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Nagold Lust zieht in Bundestagswahlkampf

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Philipp Jourdan (links) und Charlotte Michel-Biegel von Kreisverband Calw und Marc Vogt (Freudenstadt, rechts) geben dem Bundestagskandidaten der Grünen, Dietmar Lust, volle Rückendeckung, Foto: Kuhnert Foto: Schwarzwälder-Bote

Nordschwarzwald (ku). Die Kreisverbände Calw und Freudenstadt von Bündnis 90/Die Grünen haben bei einer gemeinsamen Klausurtagung im Nagolder Naturfreundehaus ihren Wahlkreis-Kandidaten zur Bundestagswahl gekürt. Dietmar Lust vom Kreisverband Freudenstadt wurde einstimmig zum Bundestagswahl-Kandidaten des Wahlkreises 280, Calw (Kreis Calw und Freudenstadt) gewählt.

Nach seiner Präsentation stellte sich Lust den Fragen der Mitglieder. Beide Kreisverbandsvorsitzenden – Philipp Jourdan (Calw) und Marc Vogt (Freudenstadt) – sicherten Dietmar Lust die volle Unterstützung im Wahlkampf zu.

Eine rege Diskussion zu den regional relevanten Themen wie der Struktur der Krankenhäuser oder bildungspolitischen Grundausrichtungen schloss sich an. Verkehr und Mobilität standen ebenso auf der Agenda. Im Grundsatz waren sich alle Teilnehmer darüber einig, dass der straßenbauliche Erhalt Vorrang vor neuen Verkehrsprojekten genießen müsse und solche auch nur dann angeschoben werden sollten, wenn deren Finanzierung bis zur kompletten Fertigstellung schon vorab gesichert sei. Dass die Rolle des ÖPNV in diesem Bereich erheblich gestärkt werden muss, steht für die Grünen der Region ebenso außer Frage.

In der anschließenden öffentlichen Diskussion zum Thema Nationalpark Nordschwarzwald gab der Landtagsabgeordnete Bernd Murschel zuerst einen kurzen Einblick in das Verfahren, insbesondere in die bereits erfolgten Schritte der Bürgerbeteiligung. Er betonte, dass noch nichts entschieden werde, bevor das durch die Landesregierung beauftragte Gutachten nicht veröffentlicht und ausgewertet sei.

Andreas Kubesch aus Neubulach, gelernter Förster, Energieholzunternehmer und grünes Mitglied, legte danach seine Bedenken zum Nationalpark dar. Er bezweifelte, ob das geplante Konzept tatsächlich zur gewünschten Artenvielfalt führen werde, da kein kompakter Flächenzuschnitt möglich sei. Kubesch stellte zudem infrage, ob die Landschaft entlang der Schwarzwaldhochstraße tatsächlich noch mehr Tourismus ertragen könne und plädierte alternativ für die Ausweisung weiterer Bannwald- Einzelflächen.

Thomas Friz und Christian Köppel, ebenfalls grüne Vertreter aus dem Murgtal und Sprecher des Freundeskreis "Pro Nationalpark", entgegneten ihre Argumente für das geplante Projekt. Erfahrungen mit sich selbst überlassenen Kahlflächen des Sturmes "Lothar" zeigten durchaus, dass bedrohte Tierarten wieder neue Populationen entwickeln würden, wenn ihnen genug Totholz zur Verfügung stehen würde. Thomas Friz betonte auch, dass man beim sogenannten Entwicklungsnationalpark 30 Jahre Zeit habe, um negative Begleiterscheinungen, wie Borkenkäferausbreitung und Umsatzeinbußen lokaler Sägewerke, zu vermeiden.

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