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Nagold/Haiterbach Bürgerversammlung zum KSK-Absetzgelände?

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Beim Dürrenhardter Hof soll das geplante KSK-Absetzgelände entstehen. Foto: Fritschh

Nagold/Haiterbach - Sollte die Stadt in diesen Tagen die Nagolder Bürger in die Stadthalle laden, um sie über das geplante Absetzgelände für die Calwer Kommando-Soldaten beim Dürrenhardter Hof zu informieren? Grünen-Stadträtin Brigitte Loyal meint Ja, der OB sagt Nein.

Die erste Informationsveranstaltung zu diesem Thema liegt nahezu drei Jahre zurück. Sie war im Mai 2017 in Haiterbach. Der Rest ist bekannt: In der Kuckucksstadt kam es zum Bürgerentscheid. Die Mehrheit der Bevölkerung stimmte gegen das Militärprojekt. Der Stadtverwaltung waren fortan die Hände gebunden, die Bürgerinitiative bestimmte von nun an die Schlagzeilen.

Vor wenigen Wochen nun ging auch die Nachbargemeinde Jettingen, die ebenfalls im Flugkorridor der Militärmaschinen liegen würde, in die Initiative und lud gemeinsam mit der örtlichen Bürgerinitiative zur Infoveranstaltung ein. 650 kamen in die Willy-Dieterle-Halle, darunter auch viele Nagolder.

Sollte Nagold jetzt nachziehen? Genau dieser Meinung ist Brigitte Loyal von den Grünen. Sie hatte bereits in ihrer Haushaltsrede im Dezember auf eine "Bürgerversammlung" in dieser Sache gepocht und legte nun im jüngsten Verwaltungsausschuss nach. Sie fragte rhetorisch nach, ob die Stadt eine solche Bürgerversammlung denn "auf dem Schirm" habe. Bisher sei immer nur über Kompensationsgeschäfte gesprochen worden.

Subventionen nur bei Realisierung des Projekts

Zuletzt hatte das Stadtoberhaupt beim Neujahrsempfang die Zahlen genannt, die die Landesregierung – sollte das Absetzgelände kommen – für Nagold bestimmt hätte: 13 Millionen zusätzlich für die Sanierung des OHGs und 15 Millionen für den Metropolexpress nach Stuttgart.

Siehe auch: Absetzgelände entzweit die Fraktionen

Im Verwaltungsausschuss verteidigte Großmann nochmals seine Verhandlungsstrategie: "Sind Sie doch froh, dass ich das Thema vorantreibe. Ich hätte es ja auch lassen können." Wobei der OB auch klarstellte: Die Millionenförderungen, die hier seitens des Landes im Raum stünden, seien "nur Ankündigungen, keine rechtlichen Zusagen." Und diese Subventionen würden auch nur dann fließen, wenn das Absetzgelände realisiert würde: "Das muss man sich bewusst machen."

Seine Linie in dieser Sache sei "vollständig offen unter dem gesamten Himmelszelt". Großmann: "Die Bevölkerung soll wissen, was der OB verhandelt. Da liegt alles offen auf dem Tisch. Ich werde mir den Vorwurf nicht einhandeln, dass ich etwas unter Verschluss halte. Das ist doch mehr als fair."

OB: "Öffentlichkeit weiß alles"

Aber nicht die Stadt sei jetzt am Zug: "Das ist nicht unser Vorhaben." Mit Blick auf Brigitte Loyals Forderung nach einer Bürgerversammlung legte der OB nach: "Ich weiß nicht mehr als Sie. Über was soll ich denn informieren?" Erst wenn zu diesem Projekt die Gutachten zu dem von der Bevölkerung befürchteten Lärm samt Emissionen und damit neue Erkenntnisse auf dem Tisch liegen würden, erst dann schlägt aus Sicht des Stadtoberhaupts die Stunde für die nächste Bürgerbeteiligung: "Die Öffentlichkeit weiß alles."

Auch Loyals Argument, dass sich viele Bürger in dieser Sache "verkauft fühlen" würden, konnte den OB nicht überzeugen: "Wenn jemand per se gegen das Absetzgelände ist, der lässt sich auch von einem Gutachten nicht überzeugen." An die Stadträte appellierte er: "Das Entscheidende ist: Wir bleiben sachlich."

Unterstützung bekam er von CDU-Stadträtin Monika Wehrstein, die in Erinnerung rief, wie Nagold einst den Autobahnzubringer als Kompensationsgeschäft für die aufgelöste Eisbergkaserne durchsetzte. "So wie Sie es handhaben", klopfte sie dem Stadtoberhaupt verbal auf die Schulter, "ist es auf der richtigen Spur."

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