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Nagold Der Weinredner 2020 heißt Boris Palmer

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Immer für Kontroversen gut: Der Tübinger OB Boris Palmer hält die diesjährige Weinrede. Foto: Koall Foto: Schwarzwälder Bote

Nagold. Bei der Wahl des Weinredners 2020 hat der Nagolder Gewerbeverein einen Coup gelandet: Ans Weinfass in der Alten Seminarturnhalle tritt in diesem Jahr einer der profiliertesten Grünen-Politiker des Landes, der in und außerhalb seiner Partei immer wieder für Kontroversen gut ist: Boris Palmer (47), seit 2007 Oberbürgermeister in Tübingen.

Der Sohn des legendären Remstal-Rebells Helmut Palmer ist damit der zweite Grüne, der in der nunmehr 20-jährigen Geschichte der Nagolder Weinrede die Hauptrolle übernimmt. Sein Parteifreund Rezzo Schlauch nimmt unter den vielen Fans dieser Traditionsveranstaltung des Gewerbevereins immer noch den – ungeschriebenen – Spitzenplatz ein, was Humor, Tiefsinn und Schlagfertigkeit seiner Rede anbelangte.

Wobei das Grünen-Urgestein gegenüber dem Tübinger OB deutlich im Vorteil war, was seine Affinität zu jenem Stoff anbelangt, der an diesem Abend im Mittelpunkt steht: dem Rebensaft. Schlauch liebt schwere Rotweine. Und wenn man Boris Palmer, wie bei einem zufälligen Treffen in der Tübinger Altstadt geschehen, auf seinen bevorstehenden Auftritt am Freitag, 25. September, in Nagolds Alter Seminarturnhalle anspricht, dann gibt er sich überraschend offen: Nein, sagte er, er wisse noch nicht, über was er als Weinredner sprechen wolle und fügte mit entwaffnender Ehrlichkeit hinzu: "Von Wein habe ich gar keine Ahnung. Ich trink keinen Wein."

Helmut Raaf, der als Weinfindungsbeauftragter die Kontakte herstellte und den Termin mit Palmer auch festzurrte, ficht das nicht an: "Wir wollten jemand aus dem regionalen Umfeld, der in Fahrradnähe zu Nagold lebt und Nagold kennt. Und Palmer ist jemand, der durch seine provokanten kommunalpolitischen Themen auf sich aufmerksam machen kann."

In der Tat: Palmer ist bekannt für pointierte Ausdrücke oder ungewöhnliche Handlungsweisen gleichermaßen. So machte er bundesweit Schlagzeilen, weil er in Tübingen mit einem Studenten aneinander geraten war. Palmer hatte wegen des renitenten Studiosus’ seinen Dienstausweis als OB gezückt und den Mann auch fotografiert. Vor Gericht zog Palmer in diesem Fall indes den Kürzeren.

Ihm zur Seite steht bei der Weinrede im September ein guter alter Bekannter: Kabarettist Klaus Birk, in Nagold geboren und in der Seminarturnhalle jedes Jahr ein gern gesehener Stargast, wird durch den Abend mit Palmer moderieren.

Wer die Gäste an diesem Abend kulinarisch verwöhnen wird, steht auch schon fest: Mit Franz Berlin von Berlins KroneLamm in Zavelstein steht wieder derselbe Sternekoch am Herd wie bei der Weinrede 2019.

Wer sich rechtzeitig Karten für diesen Abend sichern will, muss sich noch etwas gedulden. Der Vorverkauf beginnt traditionell am Ende der Sommerferien.

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