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Nagold Tänzerinnen machen bei "Supertalent" mit

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Die Tanzgruppe "Quiet Storm Street Dance Unity" trainiert hart, um die endültige Zusage zur Teilnahme bei der Fernsehshow "Das Supertalent" zu bekommen. Foto: Christ

Nagold - In die Tanzgruppe Quiet Storm des Choreografen Steve Christ schaffen es nur die ambitioniertesten Tänzer der Region. Mit dem Ziel der großen Showbühne vor Augen trainieren die Jugendlichen hart. Mit der Teilnahme bei der Fernsehshow "Supertalent" kommt die Gruppe ihrem Traum ein Stück näher.

Vier bis fünf Stunden wöchentlich trainieren die Tänzer von "Quiet Storm" mit Steven Christ in der Tanzfabrik in Iselshausen. Die Anforderungen in der Gruppe sind hoch: "Man muss hart arbeiten, um etwas zu erreichen", betont Christ. Die Trainingsbesuche – jeden Sonntagnachmittag mehrere Stunden –­haben hohe Priorität, auch mit Blick auf Zuverlässigkeit. "Klar steht der Spaß ganz weit oben, aber du musst wissen, wohin du möchtest", meint der 47-Jährige. Wohin "Quiet Storm Street Dance Unity" – so der ausführliche Name der Tanzgruppe – als nächstes möchten, wissen die Tänzer ganz genau: Auf die Bühne der Fernsehshow "Das Supertalent".

Thema Gewalt gegen Kinder

Ende Mai stellte sich die Gruppe der Jury beim Casting in Nürnberg. Dieser präsentierten die Tänzer eine Choreografie, die Elemente von Hip Hop, Break Dance, Jazzdance und sogar Ballet vereint. "Ich mag die Herausforderung mit einer Mischung verschiedener Tanzstile eine Geschichte zu erzählen und dabei meinen eigenen Stil reinzubringen", so Christ, der die Choreografie für die Gruppe entwickelt hat. Die Gruppe behandelt in der Choreografie das Thema Gewalt gegen Kinder und, dass die Jugend gehört werden müsse. Die Musik dazu hat Christ, der auch als DJ arbeitet, selbst geschrieben. Beides Dinge, die bei der Jury gut angekommen sind. Bewusst hält Christ die Erwartungen an das Casting bei den Tänzern niedrig. "Da wird richtig ausgesiebt", weiß der Choreograf.

Mit dem Auftritt vor der Jury war er sehr zufrieden. "Ich war aufgeregter als die Crew", meint Christ lachend. "Sie zeigten sich sehr cool und professionell." Obwohl der Platz im Vorführungsraum recht begrenzt war für die ausgedehnte Choreografie, war die Stimmung recht entspannt.

"Die Jury war begeistert", freut sich Christ. Doch die Freude darf nicht zu Übermut werden. Aus Erfahrung weiß der Choreograf, dass auf Euphorie auch ein bitterer Fall folgen kann. Daher möchte er seine Schützlinge vor großen Enttäuschungen bewahren und sieht das Okay der Jury vielmehr als Ansporn. "Jetzt geben wir noch mal richtig Gas."

Sieger winkt ein Preisgeld von 100.000 Euro

Bevor "Quiet Storm" ihren Tanz im Fernsehen zeigen dürfen, steht vor allem für den Kopf der Gruppe eine Herausforderung an. Weil es die Regeln so verlangen, muss er die Choreografie von vier auf zweieinhalb Minuten kürzen. "In der Zeit ist es schwierig die Geschichte richtig zu erzählen", befürchtet er. "Da geht so viel verloren." Erst wenn die gekürzte Version von der Jury akzeptiert wurde, haben die Nagolder Tänzer die definitive Zusage für einen Auftritt auf der Fernsehbühne.

Das Ziel haben sich "Quiet Storm" wie gewohnt hoch gesetzt. Die Tanzgruppe nimmt teil, um die Show zu gewinnen. Dem Sieger winkt ein Preisgeld von 100.000 Euro. Damit möchte Christ, im Falle eines Sieges, die Führerscheine der jungen Tänzer bezahlen und eine Absicherung für die Tanzcrew schaffen. Aber in erster Linie gehe es nicht um das Geld, sondern um die Weiterentwicklung und den Ehrgeiz, den die jungen Tänzer in das Projekt stecken.

Insgesamt 15 Tänzer zählt die Tanzgruppe. Dabei unterscheidet Christ, der in den 1990er-Jahren vor allem als Choreograf von DJ Bobo und später von Marc Terenzi und den Horror Nights/Traumatica im Europapark, berufliche Erfolge feierte, nicht nach Alter. "Ich gehe nach Talent, da ist es egal, welches Alter jemand hat."

Die Förderung junger Talente liegt dem 47-Jährigen sehr am Herzen. Einige seiner Schützlinge arbeiten mittlerweile als Tänzer oder Tanzlehrer. Besonders stolz ist er derzeit auf die "Quiet-Storm-Mitglieder" Aileen Dürr und Stefanie Longo, die zum Tanzcast der Horror Nights/Traumatica im Europapark gehören.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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