezielt aufzu­fangen.

Mit denen wird dann im Youz gekocht. Gebastelt. Auch mal getanzt. "Was die Jugendlichen eben gerade so wollen." Wobei – und das ist der zweite Grund, warum sich Youz-GF Hufschmidt über das Engagement von Marina so freut – es einen echten Vorteil hat, dass das zweiköpfige Jugendhausmitarbeiter-Team jetzt zur Hälfte von einer Frau (mit viel Lokalkolorit) bestritten wird: "Weil es natürlich immer besser ist, wenn man sowohl einen männlichen Ansprechpartner für die Jugendlichen als auch eine weibliche Ansprechpartnerin hat."

Wobei es kein Automatismus sei, dass Jungs sich nur an Jungs wenden – oder Mädchen an Marina: "Das ist immer ganz unterschiedlich", und begründe sich aus den eigenen Erlebniswelten der Jugendlichen. Aber so wie jetzt passe es halt immer irgendwie. "In der Vergangenheit bestand das Jugendhaus-Mitarbeiterteam oft aus Mann-Mann" – da fehlte dann halt was. Kurz nachgetragen: Studiert hat Marina (in Schwäbisch-Gmünd) eigentlich auf Lehramt, aber mit dem Start in den Beruf "wollte ich doch offener mit Jugendlichen arbeiten." Da kam die Stellenausschreibung des Youz gerade recht.

Das galt auch für Stefan Mohr – seit Anfang Januar das männliche Pendant zu Marina im Youz. "Zwei Meter fünf" misst der Riese – der damit noch mal größer sei als seine beiden (männlichen) Vorgänger im Youz, die es je auf zwei Meter gebracht hätten, wie Dienstherr Gerd Hufschmidt lachend erklärt. Mohr stammt aus Bruchsal, hat "Soziale Arbeit" in Mannheim studiert. Davor hat er mal ’ne Lehre als Elektroniker bei Siemens gemacht. "Aber das war’s irgendwie nicht." Seit seinem 16. Lebensjahr sei er als Ehrenamtlicher in der Jugendarbeit tätig gewesen. Daher das Studium, die ersten beruflichen Stationen in einer betreuten Wohngruppe für Jugendliche und der Schulsozialarbeit. Als eigentliches berufliches Ziel kristallisierte sich dabei aber auch für ihn "die offene Jugendarbeit" zum Beispiel in einem Haus wie dem Youz heraus.

Menschen und Arbeits- Umfeld überzeugen

Als er dann die Stellenausschreibung aus Nagold entdeckte, er die Menschen und das Umfeld hier kennenlernen durfte, "war schnell klar, dass ich gerne meinen Lebensmittelpunkt hierher verlegen würde". Ausgerechnet von Baden nach Württemberg...? "Das interessiert heute wohl kaum einen mehr", antwortet Gerd Hufschmidt. Die Gesellschaft ist offener geworden. Auch und gerade in Nagold.

Hufschmidt macht keinen Hehl daraus, dass er mit der neuen Doppelspitze fürs Youz mehr als zufrieden ist. "Es ist ja kein großes Geheimnis, dass es auf dem Arbeitsmarkt sehr schwer ist, geeignete Bewerber zu finden, die mit den stets wechselnden Arbeitsbedingungen, wie sie nun mal in einem Jugendhaus wie dem Youz normal sind, auf Dauer zurechtkommen." Insofern sei es ein Glücksfall (für Nagold), dass nach der Vakanz auf gleich beiden Positionen im Youz seit Sommer letzten Jahres letztlich zwei Bewerber gefunden wurden, die sich eben gerade gezielt nach solch einen Job umgeschaut hatten "und so gut zu uns passen".

(ahk). Unglaubliche 2,05 Meter misst Stefan Mohr, neben (der 1,70 Meter großen) Marina Sismanidou "der Neue" im Nagolder Jugendhaus Youz. Sein ganz großes Hobby sieht man ihm an: "American Football!" Stefans Augen leuchten – auch wenn er mit seinem Umzug von Bruchsal nach Nagold seine Mannschaft (erst einmal) verlor. Er spielt auf der Position "D-Line" (Defensive/Abwehr) – oder, wie es Stefan ausdrückt: "Vorne bei den dicken Jungs!" Natürlich hat er schon gecheckt, wo im Umkreis Trainingsmöglichkeiten bestehen – zum Beispiel beim SV Bondorf. "Aber vielleicht kann man irgendwann auch hier in Nagold ’ne Mannschaft aufstellen." Auch ein original schottischer Kilt gehörte zu Stefans Umzugsgepäck – was ihn als wiederholten Teilnehmer von "High­land-Games" ausweist. Baumstämme durch die Gegend werfen und so. Was ihn hier in Nagold, findet Dienstherr Gerd Hufschmidt, "ja für die Teilnahme an unseren Keltenspielen prädestiniert".

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