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Nagold Mobiles Grün für die neue Aktionsfläche

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Mit mobilen Blumenkübeln soll die Aktionsfläche am Longwyplatz aufgewertet werden. Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Eigentlich eine gute Sache: der Longwyplatz soll begrünt werden – zumindest in den Zeiten, in denen er nicht als "Aktionsfläche" genutzt wird. Im Technischen Ausschuss (TA) des Nagolder Gemeinderats gab’s trotzdem ein wenig Streit drüber. Wegen der Formalien.

Nagold. Denn, weil die Summen, um die es bei der "mobilen Begrünung des Longwyplatzes" – in der Tagesordnung hieß es noch falsch: "Ankerplatz", den gibt es aber nicht – eigentlich geht, ziemlich überschaubar sind, hatte die Verwaltung bei diesem Tagesordnungspunkt auf eine eigene Sitzungsvorlage verzichtet. Stattdessen trug Hagen Harwardt, Landschaftsarchitekt im Dienste der Stadtverwaltung, die verschiedenen, zur Auswahl stehenden Varianten einer möglichen Begrünung und Beschattung als Powerpoint-Präsentation direkt im TA vor – jeweils mit detaillierter Kostenberechnung.

Das reichte SPD-Fraktionssprecher Daniel Steinrode, damit einmal mehr der "Bad-Guy" im Gremium, so aber nicht. "Eine eigene Sitzungsvorlage" forderte er von der Verwaltung ein – um das Thema vorab auch fraktionsintern diskutieren zu können. Und einen anschließenden Entscheid erst in der nächsten Sitzung des Gesamtgemeinderats qualifiziert vornehmen zu können. Wofür er dann auch – auf leicht ungehaltenem Geheiß von Oberbürgermeister Jürgen Großmann hin – einen eigenen Antrag stellte. Diesen ließ der OB dann bei drei Ja-Stimmen mit der Nein-Mehrheit von CDU, FDP und FWV kurzerhand abbügeln. Diskussion beendet.

Ränder mit Sitzflächen

So wird es nun – so das Ergebnis der eigentlichen Abstimmung zum Thema mit dann umgekehrten Stimmenverhältnis – eine mobile Begrünung des Longwyplatzes geben, die sich aus zwei der vorgestellten Varianten zusammensetzt: Zum einen werden runde Pflanzkübel in verschiedenen Größen und Höhen angeschafft, in denen Büsche und auch Bäume für grüne und bunte Farbtupfer auf dem weiten, sonst offenen Platz am Nagold- und Waldachufer sorgen sollen; ergänzt um größere "grüne Inseln", der Variante zwei, die auf einen Grundriss von drei mal drei Metern mehr Einpflanzungen erlauben. Sowohl Pflanzkübel als auch die grünen Inseln bieten jeweils "Ränder", auf denen man sich auch mal hinsetzen und verweilen kann.

"Terror-Poller"

Nicht zum Zuge kam die dritte Idee mit sogenannten "Holzdecks", die neben der Bepflanzung großzügige Aufenthalts- und sogar Liegeflächen etwa zum Sonnenbaden bieten würden. Die wären vorzugsweise mit einer "Gras-Bepflanzung" zu kombinieren gewesen – die, gegenüber den beiden anderen Varianten, deutlich pflegeintensiver gewesen wäre. Was gleichbedeutend mit höheren Folgekosten ist. Hagen Harwardt wies auch darauf hin, dass gerade die Pflanzkübel auch noch einen "Mehrfachnutzen" mit sich brächten: da sie in Größe, Gewicht und Stabilität diesen entsprächen, könnte man sie auch als Ersatz für "Terror-Poller" einsetzen – also jene Betonblöcke, die (Fest-)Plätze vor Amokfahrten etwa mit Lkw verlässlich schützen sollen.

Dis Kosten für die mobile Begrünung werden sich irgendwo zwischen 28 000 Euro (Variante eins) und 37 000 Euro (Variante zwei) einpendeln. "Mobil" deshalb, weil der Longwyplatz in seiner Gesamtheit als Aktionsfläche etwa für die Eislaufbahn in der Weihnachtszeit erhalten "und bespielbar" bleiben soll. Aber es gebe doch auch große Phasen ohne Aktionen auf dem Platz, für die man die Aufenthaltsqualität auf dem Gelände mit den mobilen Pflanzkübeln und "grünen Inseln" aufwerten wolle.

Die Umsetzung der mobilen Bepflanzung solle jetzt umgehend in Angriff genommen werden, so der OB weiter – wobei man auch sehen wolle, wie die Maßnahme in der Realität wirkt, um gegebenenfalls auch noch mal nachzukorrigieren. "Größer und mehr machen, kann man immer."

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