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Nagold Die Kreuzung ist im Visier der Experten

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Hier droht Gefahr: die Zufahrt der Graf-Zeppelin-Straße auf die L 361. Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Vor genau einem Jahr sind beim tragischen Müllwagen-Unfall an der Kreuzung der Graf-Zeppelin-Straße/L 361 fünf junge Menschen ums Leben gekommen. Der schwerste aber bei weitem nicht der einzige Unfall an dieser Stelle. Konsequenzen hat man aus dieser Häufung von Unfällen bisher nicht wirklich gezogen.

Nagold. Erst wenige Tage ist es her, dass gut 100 Meter von der Kreuzung entfernt ein Transporter in einen Lastwagen gekracht ist. Der Fahrer trug schwere aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen davon. Direkt an der Kreuzung kam es im Februar 2018 zu einem Unfall, bei dem ein Mann lebensgefährlich verletzt wurde.

Inklusive des tragischen Müllwagenunfalls verzeichnete die Polizei in den vergangenen zehn Jahren an dieser Stelle 15 Unfälle, bei zehn von ihnen kam es zu Personenschäden. Neben den fünf Toten beim Müllwagenunfall berichtet Joachim Zwirner vom Führungs- und Einsatzstab des Polizeipräsidiums Karlsruhe von sechs schwer verletzten und 13 leicht verletzten Menschen.

Eine Ausnahme

Die Tragödie mit dem Mülllaster bildet in der Reihe der dort aufgenommenen Unfälle eine Ausnahme. Denn alle 14 anderen sind klassische Vorfahrtsunfälle und alle sind nach dem gleichen Muster abgelaufen. "Bei allen 14 Vorfahrtsunfällen wollte der wartepflichtige Fahrzeuglenker von der Graf-Zeppelin-Straße nach links in die L 361 einbiegen und der vorfahrtsberechtigte Fahrzeuglenker kam in allen Fällen von links aus Richtung Nagold und fuhr in Richtung Mötzingen oder Autobahn", schildert Zwirner.

Während die dreispurige Strecke bis zu dieser Einmündung unfalltechnisch nicht weiter auffällig sei – dort registrierte man insgesamt acht Unfälle – sei der Kreuzungsbereich zur Graf-Zeppelin-Straße inzwischen ganz offiziell als Unfallschwerpunkt beziehungsweise "Unfallhäufungsstelle" eingestuft. Mit dem Müllwagen-Unfall habe die Stelle die dafür nötige "Meldemarke" erreicht, so Zwirner weiter.

"Unfallkommission"

Eine Konsequenz aus dieser Einstufung als Unfallschwerpunkt ist zunächst, dass die so genannte "Unfallkommission" – sie besteht aus Vertretern der Straßenverkehrsbehörde, der Polizei und der Straßenbaubehörde – die Stelle unter ständiger Beobachtung hat. Diese Kommission werte die Unfallentwicklung an dieser Stelle ständig aus, berichtet auch Achim Gräschus, Ordnungsamtsleiter der Stadt Nagold. Das sei auch nach dem Müllwagen-Drama geschehen. Mit dem Ergebnis, dass die Kommission bauliche oder verkehrsrechtliche Veränderungen – etwa eine Herabsetzung der Geschwindigkeitsbeschränkung – an dieser Stelle nicht für notwendig erachtet. Die Kommission habe deshalb ihre bisherige Haltung beibehalten, weil der Müllwagen-Unfall im Vergleich mit den bisher dort geschehenen Unfällen "als atypischer Unfall einzuordnen" sei, so Gräschus weiter.

Auch was die Überwachung der Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 Stundenkilometer angeht, sieht man keinen weiteren Handlungsbedarf. Die bestehende Geschwindigkeitsbeschränkung, die seit 2015 besteht, werde "von der Stadt kontinuierlich überwacht", so Gräschus gegenüber unserer Zeitung.

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