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Nagold Hochspannung auf dem E-Mobil-Markt

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Ein Mord-Anschlag auf einen Journalisten, eine Brandbombe in einem chinesischem Batterie-Werk, dubiose Finanziers für einen südwestdeutschen Automobilzulieferer – das sind ein paar der Zutaten, aus dem der Erstlings-Roman "Hochspannung" von Hajo Schörle gemixt ist.

Nagold. Ein "E-Mobil-Krimi" sei das, steht auf dem – natürlich vom passionierten Grafiker Schörle selbst entworfenen – blau-rotem Cover. Und was anderes war wohl als nächstes vom Nagolder "E-Mobil-Papst", Designer, Verleger und nun auch Roman-/Krimi-Autor auch nicht zu erwarten.

"Ich wollte nach meinem E-Mobil-Büchlein für Kinder und Jugendliche nun ein etwas größeres Büchle schreiben", erzählt Schörle von seiner Ursprungs-Motivation zum Debüt-Roman. Also nahm er eines Nachmittags seinen Laptop, setzte sich auf die heimische Terrasse und fing einfach an zu schreiben. "Erst einmal fünf Seiten", die Schörle seiner Schwester Armgard zeigte – von der er bereits mehrere Romane in seinem Verlag "Buch&Bild" herausgebracht hat.

Von der Schwester kam postwendend der Hinweis: "Unbedingt weiter schreiben." Ein knappes Vierteljahr brauchte Schörle – neben seiner Arbeit in seiner Nagolder Werbeagentur – bis die 196 Seiten "Hochspannung" fertig waren.

Diese Fassung ging dann an die nächsten "extrem kritischen Probe-Leser: meine Söhne." Von denen habe er "sehr rote Korrektur-Fahnen" von seinem Skript wieder bekommen, aber durchweg "mit vielen konstruktiven Anregungen", die er dann auch noch in den Plot seiner Geschichte eingebaut habe."Aber um ein paar Inhalte habe ich auch erbittert gekämpft", lacht Schörle senior. "Das haben wir dann wirklich ausdiskutiert."

Wer Hajo Schörle als Mensch und Unternehmer kennt, wird viel Autobiografisches über ihn in dem neuen Buch wiederfinden. "Das lässt sich wohl nicht vermeiden, wenn man über Dinge schreibt, die einen wirklich bewegen." Wie die E-Mobilität eben – eines der wesentlichen Themen im Leben von Hajo Schörle, selbst E-Mobil-Pionier und E-Auto-Fahrer der ersten Stunde. In den letzten zwei, drei Jahrzehnten hat er so ziemlich alles über die E-Mobilität gelesen und verfolgt, was irgendwo auf der Welt veröffentlicht wurde. Einerseits auf der Suche nach dem "perfekten" E-Auto für ihn selbst. Aber natürlich hat Schörle auch immer das "große gesellschaftliche Ganze" interessiert. Und genau da schlummerten die Inspirationen zu seinem "Hochspannungs-Thriller": "Das ganze E-Mobil-Thema ist ja immer gut für eine Verschwörung."

Was man vielleicht verraten kann: Es geht in "Hochspannung" vordergründig um eine neue, revolutionäre Batterie-Technik – ein Arbeitsfeld, an dem tatsächlich auch im wirklichen Leben weltweit geforscht wird. Doch da drumherum baut Schörle noch ein wesentlich aufwändigeres, ebenso realitätsnahes, wie den meisten Menschen aber auch kaum bewusstes "Droh-Szenario" auf, das die Spannung in dem Plot und die Dimension der Geschichte über die knapp 200 Seiten kontinuierlich steigert. Wobei auch plötzliche Wendungen, mit denen der Leser nicht rechnet – nicht fehlen. "Hochspannung" pur eben.

Mit hinein geflochten: eine sensible Liebesgeschichte – die, da sie die beiden Hauptprotagonisten betrifft, gut in die Geschichte hinein passt und die Story weiter vorantreibt. Ist auch die autobiografisch? Schörle lächelt hintergründig auf diese Frage – und schweigt erst einmal. Etwas später wird er erzählen, dass er da schon ein Beziehungs-Ideal nachgezeichnet habe, wie er sich das wünsche. Ein bisschen "Ratgeber" also auch hier, die der "ständige Pädagoge" und "Weltverbesserer" Hajo Schörle auf diese Weise seinen Lesern anbieten möchte.

Dazu passt denn auch die große Auflösung seines Thrillers – der finale Showdown. Der wahrscheinlich mehr Utopie und Wunsch-Szenario ist, als wohl ein wirklich nüchterner Blick auf die Realität der E-Mobilität in den kommenden Jahren. Aber die Hintergründe, die Motive auch von Schörles Bösewichten in der Geschichte, sind sehr lebensnah geraten – und könnten sich so aktuell tatsächlich hinter den Kulissen der großen Automobil-Bühne abspielen. Die auch in der Wirklichkeit von großen, radikalen Umbrüchen gezeichnet ist – gerade hier im Südwesten mit seinen vielen Automobil-Zulieferern. Insofern ist "Hochspannung" von Hajo Schörle auch ein echtes Lehrstück über die Motivationen der verschiedenen Player in dem stark wachsenden E-Mobil-Markt.

Der Roman erscheint Ende August im Nagolder Verlag "Buch&Bild", ist über alle Buchhandlungen beziehbar und kostet als Taschenbuch 8,85 Euro. Eine "eBook"-Ausgabe von seinem Roman plant Hajo Schörle übrigens nicht. Er möchte Bücher zum Anfassen machen, wo man das Papier noch spürt. Allerdings träumt Schörle jetzt davon, seinen Roman irgendwann auch mal verfilmt zu sehen. "Ist ja ein aktuelles Thema", und die ausgefeilte Dramaturgie der Geschichte ließe sich gut in Bewegtbild übertragen.

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