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Nagold "Der Traum wird Wirklichkeit"

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Kinder des Kindergartens St. Michael lassen ihre Wünsche in Form von Luftballons anlässlich des Hospiz-Richtfests zum Himmel steigen. Fotos: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Der Rohbau für das stationäre Hospiz im hoch über Nagold gelegenen Stadtgebiet Kernen steht. Gemeinsam mit den gut 130 Gästen begehen die Bauverantwortlichen das Richtfest – Zeit, allen Beteiligten und Gönnern gebührend zu danken.

Nagold. Der Ort, an dem sich Menschen in ihrer letzten Lebensphase "umsorgt und geborgen" fühlen sollen, wird langsam für alle sichtbar. Denn die Grundmauern für das stationäre Hospiz St. Michael stehen. Innerhalb dieser Mauern sollen die Menschen mit Blick über Nagold "Wärme und Lebendigkeit spüren", so wünscht es sich jedenfalls Barbara Fischer, Vorsitzende des Stationären Hospiz-Vereins der Region Nagold. Und wo könnte man diese Lebendigkeit besser spüren als in unmittelbarer Nähe zu Schule und Kindergarten. "Ich bin mir sicher, dass sich die Hospizgäste, die am Ende ihres Lebensweges stehen, freuen werden, junges, quirliges Leben hören, sehen und erleben zu können", erzählt Fischer voller Vorfreude.

Doch noch gilt es sich zu gedulden, denn die Einweihung wird laut Peter Wittmann, Vorstandssprecher der Bauherrin, St. Elisabeth-Stiftung, erst im September 2019 sein. Und dennoch ist das Richtfest für Fischer "ein ganz besonderes Ereignis". Denn nach jahrelanger Vorarbeit stünde die Vollendung "endlich in absehbarer Zeit bevor".

"Der Traum wird Wirklichkeit", begeistert sich auch Wittmann. "Das zeigt uns, dass es sich gelohnt hat, diesen Traum zu träumen." Seit 2011 arbeiten der Verein Stationäres Hospiz und die St. Elisabeth-Stiftung schon an dem Projekt. Diese Zusammenarbeit erfordere in Anbetracht der räumlichen Distanz zwischen der Bauherrin in Bad Waldsee und dem Nagolder Verein "viel Geduld, Verständnis und Kraft von beiden Seiten", bekennt die Vorsitzende des stationären Hospizvereins. Doch nun "passe es" und werde "gut und schön", ergänzt Wittmann, in Anbetracht der Baustelle, die am Ende etwa 3,3 Millionen Euro gekostet haben wird.

Die Fortschritte, die er seit dem Spatenstich am 25. April dieses Jahres wahrnehmen konnte, ließen sich sehen. Für diese Arbeit danke er allen "Verantwortlichen des Bauwerks". Auch für deren "sorgfältigen Umgang" mit dem Gebäude und insbesondere dem Material. Denn hinter jedem Stein, den die Bauarbeiter setzen, stecke eine Spende.

Das Hospiz St. Michael wird seinen Gästen acht Einzelzimmer mit Bad, WC und Zugang zur Terrasse bieten. Gästen und Angehörigen soll zudem das Wohnzimmer des Hospizes zur Verfügung stehen, das mit einer Küche ausgestattet ist. Hier soll zudem Raum für Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Geburtstagsfeiern sein. Schön sei auch, dass man direkt eine "Brücke zum ambulanten Kinderhospiz der Malteser" gebaut habe, erklärt der Vorstandssprecher der St. Elisabeth-Stiftung. Denn der ambulante Kinderhospiz wird, wie die katholische Kirchengemeinde und der Förderverein des Stationären Hospiz-Vereins, auch in die Räumlichkeiten St. Michael einziehen.

Schon jetzt lobt die Hospiz-Vorsitzende das gute nachbarschaftliche Miteinander mit der Kernenschule und dem Kindergarten St. Michael. Als Zeichen dafür sind einige Kindergartenkinder gekommen, um fast 300 Luftballons mit Wünschen steigen zu lassen.

Anlässlich des Richtfests darf natürlich auch der Richtspruch nicht fehlen. In einem Auszug daraus heißt es von Bauleiter Daniel Lutz: "Unserem Gott sei Dank gespendet, hat alles Unheil abgewendet." So soll es auch in Zukunft sein.

Ihre Redaktion vor Ort Nagold

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