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Nagold Gartenmesse lockt tausende Besucher in Stadt

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Foto: Thomas Fritsch

Nagold - Die Nagolder Gartenmesse hat sich längt zu einem Markenzeichen in der Region entwickelt.

Die Mischung aus Gartenmesse, Keramika und Bauernmarkt stimmte auch jetzt wieder, und die 60 Aussteller präsentierten ein vielfältiges An­gebot rund um das Thema Garten. Während das Wetter am Samstag noch etwas auf die Besucherzahlen drückte, steppte am Sonntag beim Wechsel von Sonne und Wolken der Bär in der Innenstadt.

"Das ist zum ersten Mal seit zehn Jahren leider kein Nagoldwetter", stellte Oberbürgermeister Jürgen Großmann fest, als er am Samstagmorgen gemeinsam mit den Bauhofmitarbeitern Blumenkästen bepflanzte. Doch weiß der OB auch, dass Wald, Wiesen und Natur gerade jeden Regentag brauchen. In seinen Augen ist die Innenstadt der ideale Ort für die Gartenmesse, was ja auch die Besucherzahlen belegen. Denn "die Menschen befassen sich intensiv mit ihren Gärten und Vorgärten, aber auch Blumenwiesen spielen eine wichtige Rolle". Außerdem ist der OB überzeugt, dass Fassaden- und Dachbegrünungen in den Städten ein wichtiges Zukunftsthema sind. Gestern freute sich der OB dann, dass es "doch noch ein bisschen Nagoldwetter geworden ist".

Als Star der Gartenszene und Moderator der Ratgebersendung "Grünzeug" gab Volker Kugel prominente Tipps für die Gartengestaltung. Der Leiter des blühenden Barocks in Ludwigsburg, der einst seine Gärtnerausbildung in Nagold absolviert hatte, lockte zahlreiche Besucher in den Sitzungssaal des Rathauses. Wie der Gartenexperte betonte, fehlt immer der Regen, in weiten Teilen des Landes sogar noch 60 bis 70 Liter pro Quadratmeter. Zu seinen Tipps aus der Gartenpraxis gehörte der Hinweis auf die Eisheiligen, die zum ersten Mal seit Jahren wieder ihrem Namen gerecht werden. Vor allem die Nacht von Montag auf Dienstag sei kritisch – und sein Rat lautete: "Tun Sie noch langsam mit dem Pflanzen von Tomaten". Denn die könnten selbst bei einer Temperatur knapp über Null Grad bereits Frostschäden erleiden – ebenso der Basilikum.

"Bei dem kalten Wetter sind die Leute aber noch vorsichtig mit dem Pflanzen"

Bei der Gartenmesse ist eine besondere Tradition aus der Zeit des einstigen Fensterblümlesmarkt in den 80er Jahren erhalten geblieben: So boten die Mitarbeiter der Nagolder Stadtgärtnerei bei der Gartenmesse einen kostenlosen Pflanzservice. Wer seine Blumenkästen mitbrachte, konnte die gekauften Pflanzen gleich vor Ort durch die städtischen Fachleute einpflanzen lassen. Abgerundet wurde dieser Service durch das Gartenteam der Nagolder GWW, von dem die schweren Blumenkästen mit dem "GWW-Balkonkasten-Taxi" bis zum Auto gebracht wurden. Wie Armin Fessele von der Stadtgärtnerei berichtete, wurden unterm Strich 120 Balkonkästen bepflanzt. "Bei dem kalten Wetter sind die Leute aber noch vorsichtig mit dem Pflanzen", wusste Armin Fessele.

Eine weitere Pflanzaktion gab es gestern am Stand der Stadtgärtner, wo die Kinder 1000 Löwenmäulchen kostenlos in ihre selbst gestalteten Töpfchen einpflanzen konnten. "Es läuft sehr gut und die Kinder sind richtig aktiv", erklärte Armin Fessele – und am frühen Nachmittag waren bereits über 500 Löwenmäulchen eingepflanzt. Viele Kids kamen schon mit ihren bemalten Blumentöpfen, die zuvor bereits in den Nagolder Kindergärten gestaltet wurden. "Die Aktion passt super zum Muttertag", freute sich Fessele über die tolle Resonanz.

Erneut gab es durchaus auch exotische Pflanzen zu bestaunen. Seit drei Jahren kommt beispielsweise Mathias Maier aus Ludwigsburg mit seinen fleischfressenden Pflanzen nach Nagold zur Gartenmesse. "Das ist schon immer mein Hobby und wurde vor über 20 Jahren von einer Venusfliegenfalle ausgelöst" - die übrigens aktiv nach Insekten schnappt. "Das ist schon faszinierend", sagt Mathias Maier, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat.

Und er kommt gerne zur Gartenmesse, weil es in Nagold "viele interessierte Leute gibt".

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