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Nagold Hunger auf "analoge Begegnung"

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An den Schulen in Nagold steht am Montag der Schulanfang unter Corona-Bedingungen an – natürlich auch am OHG (im Bild vorne).Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Ein Wiedersehen nach langer Zeit. Erstmals seit der Schließung Mitte März dürfen alle Schüler des OHG wieder am Präsenzunterricht teilnehmen. Doch wegen Corona steht ihnen und den Lehrern ein außergewöhnliches Schuljahr bevor.

Nagold. "Der Hunger auf analoge Begegnung ist groß", sagt Schulleiter Ulrich Hamann und lacht. Zum Ende des vergangenen Schuljahres wurde viel auf digitalen Fernunterricht gesetzt. "Nach dieser langen Zeit lernt man es zu schätzen, sich wieder zu sehen und auch das Chaos eines Schulalltags wieder zu erleben." Abteilungsleiter Ralf Bieg spricht von einer "allseitigen Freude" über den Schulbeginn. Als nach den Pfingstferien ein Teil der Schüler wieder zum Präsenzunterricht kam, habe man bereits diese Erfahrung gemacht.

Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht ist eine von den Eltern unterzeichnete Erklärung. In dieser müssen Eltern versichern, dass ihr Kind keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung aufweist, in den letzten 14 Tagen keinen Kontakt zu einer infizierten Person hatte und in dieser Zeit in keinem Risikogebiet war. Diese Erklärung muss am ersten Schultag mitgebracht werden. Das ist die Vorgabe des Kultusministeriums, erklärt Matthias Flury, ebenfalls Abteilungsleiter. Wer ohne diese Erklärung erscheint, wird wieder nach Hause geschickt. Sollte einer der genannten Ausschlussgründe auftreten, sind Eltern verpflichtet, die Schule zu informieren und ihr Kind nicht zum Unterricht zu schicken.

Für diejenigen die zur Schule dürfen, erschweren die Corona-Regeln das Wiedersehen mit den anderen Schülern. Die Schulleitung versucht, Kontakt zwischen verschiedenen Klassenstufen zu verhindern. So gibt es versetzte Unterrichts- und Pausenzeiten. Die Schulleitung hat die Schüler angewiesen, in den Pausen sich auf dem gesamten Schulgelände zu verteilen. "Wir versuchen die Schülerschaft so weit wie möglich auseinanderzuziehen", so Bieg. Bei etwa 1100 Schülern ist das kein leichtes Unterfangen und wird durch die noch laufenden Bauarbeiten zusätzlich erschwert.

Dass das für die Schüler ein großer Einschnitt ist, weiß auch die Schulleitung. "Für die Schüler ist es ein wichtiger Bestandteil des Schullebens, sich mit ihren Freunden zu treffen. Wir müssen leider versuchen, das zu verhindern", erklärt Flury.

Ab Montag gilt die neue Corona-Schulverordnung des Landes. Diese schreibt eine generelle Maskenpflicht auf dem gesamten Schulgelände vor. Ausgenommen hiervon sind lediglich die Unterrichtsräume. Dafür muss zwischen den Schülern untereinander sowie zwischen Schülern und Lehrern kein Mindestabstand eingehalten werden.

Hierbei gilt allerdings eine Sonderregelung für das Singen und Musizieren mit Blasinstrumenten im Musikunterricht. Dabei muss nach allen Seiten ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden. Geplant ist, dass der Unterricht dann entweder in kleineren Gruppen oder in größeren Räumen, wie dem Zellerstift stattfinden wird. "Da wir ein Gymnasium mit Musikprofil sind, suchen wir nach Wegen und Möglichkeiten den Lehrplan auch einzuhalten", erklärt Flury.

Ein weiteres Problem in Corona-Zeiten ist die Schülerbeförderung. Das OHG hat darauf allerdings keinen Einfluss, da der Landkreis für das Thema zuständig ist, wie Schulleiter Hamann erklärt. "Sicher werden auch mehr Schüler zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Eltern-Taxi kommen", sagt er. Beim Thema Schülerbeförderung hoffe er, dass auf Landratsebene eine passende Lösung gefunden wird.

Für den Fall, dass es wieder zu Einschränkungen des Schulbetriebs kommen sollte, würde die Schule wieder auf digitalen Fernunterricht zurückgreifen und könnte dabei auf den Erfahrungen der vergangenen Monate aufbauen, so Bieg. Vorerst steht ab Montag nach langer Zeit aber wieder vollständiger Präsenzunterricht an.

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