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Nagold Die neue Tabletklasse ist auch ein Zeichen für die Zukunft

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Die ersten Teamlehrer bilden sich in regelmäßigen Fortbildungen weiter.Foto: Kipke Foto: Schwarzwälder Bote

Nagold. "Heute schreiben wir Geschichte, ihr seid die erste Tabletklasse hier an der Kaufmännischen Schule, und das unter Corona-Bedingungen", begrüßte Katharina Kouniou, die Klassenlehrerin und pädagogische Leiterin des Tablet2bfs-Projektes", die neue Klasse.

Die zweijährige Berufsfachschule Wirtschaft der Kaufmännischen Schule Nagold ist eine von zwölf Schulen, die sich erfolgreich für das vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport ins Leben gerufene "TabletBFS-Projekt" beworben und den Zuschlag bekommen hat.

Beim Digi-Tag erhalten die Schüler ihre Tablets

48 Schüler der Berufsfachschule Wirtschaft (BFW oder auch "Wirtschaftsschule" genannt) der Kaufmännischen Schule Nagold wurden von ihren Klassenlehrern eingeschult und erhielten an den traditionellen Kennenlerntagen ihre Tablets überreicht – mit der Besonderheit, die Geräte eben auch daheim nutzen zu können.

Beim ersten Digi-Tag erhielten die Schüler ihre Tablets. Anhand einer Platzmatte wurden ihnen die ersten Funktionen erklärt, erste Übungen mit den Tablets ausprobiert. Zum Schluss wurde das Erlernte mit einem Tabletführerschein-Quiz abgefragt.

Neben einer Schulhausrallye mit QR-Codes und der Erarbeitung eines Klassenvertrages inklusive digitalem Knigge (Digi-Knigge) wurden die ersten Weichen im Fach Projektkompetenz gestellt. Das Tablet ist ein Arbeitsgerät und es soll die Schüler im Bereich der Daten-, Medienkompetenz und -ethik auf das Leben- und die Berufswelt vorbereiten. "Das Tablet ist toll. Das Tablet finde ich cool!" waren die meisten Ausrufe der Schüler.

"Wir sind erst einmal von einer Klasse ausgegangen, das hat dann unsere ganze Planung überworfen", freut sich Projektleiter, Abteilungsleiter der Berufsfachschule Wirtschaft und stellvertretender Schulleiter Thomas Unger. "Als ich zum ersten Mal vom Tablet2bfs-Projekt hörte, war ich direkt davon überzeugt, dass es die Schulart revolutionieren und auf positive Weise verändern wird", erklärte die pädagogische Leitung des Projekts, Katharina Kouniou. Den Pädagogen war sofort klar, dass es eine Sicherung des Standortes Nagold sein kann, wo die Zahlen im vergangenen Jahr rückläufig waren.

Erste Erfahrungen mit dem Tabletkoffer

Ein Imagefilm wurde zu Werbezwecken für den Tag der offenen Tür gedreht, um damit auch auf die Bewerbungsfrist aufmerksam zu machen. Dabei sammelten die ehemaligen Schüler der BFW ihre ersten Erfahrungen mit dem Tabletkoffer. In der Kick-off-Veranstaltung war das Ziel, alle für das Projekt interessierten und motivierte Kollegen, die sich per Aufruf bei Thomas Unger melden sollten, auf das Projekt einzustimmen und vor allem mitzunehmen. Ziel der regelmäßig stattfindenden Teambesprechungen ist es, mit agilen Scrum-Methoden das pädagogische Konzept gemeinsam zu erarbeiten. Die Vision ist, den Schülern mit einem Kompetenzblatt am Ende des Schuljahres ihren digitalen Lernzuwachs im Bereich der Demokratiebildung, Medienethik und Medienerziehung und -kompetenz zu bescheinigen, den Zukunftskompetenzen. Kompetenzen also, die sie auf das Leben und die Berufswelt vorbereiten sollen. Dabei wird das bestehende Patenmodell erweitert, individuelle Förderung steht weiterhin im Fokus. Der Kompetenzerwerb wird mit digitalen Analyseinstrumenten evaluiert, auch wird das Projekt wissenschaftlich vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport regelmäßig begleitet und evaluiert.

"Fortbildungen und der Aufbau der technischen Voraussetzungen begleiten diese Entwicklung. Die Projekte sind ein weiterer Beitrag im Rahmen der baden-württembergischen Digitalisierungsoffensive digital@BW, um den Unterricht weiterzuentwickeln und die Schüler auf die vielfältigen Herausforderungen der Digitalisierung vorzubereiten", heißt es auf der Internetseite des Kultusministeriums.

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