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Nagold Hoffnungsland im Kernen aktiv

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Die Aktion Hoffnungsland Nagold-Kernen veranstaltete mit Sozialpädagogin Laura Witstruk (links) ihre erste Sommerfreizeit.Fotos: Schillaci Foto: Schwarzwälder Bote

Langer Sonnenschein sorgt in Nagold für überaus heiße Temperaturen. Nicht aber auf dem Spielplatz im Kernen, wo die erste Sommerfreizeit der in Nagold neuen Aktion Hoffnungsland stattfand.

Nagold. Der Stadtteil Kernen wird seit November 2019 durch die Aktion Hoffnungsland, ein Werk des Evangelischen Gemeinschaftsverbands Württemberg "Die Apis" bereichert. Mit der damaligen Anstellung von Laura Witstruk als Sozialpädagogin war der Startschuss in Nagold gefallen.

Mitten im Kernen, zwischen unterschiedlichen Generationen, Nationalitäten und sozialen Milieus setzt sich die Gruppe dafür ein, eine Arbeit für Kinder, Jugendliche und Familien aufzubauen.

"Wir möchten Angebote schaffen, die die Bewohner im Kernen noch näher zusammenbringen und den sozialen Zusammenhalt stärken", heißt es auf der Internetseite.

Doch woran hakt es genau? "In Gesprächen mit unseren Kooperationspartnern haben wir besprochen, wo es Bedarf gibt", erklärte Witstruk im Gespräch mit unserer Zeitung.

Vor allem eine Betreuungslücke zwischen 13 und 14 Uhr sei hierbei aufgefallen. Daher plant die Aktion Hoffnungsland nun gemeinsam mit dem CJD einen Mittagstisch für die Kinder der Wiestalschule im Kernen. "Ab dem nächsten Schuljahr geht es damit los", so Witstruk. In der Hoffnung, dass die Corona-Pandemie keinen Strich durch die Rechnung macht. Die Aktion Hoffnungsland stelle dabei das nötige Personal.

Aber was genau ist die Aktion Hoffnungsland? Sie ist ein "christliches Bildungs- und Sozialwerk mit diakonischen Projekten", so Witstruk. Entstanden ist die Gruppierung aus den Apis. Allerdings handelt sie laut Witstruk eigenständig. In Nagold kooperiere man vor allem mit den Schulen, der Stadt und dem CJD.

Geleitet vom christlichen Menschenbild tritt sie laut der Webseite dafür ein, "dass Kinder und Jugendliche Wertschätzung erfahren, ihre Begabungen entdecken und entfalten können und insbesondere auch sozial Schwächere umfassende Bildungschancen erhalten".

Auf Weltreise, um Super-Trank herzustellen

Mit einem dreitägigen Freizeitangebot für Kinder machte die gemeinnützige Gesellschaft ihren Start. Ort des Geschehens war der Spielplatz Allmandweg. Unter den hohen Bäumen, die großflächig Schatten spendeten, bastelten etwa zehn Kinder zu Beginn ihre Namensschilder, spielten Kennenlernspiele und warteten vor allem auf einen "Überraschungsgast": eine Professorin, die auf der Suche nach einem Super-Trank war. Um diesen herstellen zu können, bedurfte es allerdings an Zutaten aus verschiedenen Ländern. Somit bat sie die Kinder um deren Unterstützung bei der Suche. Und natürlich waren direkt allesamt mit Freude dabei. Bei verschiedenen Stationen zog es die jungen Reisenden in die Schweiz, zum Milch transportieren, in die Türkei, zum Gewürze erraten oder nach Indonesien, um Kokosnüsse zu knacken. Bei jedem dieser Spiele ergatterten die Kinder – zur Freude der Professorin – eine neue Zutat.

Über drei Tage verlief die Mini-Freizeit von 14 bis 17 Uhr. Neben den Spielen zur Geschichte konnten sich die Teilnehmer auf dem Spielplatz austoben. Witstruk und die drei unterstützenden Betreuerinnen Deborah Kegreiß,­ Elisabeth Lehre und Judith Stängle hatten genügend Spielsachen organisiert.

Damit wäre der erste Schritt getan. Doch die Sozialpädagogin schaut bereits in die Zukunft: Denn die Aktion Hoffnungsland plane einen Bauwagen. Diesen könne man für "Angebote im Viertel – in der kälteren Jahreszeit" nutzen. Auch wolle man "die Kegelbahn im CJD zu einem Jugendtreff umgestalten", sagte sie. "Wir fahren auf Sicht", fügte sie an. Einen festen Standort in Nagold habe das christliche Bildungs- und Sozialwerk noch nicht.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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