Die neue Wassertretanlage in Gündringen ist feierlich eröffnet worden. Foto: Trommer

Landesgartenschauprojekt eingeweiht. Wassertretanlage geplant von Christian Braun.

Nagold-Gündringen - Das dritte Landesgartenschauprojekt in Gündringen ist eingeweiht worden: eine Wassertretanlage direkt an der Steinach. Auch die Beleuchtung des Kreuzwegs wurde mit Salutschüssen und einem Ständchen vor der Kapelle gefeiert.

Die Kinder der Grundschule Gündringen-Schietingen sangen bei der Einweihungsfeier mit ihren Lehrerinnen Monika Rais und Sibylle Rothe. Ortsvorsteher Georg Widmaier freute sich, auch Ortsvorsteherkollegen aus anderen Stadtteilen sowie Stadträtin Monika Wehrstein begrüßen zu können. Sein Dank galt den Mitarbeitern des Nagolder Bauhofes und den vielen ehrenamtlichen Helfern.

Nagolds früherer Oberbürgermeister und Ehrenbürger Rainer Prewo erinnerte sich an die Zeit, als Nagold den Zuschlag für die Landesgartenschau erhalten hat. Der Gemeinderat hat 2007 den Beschluss gefasst, den Teilorten zusätzliche Geldmittel zur Verfügung zu stellen. Nun galt es, die entsprechenden Ideen dazu zu entwickeln.

Gündringen ist reich an Quellen

In Gündringen konnten drei Projekte verwirklicht werden: der Grünstreifen entlang der Bundesstraße 463 wurde neu gestaltet, der Ölberg wird nachts beleuchtet, und nun gibt es eine neue Wassertretanlage.

Ortsvorsteher Widmaier erläuterte, dass man in Gündringen reich an Quellen ist, aber dennoch nicht jede geeignet war, um genug Wasser zu liefern. Für den Bau der Wassertretanlage waren ehrenamtliche Helfer im Einsatz, besonders gedankt wurde Jürgen Maier. Die Planung der neuen Anlage hat Gartenplaner Christian Braun angefertigt.

Zum Probegang rollten Stadtrat Wolfgang Schäfer, der Leiter des Stadtbetriebs Entwässerung Peter Haselmaier, die Mitarbeiterin der Gündringer Geschäftsstelle Thea Roller, Georg Widmaier und Rainer Prewo die Hosenbeine hoch und wateten tapfer durch das kühle Nass.

Die Festgesellschaft wanderte danach zur Ortsmitte und widmete sich der Aussicht auf den Ölberg. Die Initiative zur Beleuchtung war aus der Bevölkerung und dem Ortschaftsrat gekommen. Bei der Planung mussten nicht nur Auflagen des Naturschutzes, sondern auch des Denkmalschutzes berücksichtigt werden, so dass das Projekt dreimal neu konzipiert werden musste. Ortschaftsrat Jürgen Maier hatte hier die rettende Idee.

Für die Beleuchtung des Ölbergs wurden von der Bevölkerung zweihundert Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet, die Feuerwehr war mit sechzehn Mann tätig – der Ortsvorsteher bedankte sich ausdrücklich dafür.

Einige Musiker des Musikvereins Gündringen standen vor der Kapelle bereit und spielten mehrere Stücke, um auf den beleuchteten Ölberg aufmerksam zu machen. Dass im Dorf etwas besonderes stattfand, konnte niemand mehr entgangen sein, als die Kanone in der Nähe der Kirche einige Salutschüsse abgefeuert hatte.