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Nagold Jetzt gibt’s Schulsozialarbeit für alle

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Die neue Schulsozialarbeiterin Johanna Seeger (Zweite von links) im Kreis ihrer Kolleginnen Lara Schuld (links), Steffi Herrmann und Jacqueline Saile (rechts). Foto: Youz Foto: Schwarzwälder Bote

Der Kreis ist geschlossen: Seit diesem Schuljahr gibt es an allen Nagolder Schulen das Angebot der Schulsozialarbeit. Die neueste Mitarbeiterin im Team: Johanna Seeger. Sie betreut die Grundschulen im Süden.

Nagold. In Nagolds Zellerschule ist Schulsozialarbeit bereits ein alter Hut. Seit dem Jahr 2002 leistet dort Thomas Jörlitschka gute Arbeit. Die Anfänge gehen sogar bis ins Jahr 1999 zurück, damals mit Rolf Bauer. Das Nagolder Jugendhaus Youz betrat 1999 mit dem Angebot der Schulsozialarbeit ein ganz neues Arbeitsfeld. Heute ist Schulsozialarbeit eine der Kernkompetenzen des Youz. 4,5 Stellen umfasst der Bereich. Denn nach jahrelangen Diskussionen, Debatten und Förderanträgen gesellte sich mit der Zeit eine Schule nach der anderen dazu. Auch Grundschulen kommen mittlerweile in den Genuss professioneller Schulsozialarbeit. Mit Vollmaringen und Hochdorf sind nun die letzten zwei Schulen Nagolds dazugekommen. Johanna Seeger leistet dort die Schulsozialarbeit. Zudem betreut sie die Grundschule in Iselshausen.

"Wir tauschen uns viel aus"

Seeger ist damit die fünfte Schulsozialarbeiterin, die aktuell über das Jugendhaus als Träger beschäftigt ist. Das OHG liegt in den Händen von Steffi Hermann, an der Zellerschule arbeitet Thomas Jörlitschka, Jacqueline Saile ist an der Burgschule sowie an der Wiestalschule in Emmingen und im Kernen tätig. Lara Schuld kümmert sich um die Lembergschule. Und die neueste im Bunde ist eben Johanna Seeger. Zur Vollständigkeit: Am Berufsschulzentrum wird die Sozialarbeit über den Kreis abgedeckt und an der Christiane-Herzog-Realschule über die evangelische Kirche.

Johanna Seeger jedenfalls fühlt sich im Youz-Team rundum wohl. Sie ist voll des Lobes für die gute Aufnahme und das gute Miteinander aller Schulsozialarbeiter. "Wir tauschen uns viel aus", erklärt sie. Nicht nur bei der wöchentlichen Team-Sitzung. Auch sonst nehme sich jeder Zeit für die Anliegen des anderen.

An ihren Schulen hat sie sich in den ersten Wochen erstmal richtig bekannt gemacht. "Ich war überall dabei", erzählt sie. Von der Einschulungsfeier bis zum Elternabend, von der Pausenaufsicht bis zum Plausch im Lehrerzimmer – die neue Schulsozialarbeiterin zeigte in allen drei Schulen möglichst viel Präsenz.

In der Region kennt sich Johanna Seeger eh bestens aus. 1988 geboren und in Ebhausen aufgewachsen, machte sie vor elf Jahren am Otto-Hahn-Gymnasium in Nagold ihr Abitur. Sie absolvierte eine Ausbildung als Jugend- und Heimerzieherin und studierte anschließend Soziale Arbeit. In den vergangenen vier Jahren war sie beim Jugendamt in Calw beschäftigt. Eher zufällig sei sie auf die Stelle beim Youz gestoßen. Und da sie es für an der Zeit hielt, etwas Neues zu beginnen ("Die Breite ist ja das Reizvolle an der Sozialen Arbeit"), bewarb sie sich kurzerhand.

Dabei kannte sie das Youz bereits, ab und an war sie früher auch schon als Besucherin im Jugendhaus, vor allem aber war sie bereits in jungen Jahren Betreuerin bei der Sommerfreizeit Daxburg und war auch schon als Schülerin bei der Hausaufgabenbetreuung im Jugendhaus aktiv. In der Region fühlt sie sich eh pudelwohl. "Mir gefällt’s hier", sagt sie. Also kam ein neuer Job außerhalb des Kreises für sie nicht wirklich in Frage.

Während Johanna Seeger in Iselshausen an einer Schule tätig ist, in der es bis dato schon Schulsozialarbeit gab, betritt sie in Hochdorf und in Vollmaringen Neuland. Umso mehr freut sie sich, wie offen man ihr dort begegne. "Schon in der ersten Woche kamen die ersten Schüler und auch Eltern mit Anliegen auf mich zu", berichtet sie. Dabei ist ihr und auch dem Youz bei der Schulsozialarbeit der präventive Ansatz wichtig. "Die Schüler lernen in dieser Zeit nicht nur Rechnen und Lesen, sondern auch den Umgang miteinander", sagt Johanna Seeger. "Wie kommuniziere ich gewaltfrei" – auch das sei ein Thema. Ein zweiter großer Part sei das Thema Medien. Der richtige Umgang mit Handy und Co – und natürlich auch die Hinweise auf die Gefahren. Auch das leistet mittlerweile die Schulsozialarbeit. Johanna Seeger ist überzeugt – mit der Schulsozialarbeit schon in jungen Jahren könne man vielen Dingen vorbeugen. "Da muss nicht erst was passieren."

Das kann Youz-Geschäftsführer Gerd Hufschmidt nur bestätigen. "Die Gesellschaft ist vielfältiger geworden", sagt er. "Wie gehen wir miteinander um. Das ist ein ganz großes Thema", so Hufschmidt. Der freut sich natürlich, dass mit Johanna Seeger ein weiterer Profi im Schulsozialarbeiter-Team angekommen ist. Ein Profi, der zudem durch seine Arbeitserfahrung beim Jugendamt Calw auch jede Menge Knowhow für das gesamte Youz-Team mitbringt. Und für die Stadt Nagold hat er ein Sonderlob übrig: Dass in allen Schulen einer Stadt Schulsozialarbeit angeboten werde, das sei nicht selbstverständlich. Doch besser geht immer: Als "nicht optimal" empfindet Hufschmidt zum Beispiel, dass sich Johanna Seeger um drei Schulen kümmern muss. "Das ist eigentlich zu viel..." Doch dann ist er ganz schnell wieder beim Loben: "Sagen wir’s mal so: Das ist ein sehr guter erster Schritt."

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