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Nagold Lebenshilfe investiert 1,3 Millionen Euro

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Froh ist man bei der Nagolder Lebenshilfe, über den Startschuss zum Neubau. Foto: Priestersbach

Nagold - Angekündigt war eigentlich ein Spatenstich, aber dann wurde daraus sogar ein Baggerbiss. Doch für die Lebenshilfe Oberes Nagoldtal war es vor allem wichtig, dass damit jetzt der offizielle Startschuss für den Neubau auf der Scholderwiese gefallen ist.

Es war also kein Wunder, dass der im Vorstand der Lebenshilfe für das Neubauvorhaben zuständige Matthias Köhler von einem "wichtigen Leuchtturm-Projekt für Menschen mit Handicap" sprach. Für Oberbürgermeister Jürgen Großmann machte dieser Tag "Mut zur Zukunft", denn im künftigen Ort der Begegnung sieht er vor allem einen weiteren Beweis für den Nagolder Bürgersinn. Gleichzeitig erinnerte der Rathauschef daran, dass Stadtverwaltung und Gemeinderat auf der Scholderwiese eigentlich ganz andere Pläne hatten, die dann aber zu Gunsten der Lebenshilfe aufgegeben wurden. Mit Blick auf weitere soziale Gemeinschaftsaufgaben machte der OB deutlich: "Wir wollen auch eine soziale Stadt sein". Sein besonderes Lob galt jetzt aber natürlich dem ehrgeizigen Projekt der Lebenshilfe, "das von vielen ehrenamtlichen Schultern getragen wird" – und die mit vorbildlichem Engagement.

Zuvor hatte Rolf Dietz als Vorsitzender der Lebenshilfe die Kündigung der bisher genutzten Räume in Erinnerung gerufen, der die ergebnislose Suche nach einem geeigneten Domizil folgte. Doch dann sorgte eine Erbschaft über 400.000 Euro für neue Perspektiven. Zwischenzeitlich haben die Aktion Mensch und zahlreiche Spender aus der Region der Lebenshilfe geholfen, ihr großes Ziel zu verwirklichen. Nach wie vor ist die Lebenshilfe aber auf Spenden für die Realisierung angewiesen.

Richtfest noch in diesem Jahr

Wie Matthias Köhler und Architekt Andreas Kampert erläuterten, wird auf der Scholderwiese ein zweigeschossiger Bau mit Pultdach entstehen. Zunächst stehen jetzt Erschließungsarbeiten an Straße und Grundstück an, und wenn alles nach Plan läuft, soll noch in diesem Jahr das Richtfest gefeiert werden. Ende 2016 ist dann die Fertigstellung vorgesehen. Insgesamt werden rund 1,3 Millionen Euro in das neue Domizil der Lebenshilfe investiert.

Vor 35 Jahren war Horst Lipinski einer der ersten Zivildienstleistenden bei der Lebenshilfe – jetzt sprach er als Abteilungsleiter für die Sozialen Dienste im Landratsamt Calw von einem tollen Tag und betonte: "Es ist erfreulich, dass die Lebenshilfe ihre Arbeit weiter ausbauen und Menschen mit Behinderung Perspektiven aufzeigen kann." Dekan Holger Winterholer freute sich, dass hier nun "ein neuer Lebensort für die Lebenshilfe entsteht".

Zur gelebten Inklusion wurde anschließend der Baggerbiss, der gemeinsam von Frank Hörmann von der ausführenden Firma Strohäker und Anton Spatschek vorgenommen wurde. Musikalisch wurde der offizielle Baubeginn vom Musikverein "Lyra" Iselshausen umrahmt – der an gleicher Stelle einst seine legendäre Sichelhenke feierte. Die Bewirtung der zahlreichen Teilnehmer hatte die Iselshauser Dorfgemeinschaft übernommen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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