Auf der Suche nach jungen Forschertalenten: Jürgen Stepper, Wettbewerbsleiter der Region Nordschwarzwald, und die Patenbeauftragte der Stadt Nagold, Barbara Renz. Foto: Reutter

»Bring frischen Wind in die Wissenschaft!«: Teilnehmer für »Jugend forscht « gesucht.

Nagold - »Bring frischen Wind in die Wissenschaft!« heißt es auf dem Werbeplakat zu »Jugend forscht 2011«. Der Wettbewerbsleiter der Region Nordschwarzwald, Jürgen Stepper, hofft darauf, dass viele Jugendliche dieser Aufforderung Folge leisten und mit Motivation und Wissensdurst sich den Naturwissenschaften zuwenden.

Er hat allen Grund zum Optimismus: Die Teilnehmerzahlen steigen jährlich, so dass im vergangenen Jahr mit bundesweit über 10 100 forschungswilligen Schülern, Studenten und Azubis ein neuer Rekord erzielt wurde. »Es bringt Freude, mit den Jugendlichen wissenschaftlich zu arbeiten. ›Jugend forscht‹ bietet ihnen die einzigartige Möglichkeit, sich individuell zu entfalten und Grenzen auszutesten.

Dabei stoßen wir immer wieder auf große Talente«, erzählt Stepper begeistert. So sei Thomas Nesch (Haigerloch), Bundessieger von 2008 im Bereich Technik, im Jahr darauf sogar zum internationalen Sieger des Wettbewerbs für Nachwuchsforscher gekürt worden. Seine Erfindung, ein Sensor mit dem man Flüssigkeitsverluste an Schläuchen von Lackierrobotern aufspüren kann, werde nun von seinem Arbeitgeber weltweit eingesetzt.

Sieben Fachbereiche

Nun beginnt die Suche nach talentierten Nachwuchsforschern also aufs Neue: In sieben Fachbereichen können sich Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren bis zum 30. November im Internet anmelden, unter Angabe des Themas und einer kurzen Beschreibung des Projektes. Im Januar 2011 wird eine schriftliche Ausarbeitung gefordert und am 24./25. Februar findet die Ausstellung der Projekte mit Jurierung und anschließender Siegerehrung statt.

Stepper ist ständig auf der Suche nach professionellen Betreuern der jungen Forscher, denn ohne das unermüdliche Engagement von Fachleuten sei die Durchführung der Forschungsprojekte nicht möglich. Daher soll das Interesse und die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, besonders gefördert werden: Ausbilder und Lehrer bekommen am 24. Februar, dem nicht öffentlichen Tag des Wettbewerbes, die Möglichkeit, »Jugend forscht« näher kennenzulernen.

In kleinen Gruppen können sie an der Präsentation der Projekte teilhaben und in direkten Kontakt mit den Teilnehmern treten. Barbara Renz, Patenbeauftragte der Stadt Nagold, verantwortlich für Organisation, Vorbereitung und Durchführung des Regionalwettbewerbs »Jugend forscht«, unterstützt Stepper in allen Bereichen. »Wir brauchen technischen Nachwuchs«, darin sind sie sich einig.

Weitere Informationen:

www.jugend-forscht.de