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Nagold Fest zur Einweihung ist nur aufgeschoben

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Der Umbau der Lembergschule ist abgeschlossen. Nach der Corona-Zeit soll es mit einem Schulfest eine große Einweihungsfeier geben.Fotos: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Bei der Sanierung der Lembergschule kann die Stadt Nagold nun einen Haken setzen. Auf den Tag genau drei Jahre nach dem Spatenstich wurde der erfolgreiche Abschluss der umfangreichen Baumaßnahme gewürdigt.

Nagold. Den Start der Baustelle habe man damals "mit vielen Kindern, mit viel Gesang und mit vielen Gästen gefeiert", erinnert sich die Schulleiterin Petra Brauer. Nach genau drei Jahren hat sich vieles geändert. Das Schulgebäude und die Außenanlagen scheinen wie verwandelt. Ein großes Schulfest mit vielen Gästen konnte man jedoch nicht feiern.

Stattdessen traf man sich in einer kleinen Runde. Mit einem Lächeln begrüßte die Rektorin die anwesenden Lehrer, die Elternbeiratsvorsitzende Saskia Digel, die sich konstruktiv in die Planung miteingebracht habe, und die Vertreter der Stadtverwaltung.

"Sobald es die Pandemie zulässt" soll laut Brauer mit Eltern, Lehrern, Schülern, Handwerkern, Architekten und Vertretern der Stadt noch ein Schulfest stattfinden: "Das große Einweihungsfest ist nicht aufgehoben, es ist nur aufgeschoben."

"Drei Baustellenjahre mit Lärm, Schmutz, unzähligen Umzugskartons und viel Improvisieren liegen hinter uns", fasste Brauer zusammen. Für den neugestalteten Pausenhof, den man von der Stadt "oben drauf" bekommen habe, bedankte sie sich bei der Stadt Nagold. Das Gesamtergebnis entschädige alle Lehrkräfte und Beteiligten "für alles Schwere" während der Sanierungsarbeiten.

"Der erste Baustein unserer Schulerneuerungsoffensive ist fertig", freute sich auch Oberbürgermeister Jürgen Großmann. Die Stadt Nagold sei in das neue Jahrzehnt gestartet, mit dem Ziel, dass es ein "Bildungsjahrzehnt" werden solle. Mit dem Um- und Anbau an der Zellerschule und der Erweiterung des OHG im Hinterkopf.

Was man nun den Schülern der Lembergschule übergebe, könne "sich mehr als sehen lassen", so der OB. "Schule ist immer auch Atmosphäre", sagte er. Ein modernes Schulgebäude beflügle die Schüler. "Ich bin unheimlich froh und dankbar über ein gelungenes, wunderschönes und zeitgemäßes Schulgebäude mit neuem Pausenhof", sagte auch die zufriedene Rektorin.

Hätte man das Gebäude neu gebaut, hätte man laut Großmann nicht viel anders gemacht. Die Topographie und die Grundstruktur des Gebäudes "waren es Wert das Schulgebäude zu erhalten und zu modernisieren".

Helles Ambiente

Und diese Modernisierungen sind direkt sichtbar. Bereits von außen sieht das Schulgebäude wie ein Neubau aus. Wobei die Struktur beibehalten wurde. Der neue multifunktionale Pausen- und Veranstaltungsraum, der aus dem ehemals teilweise überdachten Pausenhof entstanden ist, sei laut Uwe Reder, Sachgebietsleiter Hochbau der Stadt Nagold, die einzig neue Fläche des Gebäudes.

Im Inneren springen die Neuerungen ebenfalls sofort ins Auge. Große verglaste Fensterfronten sorgen für ein helles Ambiente. Für eine gute Durchlüftung wurden Lamellenfenster in jedes Klassenzimmer eingebaut.

Auch im Verwaltungstrakt sorgen hohe und breite Fenster für einen weiten Ausblick. Neben zwei Elternsprechzimmern und einem Besprechungsraum wurden viele Räume umfunktioniert. Die Klassenzimmer haben neue Nebenräume, die von den Lehrkräften zur Förderung einzelner Schüler oder Schülergruppen genutzt werden können.

Aus den alten Hauptschul-Klassenzimmern sind laut Petra Brauer Ruhe-, Spiel-, und Bewegungsräume entstanden. Diese finden Verwendung bei einer Ganztagsgrundschule.

Insgesamt ist somit vieles neu. Beispielsweise Böden, Türen, Fenster, Dämmungen, Beleuchtungen, Tische, Stühle, ja sogar interaktive Whiteboards. Somit habe man nun ein neues Schulzentrum geschaffen. Denn die Gebäude der beiden nebeneinander situierten – Lembergschule und Christiane-Herzog-Realschule – waren zuvor durch "eine grüne Wand" voneinander abgeriegelt. Mit der Neugestaltung der Außenanlagen ist nun alles geöffnet. Dadurch seien beide Schulen zusammengeführt. "Das ist etwas, was man nicht unterschätzen darf", so Großmann.

Internetversorgung

Offen bleibe noch die "Aufgabe der Internetversorgung". Die Verkabelung hierfür sei bereits erfolgt. Es sei nun nur noch "eine Frage der Datenmenge". Das Ziel der Stadt Nagold sei, dass bis zum Ende des Jahres alle Schulgebäude mit Internet versorgt und ausgeleuchtet sind. Dies sei die Aufgabe des Hoch- und Tiefbauamtsleiters Rafael Beier.

Zu den Kosten sagte Großmann, dass im Haushaltsplan rund 8,7 Millionen Euro für die Sanierung eingeplant waren. Nun dürfe die Stadt mit etwa 8,1 Millionen Euro abrechnen. Davon wurden etwa 1,2 Millionen Euro in die Baumaßnahmen der Außenanlagen investiert. "Wir werden keine Kostenüberschreitung haben", teilte er mit. Die erstmalige Zusammenarbeit mit dem zuständigen Architekturbüro DUplus Hunzinger Hähndel Krug aus Rastatt habe sich laut Großmann ausgezahlt.

Noch im Laufe des Jahres soll außerdem die Sanierung des Musiksaalgebäudes beginnen. Die dafür voraussichtlich anfallenden 1,8 Millionen Euro werden mit 50 Prozent bezuschusst.

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