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Nagold Kran kippt: Arbeiter springt in Baugrube

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In bedenkliche Schieflage geriet gestern morgen ein Kran auf einer Baustelle in der Nagolder Innenstadt. Ein Bauarbeiter wurde dabei verletzt. Foto: Schwarzwälder-Bote

Nagold - Glück im Unglück hatte ein 40-jähriger Bauarbeiter gestern morgen: Etwa zwei Meter tief sprang er in eine Baugrube, um der Ladung eines kippenden Krans auszuweichen, brach sich dabei allerdings das Bein. Kurz nach acht gingen die Bauarbeiter in der Calwer Straße wie gewohnt ihrer Arbeit nach. Mit Hilfe des dort aufgebauten Krans wollte der Kranführer zwei Paletten Stahlsprieße in die Baugrube hinab lassen, als der Kran plötzlich Übergewicht bekam und vorn über zu kippen drohte. Im Bereich der Ladung war gerade sein 40-jähriger Kollege mit Schalungsarbeiten beschäftigt, als Warnrufe an sein Ohr dringen.

Gerade noch rechtzeitig erkennt er die drohende Gefahr und springt etwa zwei Meter tief in die Baugrube, um dort Schutz vor der Ladung zu suchen. Bei diesem Sprung knickte er allerdings um und brach sich das Bein.

Schlitten war überladen

Polizei, Notarzt und die Freiwillige Feuerwehr Nagold waren sofort vor Ort. Der verletzte Bauarbeiter wurde zunächst notärztlich versorgt, dann mit der Drehleiter der Feuerwehr gerettet und ins Krankenhaus zur weiteren Versorgung gebracht. Weitere Verletzte gab es nicht, der Stahlriese konnte von einem Krantechniker gesichert und wieder aufgerichtet werden.

Die Ursache für den Unfall lag wohl in der Beladung des Krans: Zugelassen war der Auslagerungsschlitten, an welchem das Gewicht aufgehängt und bewegt wird, für knapp eine Tonne Gewicht, die Stahlsprieße wogen aber knapp zwei Tonnen. Die Polizei vermutet daher eine Überladung und fehlende Sicherung des Auslagerungsvorrichtung als Grund für den Beinahe-Umsturz, so Ralf Minet, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe.

Die Ermittlungen wegen technischer Mängel laufen derzeit noch. Auch ob der Kranführer den Unfall verschuldet hat, muss noch geklärt werden.

Der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft Tübingen übergeben, welche nun entscheiden muss, ob gegen den Kranführer wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt werden soll.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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