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Nagold Nach Blitzeinschlag: Feuerwehr muss zweimal ausrücken

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Die Einsatzkräfte montieren am Montagmorgen Teile der Photovoltaikanlage ab. Foto: Müller

Nagold - Ein Blitzeinschlag in ein Mehrfamilienhaus in Nagold hat am Sonntagabend zu einem Großbrand geführt. Montagfrüh, gegen 6 Uhr, rückte die Feuerwehr erneut zum selben Haus zur Brandbekämpfung aus.

Gegen 21.50 Uhr wurde am Sonntagabend die Freiwillige Feuerwehr Nagold zu einem offenen Dachstuhlbrand in der Emminger Straße gerufen. Als Ursache wird ein Blitzeinschlag in Kaminnähe vermutet. Als die ehrenamtlichen Rettungskräfte kurz darauf am Einsatzort eintrafen, konnten sich bereits alle Anwohner des Hauses in Sicherheit bringen.

Mit Wärmebildkamera kontrolliert

Der vordere Bereich des Dachstuhls brannte lichterloh, die Flammen waren am Nachthimmel sichtbar. Die Feuerwehren aus Emmingen und Gündringen waren zur Unterstützung am Einsatzort. Von der Drehleiter aus wurde die Brandbekämpfung mit einem B-Rohr vorgenommen, Atemschutzträger löschten den Brand von Innen. Insgesamt befanden sich sieben Trupps unter Atemschutz im Einsatz.

Nachdem der Brand gelöscht war, wurden die Wohnungen und das Dach mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Gegen 2 Uhr nachts war der Einsatz für die Feuerwehren beendet. Die meisten Bewohner konnten zurück in ihre Wohnungen. Die Familie der Dachgeschosswohnung wurde bei Verwandten untergebracht. "Durch das schnelle Eingreifen der Wehrleute konnten wir schlimmeren Schaden am Gebäude und am Eigentum der Bewohner verhindern", so der Einsatzleiter Stadtbrandmeister Thomas Reiff.

Photovoltaikanlage muss demontiert werden

Die Nachtruhe der ehrenamtlichen Helfer währte nicht lange. Um 5.58 Uhr meldeten Anwohner erneut einen Brand am selben Gebäude, die Feuerwehr rückte erneut aus. "Im Bereich des Dämmmaterials hat sich vermutlich noch Glut befunden, die sich dann zu Flammen entwickelt hat", erklärte Thomas Reiff das erneute Ausrücken. Zwar habe die Gruppe nachts das gesamte Dach mit Wärmebildkameras mehrmals auf mögliche Glutreste kontrolliert, doch das Glutnest sei nicht zu sehen gewesen.

Beim zweiten Einsatz in der Emminger Straße waren die Feuerwehren aus Nagold, Emmingen und Vollmaringen beschäftigt. Zusätzlich wurde die zweite Drehleiter der Altensteiger Feuerwehr mit acht Einsatzkräften angefordert.

Nach der Brandlöschung öffneten die Einsatzkräfte die Dachhaut des Hauses, entfernten das Dämmaterial und montierten Teile der beschädigten Photovoltaikanlage ab. Damit möchte die Feuerwehr auf Nummer sicher gehen, dass tatsächlich keine Glutreste mehr im Dachstuhl sind. Um 11.30 Uhr wurde das Gebäude den Eigentümern übergeben.

Die Feuerwehren aus Nagold waren nachts mit 61 Feuerwehrmännern und zehn Fahrzeugen an der Einsatzstelle, beim zweiten Brand am frühen Morgen mit 55 Einsatzkräften und elf Fahrzeugen. Die Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes Nagold-Wildberg mit drei Fahrzeugen und nachts mit elf, morgens mit sieben Einsatzkräften vor Ort. Das Deutsche Rote Kreuz richtete einen Sammelplatz zur Versorgung und medizinischen Betreuung der elf Bewohner ein. Verletzt wurde bei beiden Einsätzen niemand.

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