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Nagold Eine Pilgerwanderung ersetzt in diesem Jahr die Bergfreizeit

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14 Wanderer pilgerten im Nordschwarzwald.Foto: Schmelzle Foto: Schwarzwälder Bote

Nagold. Jedes Jahr im Juli lädt Bernd Schmelzle, Diakon in der evangelischen Kirchengemeinde Nagold eine Gruppe Männer zu einer fünftägigen Bergfreizeit in christlicher Gemeinschaft ins Berner Oberland ein. Die diesjährige Wanderung, nun im 12. Jahr stattfindend, musste "coronabedingt" anders organisiert werden: als eintägige Pilgerwanderung im Nordschwarzwald.

14 Männer machten sich auf, um den beinahe 15 Kilometer langen Brenzweg rund um die "Schwäbische Wartburg" kennenzulernen. Das "Wandern-Plus-Team" des evangelischen Kirchenbezirks Calw-Nagold hat sich zur Aufgabe gemacht, im Nordschwarzwald Motto-, Besinnungs- und Mediationswege zu entwickeln. Die Gruppe war die erste, die nach der Coronapause durch Pfarrer und Pilgerbegleiter Manfred Schüsselin sowie zwei weiteren Teammitgliedern über den Rundweg mit 14 Impulsstationen geführt wurde.

An der ersten Station begann der Wandertag mit körperlichen, aber auch mit geistlichen Lockerungsübungen: Nach einem Morgengebet startete die Gruppe am Pavillon am Bernecker See. An den nächsten beiden Stationen stiegen die Pilgerer in die Biographie von Johannes Brenz ein, der von 1499 bis 1570 lebte, Wegbegleiter Luthers war, als Reformator in Württemberg aktiv war und als Architekt der Württembergischen Landeskirche gilt. "Ich lade euch ein, das kommende Wegstück einmal ganz für euch allein und schweigend zu genießen: Lasst euren Gedanken Zeit, Gutes zu denken." Dieser Satz des Pilgerbegleiters leitete die Gruppe an, noch größeren Abstand zu Mitwanderern zu halten, als es die aktuellen Abstandsregeln erfordern, und sich selbst zu begegnen. An einer anderen Station wurde ausdrücklich aufgefordert, sich auszutauschen.

Nach dem Anstieg zur Burg Hornberg konnten sich die Wanderer bei vielen Informationen etwas ausruhen: Auf der Flucht vor dem Kaiser fand Johannes Brenz als Vogt Ulrich Engster getarnt von 1549 bis 1551 hier in der "Schwäbischen Wartburg" Zuflucht.

Erster Stempel im Pilgerpass in Hornberg

Die Hornberger Kirche war eine weitere Impulsstation. Neben Informationen erhielten die Pilger den ersten von drei Stempeln in ihren Pilgerpass und die schöne Akustik motivierte einen Teilnehmer, auf seiner Mundharmonika einen Choral zu spielen.

Nach der Mittagsrast an der beeindruckenden 450-jährigen "Hornberger Eiche" mit 5,50 Meter Umfang und einem Kronendurchmesser von 25 Metern ging es weiter nach Zwerenberg in die evangelische Kirche, auch "Kathedrale des Nordschwarzwaldes" genannt. Das letzte Wegdrittel führte die Gruppe zur kleinen, aber beeindruckenden Laurentiuskirche in Berneck und anschließend am späten Nachmittag in den Wirtsgarten des Hotels Rössle am Bernecker See zum Ausklang.

Ein wunderschöner Wandertag mit beeindruckenden historischen Orten und Wegen, mit Zeit zum Nachdenken, zum Diskutieren und mit vielen auch spirituellen Impulsen ging zu Ende.

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