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Nagold Feuerwehr startet beim Towerrun

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In voller Feuerwehrmontur treten Nagolder Feuerwehrmänner und -frauen zum Towerrun in Rottweil an. Foto: Kunert

Nagold - Eigentlich gerät man schon beim Zuschauen total ins Schwitzen: Fünf Zweier-Teams der Nagolder Feuerwehren wollen beim diesjährigen "Towerrun" im Rottweiler Thyssenkrupp-Testturm an den Start gehen – in voller Montur und mit Atemschutzgerät. Das ist schon in Sportkleidung eine echte Herausforderung.

"Die komplette Ausrüstung – mit Sicherheitsstiefeln, Hosen, Jacke, Handschuhe, Helm und Atemschutzgerät auf dem Rücken – dürfte so gut 20 bis 25 Kilo wiegen", rechnet Wolf Kisker von der Freiwilligen Feuerwehr Gündringen vor. Und als wäre das noch nicht genug Hochleistungs-Wahnsinn, werden drei der fünf Teams auch noch in der "Königsklasse" beim Towerrun antreten: volle Montur plus Atemschutzgerät – und das nicht nur zum "Tragen", sondern auch zum Atmen.

Die Krux dabei: "Wenn du zu langsam bist, geht dir die Luft in der Flasche auf halbem Wege aus." Man könnte dafür ’ne zweite Sauerstoffflasche mit hoch schleppen. "Aber dann wird es noch schwerer auf deinem Rücken."

Bereits im letzten Jahr waren die Nagolder Wehren mit fünf Teams beim damals ersten Towerrun in Rottweil dabei. Damals starteten Kisker und sein Team-Partner Simon Geissler noch als "Team 5" für Nagold. Allerdings wurden die beiden Gündringer Feuerwehrmänner nicht nur das beste Nagolder Team – im Gesamt-Klassement erreichten sie einen sensationellen zweiten Platz bei den Männern. Rechnet man das Alter der jeweils zwei Läufer zusammen, errechnet man so auch noch im Klassement eine "Altersklasse" – und da wurde das Duo Kisker (Jahrgang 1966) und Geissler (1996) in der "AK 70" (zusammen über 70 Jahre) sogar Erste. Ihre Zeit: 16:09 Minuten – für 1390 Stufen und 232 Höhenmeter.

Antritt in der "Königsklasse"

In diesem Jahr aber wollen auch Kisker und Geißler in der "Königsklasse" antreten – also mit Pressluft-Atmung (PA). "Da wird die Konkurrenz noch einmal deutlich härter", rechnen die beiden. "Wenn wir unter 20 Minuten bleiben, sind wir zufrieden." Der Blick in die Wertungs-Statistik des letzten Jahres zeigt, dass sie es damit vielleicht unter die besten zehn Teams schaffen könnten. "Da treten echte Profis an, Jungs von der Berufsfeuerwehr – die sind von der Fitness her noch mal eine Klasse für sich." Knapp 14 Minuten brauchten die Besten (mit Pressluft) im letzten Jahr für den Treppen-Lauf den Rottweiler Test-Turm hinauf. "So schnell waren wir ja noch nicht einmal ohne Atemmaske."

Seit knapp zwei Monaten trainieren die zehn Nagolder Towerrun-Teilnehmer – und Teilnehmerinnen: Auch Claudia Gabauer und Stefanie Hauser werden als "Nagolder Feuerwehr Mädels" bei dem riesen Sport-Ereignis dabei sein. Als Doppel-Team im Wettbewerb "ohne PA", aber auch mit kompletter Montur. Trainiert wird in einem Nagolder Fitness-Zentrum – wo es Übungs-Maschinen gibt, die einen Treppen-Anstieg simulieren.

Totaler Wärmestau

Ein etwas seltsames Bild: Während hier alle anderen mit möglich legeren Outfit ihren Bewegungsapparat an die Belastungsgrenze bringen, kann die Kluft bei den Feuerwehr-Sportlern irgendwie nicht dick genug sein. Die Temperaturen unter all der Sicherheits-Kleidung? "Will man nicht wissen", sagt einer, der gleich auf’s Sportgerät soll. Denn was so ’nen Feuerwehrmann im Einsatz vor der Hitze des Feuer sicher bewahren soll, lässt andererseits auch die Hitze "in die andere Richtung" nicht durch. Nichts von wegen "atmungsaktiv" oder so. Eher: "totaler Wärmestau".

Was gerade den Lauf für die Teilnehmer "mit PA" zur noch größeren Herausforderung macht – denn "trinken kannst du so natürlich mit der Atemmaske auf dem Gesicht unterwegs nichts". Für alle anderen gibt es auf den Weg nach oben nach jeder der insgesamt 29 Stockwerke eine Station mit Erfrischungen. Weil – mit dem Körper und der eigenen Leistungsfähigkeit am Limit, "verliert man bei solch einem Lauf schon mal leicht ein bis zwei Liter Flüssigkeit durchs Schwitzen." Was dann bei den Feuerwehr-Läufern auch noch die Arbeitskleidung zusätzlich schwer macht.

Ein zweites Mal hinauf

Und als wäre das alles noch nicht genug, wird Feuerwehrmann (und Triathlet) Wolf Kisker in diesem Jahr nicht nur beim Towerrun für Feuerwehr-Leute antreten – sondern auch bei den "Deutschen Meisterschaften im Treppenlauf (Einzel)", die zeitgleich im Thyssenkrupp-Testturm stattfinden werden. Also die 1390 Stufen bis hinauf zur mittlerweile berühmten Aussichtsplattform auch noch ein zweites Mal rauf laufen – wenn auch diesmal "nur" in Sport-Kleidung und mit Turnschuhen.

Auch hier ist eher "Dabeisein alles", als dass sich Kisker Hoffnung auf einen der vorderen Plätze macht. "Auch da sind wieder echte Profis am Start", die den kompletten Turm in knapp sechs Minuten schaffen – so im letzten Jahr die Bestzeit im Einzelwettbewerb. "Das ist dann wirklich Wahnsinn! Die fliegen da geradezu hinauf."

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