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Nagold Der Himmel belohnt die Bergsteiger

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Die kleine Gruppe des Alpenvereins erreichte wohlbehalten die Spitze der Ruderhofspitze.Foto: DAV Foto: Schwarzwälder Bote

Covid-19 stellt auch den Bergsport vor Herausforderungen. Die Hüttenbelegungen werden angepasst, Schutzmaßnahmen kommuniziert und zudem abgefragt, wer überhaupt kommen möchte. Die dreiköpfige DAV-Gruppe aus Nagold rund um den Tourenleiter Matthias Seeger ließ sich nicht abschrecken.

Nagold. Man startet, wenn auch in reduzierter Besetzung, am Freitagmorgen in Richtung Stubaital. Eine Anfahrt mit entspannten Uhrzeiten ist geplant. Um 9.30 Uhr trifft sich die Truppe und kann nach einer Stunde Aufstieg bereits um 15.30 Uhr einen Kaffee auf der Terrasse der Franz-Senn-Hütte in 2145 Metern Höhe genießen.

Doch neben Kaffee steht noch weiteres auf dem Programm: Spaltenbergungstraining in Vorbereitung auf die am nächsten Tag folgende Tour über den Gletscher. Kurzes Selbststudium mit dem Lehrbuch, gegenseitiges Erklären mit zusätzlichen Tipps des DAV-Trainers und anschließendes Üben in Hüttennähe machen die Truppe fit für die anstehende Tour.

Gestärkt mit einem Bergsteigeressen schlüpfen die Bergsteiger nach gemeinsamer Touren-Besprechung für den Folgetag und einer Runde Kartenspiel in ihre Schlafsäcke, die aktuell alle Hüttenbesucher mitbringen müssen. Die sonst üblichen Decken als Ergänzung zum Hüttenschlafsack können unter den Hygienemaßnahmen nicht bereitgestellt werden.

Der Wecker klingelt am nächsten Morgen um 5.15 Uhr. Man kratzt sich die Müdigkeit aus den Augen und sucht das Frühstück auf. Um 6 Uhr geht es dann mit Tourenrucksack los in Richtung Alpeiner Ferner. Vorbei an Wasserfällen und über alte Gletschermoränen und Blockgelände geht es auf den Gletscher. Immer wieder ziehen Wolken durch das Tal und hüllen die Täler und Berge in sattes Weiß. Damit Grund genug, für Matthias Seeger, der Gruppe etwas über die Orientierung bei dieser Wetterlage zu vermitteln. Über den Gletscher spurt die Gruppe durch den Neuschnee der letzten Tage wieder die Route zur hinteren Hölltalscharte. Dort geht es auf den mit Schnee bezuckerten Grat und durch Firnfelder im Gipfelanstieg zur Ruderhofspitze mit 3474 Metern Höhe. Der Himmel belohnt die Bergsteiger mit etwas Sonne und blauen Löchern in der Wolkendecke.

Pünktlich zur Mittagszeit kann die Truppe ihr Vesper am Gipfel verspeisen und macht sich dann wieder auf den mit Gletscherkunde kombinierten Rückweg zur Hütte. Das Tal ist lang, nach 22 Kilometern und 1300 Höhenmetern haben sich die Füße an der Hütte Frischluft und die Tourenteilnehmer ein kühles Getränk auf der Hütte verdient. Nach einer weiteren Nacht auf der Franz-Senn-Hütte steigt die DAV-Nagold-Gruppe ab, und alle treten wohlbehalten die Heimreise in den Schwarzwald an.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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