Die exquisite Lage am Krautbühlpark ist als Wohnort heiß begehrt. Investitionskosten von zwölf Millionen Euro.
Nagold - Es ist mit rund zwölf Millionen Euro Investitionskosten eines der größten Bauprojekte in Nagold, ohne dass großes Aufhebens darum gemacht wurde. Kein Spatenstich, keine Eröffnungsrede. Dabei galt es als eines der Prestigeprojekte zur Landesgartenschau.
Wohnen in exquisiter Lage direkt am Krautbühlpark mit Blick auf den Kleb und den Schlossberg: Diese neue Stadtkante aus fünf kubistischen Mehrfamilienhäusern zwischen den bestehenden Gebäuden in der Freudenstädter Straße und dem Park mit seinen Gärten und Brunnen gehörte zum Plan von Gartenschau-Architekt Stefan Fromm, wurde aber zum Nagolder Jahrhundertereignis nicht realisiert. Die ursprüngliche europaweite Ausschreibung des Projekts brachte offenbar nicht das gewünschte Ergebnis, es wurde neu ausgeschrieben – und statt der Bautrupps rückten im April vergangenen Jahres die Caterer auf das 3000 Quadratmeter große Areal, das während der Landesgartenschau als Gelände für ein Festzelt diente.
Anfang dieses Jahres fiel schließlich der Startschuss zum Millionenprojekt. Die Firmen Prebau und Markant-Bau hoben als erste von den fünf Bauträgern, darunter namhafte Nagolder Bürger, die Baugruben aus.
Jedes der fünf Häuser wurde von einem anderen Architekten entworfen und hat damit seine eigene, individuelle Handschrift. Gemeinsam ist allen fünf Häusern die Höhe von vier Geschossen. In der obersten Etagen thront jeweils eine Penthouse-Wohnung.
Claus Frey, Chef von Markant-Bau, musste nicht groß die Werbetrommel rühren, um die sieben Wohnungen in seinem 2,3 Millionen Euro teuren Haus an den Mann zu bringen. Schon Monate, bevor mit dem Bau überhaupt begonnen wurde, waren alle Wohnungen verkauft. Wie auch bei den anderen Projekten, die Frey in den 14 Jahren als Bauträger realisiert hat, bestätigte sich auch bei diesem Projekt "Wohnen an der Gartenschau": "Die Lage ist das Wichtigste." Nach seinen Informationen ist von den anderen vier Bauherren nur noch eine Wohnung auf dem freien Markt zu haben. Das Klientel, das, sich solche exquisite Randlagen als Wohnort sicherte, ist gemischt "zwischen 40 und 60 Jahren". Dafür zahlten sie auch bisweilen mehr als 3000 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Der Schnitt liegt in Nagold bei 2500 Euro.
Alle fünf Häuser sind mit einer eigenen Tiefgarage ausgestattet. Und auch hier fällt eines auf: Viele Ehepaare ziehen hier ein, benötigen aber nur einen Stellplatz, weil sie ganz bewusst auf ein zweites Auto verzichten wollen. Ende des Jahres sollen die ersten Häuser bezugsfertig sein.