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Nagold "Nagold war eine Geisterstadt"

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Petra vom Bovert, Christoph Leins und Nadine Günther (von links) lassen sich die Zuversicht nicht nehmen. Foto: Reimer Foto: Schwarzwälder Bote

Der Werbering blickt auf eine schwierige Zeit zurück. Die geplanten Großveranstaltungen wurden abgesagt, und zwischenzeitlich glich Nagold aufgrund des Lockdowns einer Geisterstadt. Umso größer ist nun der Tatendrang.

Nagold. Der Werbering blickt zufrieden auf die zweite Jahreshälfte des Jahres 2019 zurück. Nach der letzten Hauptversammlung im Juni habe man erfolgreiche Großveranstaltungen und Aktionen organisiert, wie beispielsweise den Urschelherbst oder die Lichternacht. "Umso bitterer, dass es in diesem Jahr keine Großveranstaltungen gibt", sagt Petra vom Bovert, stellvertretende Vorsitzende.

Motiviert sei man in das neue Jahr gestartet und habe mit Planungen, unter anderem für den Nagolder Frühling begonnen. "Doch dann kam Corona", erklärte Vorsitzender Christoph Leins. Alle Pläne fielen ins Wasser. Später kam sogar der Lockdown. "Da wird einem bewusst wie eine Stadt aussehen kann, wenn sie stirbt", so Leins. "Das war eine schlimme Zeit. Nagold war eine Geisterstadt."

Doch gerade in diesen Zeiten wollte man Präsenz zeigen. Mit Aktionen wie "Nagold bringt’s" oder "Nagold geht auf die Straße" konnte man den Kunden zeigen, dass man noch da ist und sich was für sie einfallen lässt. Letzteres war "ein Pilotprojekt, das noch ausbaufähig ist", wie Leins erklärt. Für den Winter plane der Werbering daher eine ähnliche Aktion.

Das Konzept kommt gut an

Auch die Nagolder Weihnachtskugeln werden zurückkehren. Dieses Jahr wird der Alte Turm die 2000 Kugeln zieren. Das Konzept der limitierten Sammelkollektion komme gut an und sorge für eine starke Nachfrage, sagte vom Bovert. Der Spendenerlös soll dieses Mal an den Kinderschutzbund gehen.

Für die Weihnachtszeit sind noch weitere Aktionen angedacht. An den Plänen hierfür wird noch gearbeitet. Die Aktionen sollen die besinnliche Zeit zumindest etwas verschönern. Denn coronabedingt muss neben den Großveranstaltungen dieses Jahr auch der Weihnachtsmarkt ausfallen. Die Eisbahn wird es diesen Winter ebenfalls nicht geben.

Auch die Mehrwertsteuersenkung wurde thematisiert. Diese habe nicht den von der Bundesregierung erhofften Erfolg gebracht. Der Kundenandrang sei dadurch nicht merklich gestiegen, was für Leins wenig überraschend ist. Einer Umfrage unter den Nagolder Geschäften zufolge geben viele die Senkung an die Kunden weiter, während einige den Gewinn einbehalten. Beschwerden gab es deswegen bisher nur wenige. "Die meisten interessiert das nicht", meinte Leins.

Mit Aussichten für das kommende Jahr hält sich der Vorstand noch zurück. "Wir arbeiten dran. Bis jetzt ist da noch nichts spruchreif", erklärte Leins.

Trotz der erschwerenden Umstände sehen die Innenstadtakteure auch einige positive Aspekte. Neben der Unterstützung vom City-Verein und der Stadt Nagold habe auch die Zusammenarbeit miteinander gut geklappt. "Alle Beteiligten haben sich zusammengerafft. Die kreativen Ideen haben den Menschen gezeigt, dass wir auch in diesen Zeiten für sie da sind", sagte Bärbel Reichert-Fehrenbach, stellvertretende Vorsitzende des Gewerbevereins. Es zeigte sich, wie wichtig es ist, vernetzt zu sein und miteinander zu agieren.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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