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Nagold Kläranlage des Abwasserzweckverbandes wird erweitert

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Die Kläranlage des AZV erhält unter anderem einen neuen Sand- und Fettfang. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Nagold. Der Abwasserzweckverband Nagold (AZV) hat einen Landeszuschuss in Höhe von 861 700 Euro für den Neubau der Rechen-, Sand/Fettanlage auf der Verbandskläranlage in Nagold erhalten. Diese erste Maßnahme mit Investitionskosten von rund 3,3 Millionen Euro sei laut Mitteilung notwendig, um die Kläranlage an die tatsächlichen Belastungen und hydraulischen Anforderungen anzupassen.

Einzugsgebiet erweitert

Regierungspräsidentin Nicolette Kressl freut sich über die Förderung: "Mit den Investitionen des Abwasserzweckverbandes wird das hohe Niveau der Abwasserreinigung auf der Verbandskläranlage weiterhin gesichert."

Umweltminister Franz Untersteller sagte anlässlich der Förderzusage des Landes: "Maßnahmen wie in Nagold sorgen für eine moderne Abwasserbeseitigung, die die Qualität unserer Flüsse, Seen und Bäche in Baden-Württemberg weiter verbessern. Daher stellt das Land den Städten und Gemeinden dieses Jahr hierfür fast 62 Millionen Euro zur Verfügung."

Die Kläranlage des Abwasserzweckverbandes besteht in ihren Grundzügen seit 1972. Im Laufe der Zeit ist das Einzugsgebiet des Zweckverbandes erheblich gewachsen. Nach der Stilllegung der Kläranlage Haiterbach wurden auch die Kläranlagen Emmingen, Rotfelden und Altheim zugunsten eines Anschlusses an die Verbandskläranlage Nagold stillgelegt. Mit dem Anschluss von Haiterbach war bereits eine Erweiterung der Kläranlage des AZV Nagold geplant.

Durch die Verbesserungen im Bereich Belüftung und Denitrifikation konnte man zunächst den ordnungsgemäßen Betrieb aufrechterhalten. Die steigenden hydraulischen und biologischen Belastungen führen jedoch mittlerweile zu großen Problemen. Der bestehende Sand- und Fettfang ist nach heutigen Bemessungsansätzen deutlich zu klein, um die Sand- und Fettanteile zuverlässig aus dem Abwasser zu entfernen. Die bisherige einstraßige Rechenanlage mit einer Stabweite von zehn Millimetern ist ebenfalls hydraulisch überlastet. Die nun vorliegende Planung für den ersten Bauabschnitt sieht den Bau einer zweistraßigen Rechenanlage mit einem Stababstand von sechs Millimetern vor. Ergänzend kann der Neubau eines kombinierten Langsandfangs mit Fettabscheider in einem alten Vorklärbecken erstellt werden.

Regenüberlaufbecken

Im zweiten Bauabschnitt ist der Bau des letzten fehlenden Regenüberlaufbeckens (RÜB) vor der Kläranlage geplant, um auch den gestiegenen Anforderungen an die Regenwasserbehandlung gerecht zu werden. Hierfür sind rund 1,8 Millionen Euro veranschlagt. Mit dem Bau des RÜB wird frühestens Ende 2019 begonnen werden.

 
 

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