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Nagold Daumen hoch für die Daxburg

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Dem Sommer-Sport-Camp steht unter anderem die OHG-Halle zur Verfügung.Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Die Entscheidung ist alles andere als selbstverständlich: In diesem Sommer wird es tatsächlich eine Daxburg geben, ebenso finden die Ferienspaßwochen beim Kinderschutzbund statt, und auch das Sommer-Sport-Camp von VfL Nagold und Youz soll über die Bühne gehen. Die Summer-Splash-Woche wird wegen der Corona-Krise dagegen abgesagt.

Nagold. Diese Drei verstehen sich: Der Kinderschutzbund, das Nagolder Youz und der VfL Nagold mit seiner Kindersportschule Kiss arbeiten bereits seit vielen Jahren eng zusammen, bündeln ihre Ressourcen und tauschen sich auch regelmäßig aus. So auch in diesem Fall: Nicht von ungefähr haben sich alle drei Institutionen dazu entschlossen, ihre Ferienangebote für Kinder auch in diesem Jahr anzubieten. Trotz Corona! Und im Nagolder Youz präsentierten sie ihre Aktivitäten im gemeinsamen Pressegespräch.

Dabei sahen die Vorzeichen lange Zeit eher düster aus. Vor zwei Wochen standen die Chancen maximal Fifty/Fifty, erklärt Youz-Geschäftsführer Gerd Hufschmidt. Dann kam die nächste Corona-Verordnung des Landes – eine weitere Lockerung, die es den drei Betreuungsanbietern nun ermöglicht, Veranstaltungen mit bis zu 99 Personen anzubieten – Betreuer und Mitarbeiter inklusive.

99 Personen? Das ist auch die Kehrseite der Medaille. Bei aller Freude, die bei vielen Familien angesichts dieser Nachricht aufkommen dürfte, ein paar Einschränkungen sind hinzunehmen. In erster Linie bei der Zahl der betreuten Kinder. Seit mehr als 30 Jahren gibt es die Daxburg. Rund 150 Kinder und Betreuer dürften im vergangenen Jahr dabei gewesen sein. Diesmal muss ein Drittel der Teilnehmerzahl der Corona-Verordnung geopfert werden. Nur 75 Kinder werden in Pfrondorf in den ersten beiden Ferienwochen betreut – angesichts traditioneller Wartelisten und rekordverdächtigen achteinhalb Minuten, nach denen die Daxburg im vergangenen Jahr ausgebucht war, wirft das doch einen deutlichen Schatten auf das Angebot.

"Wir verlassen den Corona-Planeten"

Und Gerd Hufschmidt kündigt noch weitere Veränderungen an. Auf Masken und Abstandsgebote werde man Stand jetzt wohl verzichten können, dafür aber ist der Aufwand im Vorfeld deutlich größer. Unter anderem werden in diesem Jahr rund um die Pfrondorfer Halle nicht nur Pavillons aufgebaut sondern auch ein großes Zelt. Das Ziel ist klar: "Wir versuchen, möglichst viel draußen zu machen", sagt Hufschmidt. Im Zelt geht das auch bei schlechterem Wetter. Pavillons, Zelt und Halle – den Kindern steht damit auch bei miesem Wetter mehr Raum zur Verfügung als sonst. Hufschmidt: "Wir müssen nicht alle auf einmal in der Halle sein."

Noch ein Corona-Opfer der Daxburg: In diesem Jahr müssen die Eltern selbst für die Anreise ihrer Kinder nach Pfrondorf sorgen. Es werden keine Busse eingesetzt. Dafür wird täglich von 9 bis 17 Uhr durchbetreut.

"Weltraum" lautet das diesjährige Motto der Daxburg. "Wir verlassen den Corona-Planeten", sagt Hufschmidt und schmunzelt. Und irgendwie hat er recht. Corona soll für die Kinder möglichst gar kein Thema sein. Sie sollen einfach unbeschwerte Tage erleben können. Einen Corona-Hygieneplan gelte es dennoch einzuhalten. Hier sind im Besonderen auch die erfahrenen Mitarbeiter gefragt. Zum Beispiel auch das Kochteam, das wieder gesundes Essen selbst zubereiten wird. Ansonsten setzt man beim Konzept "auf den gesunden Menschenverstand". Was vertretbar ist, wolle man auch anbieten. Alles andere nicht. Hufschmidt: "Alles, was wir machen können, das machen wir auch."

