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Nagold Genusswanderung lässt keine Wünsche offen

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Da haben sie die Tour noch vor sich: die Genusswanderer auf dem Turm der Hohennagold. Foto: Buckenmaier

Nagold - Können 33 Menschen, bunt zusammengewürfelt aus allen Alters- und Gesellschaftsschichten, binnen weniger Stunden zu einer fröhlichen und herzlichen Gemeinschaft verschmelzen? Ja, sie können. In diesem Fall hatten alle dasselbe Ziel: wandern und genießen.

"So viele Wanderer!", entfährt es dem kleinen Mädchen im Kleb. Es wird nicht das einzige Mal an diesem Tag sein, dass dieser 33-köpfige Tross, angeführt von Gerhard Maier und Hans-Jürgen Schmidt, verwunderte Blicke erntet. Diese Tour ist gleichsam der Höhepunkt im Jahresprogramm des Arbeitskreises Wirtschaft & Tourismus im Bürgerforum, die einst zur Landesgartenschau ihren Anfang nahm und seither Jahr für Jahr begeisterte Teilnehmer findet. Auch heuer war die "Genusswanderung" in kurzer Zeit ausverkauft.

Und die Arbeitskreismitglieder, voran Chefin Karin Frey, taten wieder alles, um dem Titel dieser Tour gerecht zu werden. Kaum hat die Truppe samt Hundedame "Donna" den Stadtpark durchquert und den Schlossberg erklommen, haben Barbara Renz und Dieter Schiel schon im ehrwürdigen Burgturm die Proseccogläser für die Wanderer gefüllt. Als Stärkung gibt’s Hausgemachtes: Flachswickel, selbst gebacken von Karin Frey und Rose Molitor, und nicht minder leckere Käsemürbchen von Elfriede Schiel. Allesamt kredenzt mit großer Herzlichkeit, während die Teilnehmer den Blick über Stadt und Tal genießen.

So gestärkt geht’s durchs Härle, stets auf dem bestens ausgeschilderten Sieben-Berge-Weg, den der Arbeitskreis vor fast zehn Jahren konzipiert hatte. "Es war unser größtes Werk", sagt Hans-Jürgen Schmidt mit Stolz – "und eine Wahnsinnsarbeit." Mehr als 200 Schilder wurden für die Orientierung der Wanderer angebracht. Gerhard Maier zeigt an einer Stelle aber auch die Kehrseite: Immer wieder werden Tafeln geklaut, mitgenommen als Souvenir.

Mitten im Wald stößt Stadtförster Klaus Kälber zu der gut gelaunten Truppe und schafft es, auf dem schmalen Grat zu wandeln, den die Arbeitskreischefin ihm vorgegeben hat: Schließlich sollen bei einer Genusswanderung die positiven Nachrichten überwiegen. Schnell spüren die Teilnehmer, dass der Wald für den sympathischen Förster mehr Berufung als Beruf ist. Während den Bäumen zunehmend das Wasser fehlt, prognostiziert Kälber den hiesigen Breitengraden noch in diesem Jahrhundert ein "Mittelmeerklima ohne Meer" und fragt schelmisch nach: "War das jetzt positiv genug?"

Da warten schon wieder Barbara Renz und Dieter Schiel bei der Hohbühlhütte mit der nächsten Überraschung: Holunderblüten-"Prisecco" – diesmal alkoholfrei.

In Mindersbach wird die Ankunft der Genusswanderer zum kleinen Dorffest: Sängerkranz-Vorstand Werner Herrgott hat dafür ein Fässle Most aus seinem Keller geholt. Aus dem Backhaus strömt der köstliche Duft von frischen Zwiebel-, Apfel- und Zwetschenkuchen. Das dafür vergebene Lob "aubacha guat" gilt Michael und Helga Kalmbach, die seit dem Morgen im Backhaus schaffen.

Gekrönt wird die Genusswanderung schließlich nach den absolvierten zehn Kilometern mit einer Weinprobe im Hennenest, aufgetischt von Siegrid Plaschke zu herzhaftem Krustenbraten. Wein, Gesang und Poesie schließlich im Dreiklang. Danke für den schönen Tag!

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