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Nagold "In Nagold fühle ich mich sauwohl"

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Unser Autor erfuhr bei einer Klebrunde mit Rafael Beier (links) allerlei Interessantes über den Leiter des Nagolder Hoch- und Tiefbauamtes.Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Spiele sind nur was für Kinder? Von wegen! Rafael Beier ist ein richtiger Spielefreund. Er steht auf Spiele aller Art: Kartenspiele, Brettspiele, aber auch Computerspiele. Seit Jahren ist er auch auf Spielemessen unterwegs, auch mit seinem Sohn.

Nagold. Um sich fit zu halten, geht Beier regelmäßig joggen, fährt gerne Fahrrad, spielt Volleyball und zieht sich immer wieder gerne seine Laufschuhe an. Rafael Beier liest in seiner Freizeit aber auch ganz gerne. Dabei kann es ruhig in Richtung Science-Fiction und Fantasy gehen. Auch gerne etwas schauriger. So gehört der amerikanische Schriftsteller Howard Phillips Lovecraft, der für seine phantastischen Horrorgeschichten bekannt ist, zu den Lieblingsautoren Beiers.

Seit mittlerweile 36 Jahren ist er in der Theatergruppe "Schönaicher Guckkasten" aktiv. Jede Woche probt die Gruppe einmal in Schönaich bei Böblingen, wo Rafael Beier aufgewachsen ist. Auch in Nagold trat die Theatergruppe aus Schönaich schon auf, als sie 2012 bei der Eröffnung der Landesgartenschau in der stimmungsvollen Atmosphäre der Burgruine Hohennagold das Stück "Zum Teufel mit Faust", eine von den Woesner Brothers abgewandelte Version des Goethe-Klassikers "Faust", aufführten.

Raffael Beier hat ursprünglich Zimmermann gelernt, ehe er in Stuttgart Bauingenieurwesen studierte. Dann arbeitete er eine Zeit lang für ein Ingenieurbüro in Walddorfhäslach bei Tübingen.

Die Entscheidung im nächsten Schritt nach Nagold zu kommen sei damals "ein ganz bewusster Schritt gewesen", sagt Rafael Beier. "Die Bandbreite an Aufgaben in Nagold ist sehr vielfältig", erzählt der gebürtige Sindelfinger. Und das merkte er schon im Jahr 2000, als es ihn vor 20 Jahren nach Nagold gezogen hat. "Es gab hier schon damals wahnsinnig viele Sachen. Die Brücken, die Tunnel, die Straßen", begründet Beier seinen Arbeitsortwechsel.

Und es ist auch heute noch "das breite Spektrum an Aufgaben", das sein Interesse immer wieder weckt und fesselt – von den Sanierungsvorhaben an der Zellerschule und am Otto-Hahn-Gymnasium über die Sanierung der Weingartenstraße am Nagolder Galgenberg bis hin zur Schaffung neuer Parkmöglichkeiten in der Stadt. Und da gibt es noch den "normalen Unterhalt, der nicht zu unterschätzen ist".

Als er seine Arbeit in Nagold aufnahm, lebte er noch weiterhin in Schönaich und pendelte hin und her. Nagold hat ihn aber so sehr beeindruckt, dass er irgendwann auch seinen Wohnsitz nach hierhin verlegte. Nach einem einjährigen Intermezzo in Karlsruhe zog er dann wieder nach Nagold.

Zwei Vertraute ausgesucht

Und in Nagold hat er sich zwischenzeitlich schon richtig eingelebt. "Der Kleb ist für mich ein sehr spezieller Ort", sagt Rafael Beier. Auch die Innenstadt vermittle in den letzten Jahren ein immer angenehmer werdendes Flair. "Die Innenstadt wird immer attraktiver, immer grüner und immer mobiler", meint der Amtsleiter und resümiert: "In Nagold fühle ich mich sauwohl. Ich will hier bleiben – am liebsten bis ins Rentenalter."

Seit Oktober vergangenen Jahres leitet Rafael Beier das städtische Hoch- und Tiefbauamt. Zuvor hatte er bereits während der Landesgartenschau interimsweise das Amt vier Jahre lang bekleidet. Als Richard Kuon dann wieder die Leitung des Hoch- und Tiefbauamtes übernahm, war es für Beier "eine Selbstverständlichkeit" wieder den stellvertretenden Posten zu übernehmen.

Für Richard Kuon, der ihn seinerzeit auch eingestellt hatte, kann Rafael Beier nicht genug lobende Worte finden: "Sobald man Hilfe braucht, steht er da wie eine Eins", sagt der Beier über Kuon. Die Zusammenarbeit mit Richard Kuon habe stets "auf Augenhöhe" stattgefunden. "Wir haben uns immer abgesprochen und abgestimmt."

"Es war aber schon auch immer mein Ziel und mein Traum, eines Tages das Hoch- und Tiefbauamt zu leiten", gesteht Rafael Beier. "Ein Amt zu leiten, das ist schon etwas anderes", meint Rafael Beier. "Als Amtsleiter bin ich für die Verantwortung, Sorgen und Nöte aller Mitarbeiter aus allen Bereichen verantwortlich", Bis Oktober vergangenen Jahres in der zweiten Reihe gewesen zu sein, "das war für mich allerdings nie ein Problem", so Beier.

Was ihm an der Arbeit in Nagold besonders gut gefällt, ist neben der Vielfältigkeit der zu bewältigenden Aufgaben der Zusammenhalt im Rathaus: "Hier arbeiten alle miteinander, anstatt dass jeder sein eigenes Süppchen kocht", sagt der Leiter des Hoch- und Tiefbauamtes. "So haben sich im Laufe der Jahre tiefe Freundschaften hier in Nagold entwickelt", bemerkt Beier. Auch die Zusammenarbeit mit den Baufirmen, Einzelhändlern und Ingenieur-Büros ließe nicht zu wünschen übrig.

Darüber hinaus ist Beier seit etwa sechs Jahren Personalratsvorsitzender der Stadtverwaltung. Als er sich für die Stelle als Leiter des Hoch- und Tiefbauamtes beworben hatte, war auch seine Tätigkeit als Personalratsvorsitzender ein Thema.

Dass zwischen den beiden Funktionen als Amtsleiter einerseits und Personalratsvorsitzender andererseits ein gewisses Konfliktpotenzial vorhanden sein könnte, darüber war er sich bewusst und sprach das Thema bei seinem Bewerbungsgespräch von sich aus offen an.

Nach gründlicher Überlegung hat er sich dann aber dazu entschlossen, als Personalratsvorsitzender weiterzumachen und will es noch weitere vier Jahre bis zum Ende der Legislaturperiode tun.

Um sicherzugehen, dass er die Trennung zwischen den unterschiedlichen Aufgaben als Amtsleiter und Personalratsvorsitzender einhalten kann, hat Rafael Beier sich im Gremium des Personalrats zwei Vertraute ausgesucht, die als "eine Art Notbremse" fungieren sollen: "Sobald die beiden Vertrauten das Gefühl haben, dass ich die Trennung zwischen den beiden Funktionen nicht hinbekomme, höre ich als Personalratsvorsitzender auf", betont Beier.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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