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Nagold Nagolder Bier bald aus Alpirsbach

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»Auf die Zukunft!« Carl Glauner, Eugen und Hans-Martin Walz sowie Markus Schlör (von links) stoßen auf die Partnerschaft an. Unterdessen schreiten die Abrissarbeiten rund um die Anker-Brauerei schnell voran. Foto: Hofmann

Nagold/Alpirsbach - Die ehrgeizigen Pläne vom Neubau einer Brauerei im ING-Park sind endgültig vom Tisch. Die Walz-Brüder, Gesellschafter der Nagolder Anker-Brauerei, sehen ihre Brau-Zukunft in einer "strategischen Partnerschaft" mit der Alpirsbacher Klosterbrauerei.

Stadt benötigt das Gelände

"Strategische Partnerschaft" – mit diesem Begriff, den sowohl die Geschäftsführer von Alpirsbacher als auch die Anker-Chefs gestern im Pressegespräch immer wieder gern verwenden, will man wohl vor allem die treuen Bier-Kunden in Nagold nicht verschrecken. Dabei war spätestens seit Beginn dieses Jahres klar, dass sich im Hause Anker etwas verändern wird. Damals hatte die Brauerei ihr gesamtes Areal verkauft.

Gerade im Hinblick auf die Landesgartenschau im Jahr 2012 benötigte die Stadt das Gelände. Man wurde sich einig – zumal es der Anker-Brauerei am angestammten Firmensitz in der Stadtmitte schon seit mehreren Jahren zu eng wurde. "Wir platzen aus allen Nähten", erzählt Braumeister Hans-Martin Walz. Und nicht ohne Stolz fügt er hinzu, dass man Jahr um Jahr gewachsen sei – aktuell ist man bei sechs Prozent über dem Vorjahr.

Ab Frühjahr 2011 wird in der Kernstadt Nagolds kein Bier mehr gebraut

Mit dem Verkauf von Grund und Boden an die Kommunalentwicklung GmbH der Landesbank war bereits die räumliche Veränderung für die Anker-Brauerei besiegelt. Was lag also näher als ein Umzug ins moderne Nagolder Vorzeige-Industriegebiet auf dem Eisberg? Aber es kam anders: In den vergangenen Wochen rückten die Abrissbagger an. Die nicht mehr genutzten zwei Gasthäuser der Brauerei wurden abgerissen.

Nur die Produktionsstätte steht noch. Hier wird auch noch in den nächsten Monaten das Nagolder Anker-Bier gebraut. Die eigentlich erwartete Option, einen zügigen Neubau und Umzug auf die Gäu-Höhe, erfüllt die Familie Walz nicht. Stattdessen setzt man auf besagte "strategische Partnerschaft". Im Klartext bedeutet das: Ab Frühjahr 2011 wird in der Kernstadt Nagolds kein Bier mehr gebraut. Die Marke "Anker Brauerei" aber soll es weiterhin geben.

Walz wird Braumeister in Alpirsbach

Die Nagolder Brauerei, seit 130 Jahren im Besitz der Familie Walz, schlüpft unter das Dach der Alpirsbacher Klosterbräu GmbH. Gebraut wird das Nagolder Bier ab April in Alpirsbach – immerhin unter der Leitung des Nagolder Braumeisters Hans-Martin Walz. In Alpirsbach will er die Familientradition weiterführen. Dabei kauft die Alpirsbacher Brauerei auch die moderne Abfüllanlage für Bügelflaschen. Auch sie wird in den Kreis Freudenstadt umziehen. "Eine Anlage für Bügelflaschen haben wir noch nicht", so Geschäftsführer Markus Schlör.

Dass es in Nagold auch weiterhin Bier geben wird, dafür sorgt der zweite Walz-Bruder, Eugen. Die Nagolder Biere werden von ihm und mit Unterstützung eines regionalen Getränkegroßhändlers weiter unter der Marke "Anker-Brauerei Nagold" an Gastronomie, Handel, Vereine und Verbraucher vertrieben. Auch die Mitarbeiter werden von Eugen Walz weiter beschäftigt.

"Mit diesem Schritt haben wir den langfristigen Fortbestand der Nagolder Brautradition gesichert und uns gleichzeitig interessante berufliche und unternehmerische Perspektiven erschlossen", kommentiert Eugen Walz die Entscheidung. Sein Bruder Hans-Martin Walz gibt sich überzeugt: "Mit Alpirsbacher haben wir den Wunschpartner gefunden, der vor allem auf höchste Qualität bei der Auswahl der Rohstoffe und beim Brauprozess Wert legt."

Markus Schlör ist angetan vom guten Ruf der Anker-Brauerei: "Wir haben höchsten Respekt vor der Qualität der Anker-Biere. Die Brauerei hat gleichhohe Qualitätsansprüche wie wir." Carl Glauner, ebenfalls Geschäftsführer bei Alpirsbacher, versichert, dass Bier immer auch für ein Stück regionale Identität stehe. Will heißen: "Die Anker-Brauerei wird weiterhin den Veranstaltungen und den Vereinen in Nagold und Umgebung verbunden bleiben und natürlich auch die Anker-Hocketse mit dem Musikverein Gündringen fortsetzen."

 
 

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