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Nagold Gesucht: Schüler-Plakat gegen Alkoholmissbrauch

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Laut Statistik trinken Jugendliche oft zu viel Alkohol. Für viele gehört der Alkoholkonsum zum Zusammensein dazu – so wie hier auf dem Augustinerplatz in Freiburg. Foto: Seeger

Kreis Calw - Dass Kinder und Jugendliche sich so betrinken, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen, kommt auch im Kreis Calw vor. Die Zahlen gehen zwar zurück, doch das ist für die Krankenkasse DAK noch lange kein Grund, mit ihrem Engagement gegen das Komasaufen nachzulassen.

Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell ihre Kampagne "bunt statt blau" 2019 zur Alkoholprävention im Kreis Calw. Im zehnten Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. Hintergrund: 2017 kamen bundesweit 21 721 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen wieder leicht gesunken. Im Kreis Calw gab es 2017 beim so genannten Komasaufen mit 32 Fällen einen Rückgang um 8,6 Prozent.

Botschafter gegen das Rauschtrinken

Die DAK lädt nun alle Schulen in der Region Calw ein, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis 31. März Plakate dagegen entwerfen zu lassen. Verbunden mit der Kampagne ist die "Aktion Glasklar", die seit 14 Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt.

"Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten im Schulalltag diskutiert werden", sagt Rainer Hagenlocher von der DAK-Gesundheit in Böblingen. "Bei ›bunt statt blau‹ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders." Seit 2010 haben bundesweit mehr als 95 000 junge Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus der Calw. Die Kampagne "bunt statt blau" wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt.

"Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut", erklärt Rainer Hagenlocher. "Mit ihren bunten Plakaten bekennen die jungen Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch."

Bei dem Plakatwettbewerb gibt es im Jubiläumsjahr wertvollere Geld- und Sachpreise zu gewinnen als bisher. Außerdem winkt auch 2019 den Schülern, die über die sozialen Netzwerke teilnehmen, ein Instagram-Sonderpreis: Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein Video hochlädt, kann eine Polaroid-Kamera inklusive Zubehör gewinnen.

Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 31. März. Anschließend werden in den 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und DAK-Vorstand Andreas Storm den Bundesgewinner.

Weitere Informationen: www.dak.de/buntstattblau

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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