Dass die Zahl der Plätze reduziert wird, das gilt auch für die Betreuungswochen des Kinderschutzbundes. Parallel zur Daxburg bietet der Verein seinen Ferienspaß an – mit dem Jugendhaus als räumlichen Dreh- und Angelpunkt. 24 statt bisher 30 Kinder werden hier in jeder Woche betreut. "Auf die weiten Ausflüge verzichten wir", berichtet Nina Huber, Geschäftsstellenleiterin des Kinderschutzbundes in Nagold. In kleinen Gruppen, die zum Teil auch von den Schulsozialarbeitern aus dem Youz begleitet werden, will man den Kindern ganz unterschiedliche Angebote machen. Ausflüge gebe es nur in die Nähe. Und auch der Kinderschutzbund versucht möglichst viel an die frische Luft zu gehen. Ein Programm, bei dem "die Kinder ganz wenig an Corona denken sollen", verspricht Nina Huber.

"Eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe"

Neu im Bunde der Sommerferienbetreuungen war im vergangenen Jahr das Sommer-Sport-Camp von Fabian Vogt. Der Leiter der Kindersportschule Kiss des VfL Nagold betreute im vergangenen Jahr zusammen mit der Kinderkiste des Youz knapp 50 Kinder. Und auch in diesem Jahr wollen er und sein sportliches Betreuerteam dabei sein. Dabei stehen die Chancen auf jede Menge Sporterlebnisse gar nicht schlecht – entsprechende Lockerungen zum Beispiel auch bei Mannschaftssportarten wie Fußball und Handball hat die Landesregierung bereits für den 1. Juli angekündigt. Doch auch Vogt muss die Teilnehmerzahl etwas reduzieren. 40 Plätze für Grundschüler kann er in der letzten Ferienwoche anbieten. Dabei stehen ihm jede Menge Räumlichkeiten zur Verfügung: Neben der OHG-Halle und dem Jugendhaus sind auch Aktivitäten im Kleb oder im Stadion denkbar. "Wir könne uns also gut aufteilen", sagt der Kiss-Geschäftsführer. Auch ihm war wichtig, dass man das Ferienangebot unterbreiten kann. "Ich halte das für eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe", sagt Vogt.

Gerd Hufschmidt sieht das ganz ähnlich. Abgesagt hätte man die Daxburg nur ungern. Dennoch kann er andere Anbieter, die Ferienangebote in diesem Sommer abgesagt haben durchaus verstehen. In Nagold wird es zum Beispiel auch die 2019 erstmal angebotene Summer-Splash-Woche nicht geben – ein Angebot unter anderem im Badepark, das zusammen mit dem Youz von einem externen Anbieter hauptverantwortlich gestemmt worden wäre. Die Freizeit mit Badbesuchen und gemeinsamem Kochen unter Coronabedingungen anzubieten, war für die Organisatoren schlicht nicht vorstellbar. Also sagten sie ab.

Schwer einzuschätzen ist die Nachfrage in diesem Jahr. "Sie ist definitiv da", weiß Fabian Vogt von einigen Anfragen, die ihn bereits erreichten und denen er nun auch zusagen kann. Sowohl in seinem Sommer-Sport-Camp als auch beim Kinderschutzbund sind noch Plätze frei.

Für die Daxburg kann man sich dagegen noch gar nicht anmelden. Am Mittwoch, 1. Juli, ab 18 Uhr ist die Anmeldung über die Youz-Homepage möglich – und angesichts der verringerten Plätzezahl ist kaum davon auszugehen, dass nicht auch 2020 wieder lange Wartelisten geführt werden müssen. Es ist eben doch nicht alles anders – im Corona-Sommer 2020.

Daxburg Youz Motto: Weltraum

Preise (für zwei Wochen): ein Kind 150 Euro, zwei Kinder 200 Euro, drei Kinder 250 Euro

Termin: 3. bis 14. August (nur zwei Wochen zusammen buchbar)

Kinderanzahl: 75 (6 bis 12 Jahre) insgesamt 99 Personen

Betreuungszeit: 9 bis 17 Uhr

Online Anmeldung: Youz- Homepage ab 1. Juli um 18 Uhr

Kinderschutzbund Sommerferienprogramm

Preise (für eine Woche): ein Kind 50 Euro, zwei Kinder 90 Euro, drei Kinder 100 Euro

Termin: 3. bis 14. August (wochenweise buchbar)

Kinderanzahl: 24 (6 bis 12)

Verantwortlich: Nina Huber, Geschäftsstellenleiterin

Betreuungszeit: 9.45 bis 16.15 Uhr; Selbstverpflegung

Anmeldung: per E-Mail an Kinderschutzbund-Nagold@t-online.de

Kiss/Youz Sommer Sport Camp Preise: ein Kind 50 Euro, zwei Kinder 90 Euro, drei Kinder 100 Euro

Termin: 7. bis 11. September

Kinderanzahl: 40 (6 bis 10)

Betreuungszeit: 8 bis 15 Uhr mit Verpflegung

Verantwortlich: Fabian Vogt, Kiss-Leiter

Anmeldung: per E-Mail an info@YOUZNagold.de

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