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Nagold Das Abitur als Green Card fürs Leben

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Die Preisträger des Abiturientenjahrganges am Technischen Gymnasium Nagold Foto: TG Foto: Schwarzwälder Bote

67 Abiturienten des Technischen Gymnasiums der Rolf-Benz-Schule bekamen im Nagolder Kubus ihre Zeugnisse überreicht. Die Feierstunde war gespickt mit motivierenden Reden.

Nagold. Fünf pädagogische Impulse gab zum Beispiel Oberstudiendirektor Reinhard Maier, Schulleiter der Rolf-Benz-Schule, den glücklichen Abiturienten im Kubus mit auf den Weg: "Nehmt das Erreichte und euren Anteil daran bewusst wahr. Seid dankbar für die erfahrene Unterstützung. Seid demütig. Nehmt nicht alles als selbstverständlich hin. Seht zuversichtlich in die Zukunft, die euch jetzt offensteht."

Jeder einzelne der 67 Schüler habe bisweilen die "Komfortzone" verlassen müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Jeder habe die Unterstützung aber auch die Auseinandersetzung seitens der Lehrer und auch der Eltern erfahren, die es zum Gelingen brauchte. Manche haben die Möglichkeiten der Seminarkurse genutzt, um sich in der realen Welt der Schüler Ingenieur Akademie oder des Theaters zu erproben, andere haben sich in den Profilfächern Technik und Management, Mechatronik oder Gestaltungs- und Medientechnik berufsrelevantes Wissen angeeignet.

Egal, ob in der dualen Ausbildung, der dualen Hochschule, der Uni oder im FSJ, die Gesellschaft brauche junge Menschen, die fachkompetent Verantwortung übernehmen. Und diese wiederum brauchen Kraft für die Herausforderungen der neuen Zeit: die technischen und ethischen Fragen der Digitalisierung und Robotik in der Arbeitswelt, in der Medizin, die gerechte Verteilung von Ressourcen im globalisierten Welthandel, die sozialen Fragen bei Migration und Integration, beim Zusammenleben der Weltreligionen in Frieden mitzugestalten.

Zu diesen Herausforderungen könne jeder seinen Beitrag leisten. Der südafrikanische Theologe und Bischof Desmond Tuto habe auch in den schwierigen Zeiten der Apartheid seine Landsleute mit dem Spruch ermutigt: "Tu etwas Gutes, wo immer du bist, es sind die Kleinigkeiten, die zusammen die Welt verändern."

Als Elternvertreter beglückwünschte Stefan Kehrt die Abiturienten zu der akademischen "Green Card für das Leben". Das Abitur sei ein Visum in eine erfolgreiche Zukunft, die mit Themen wie Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0, Klimawandel und Bevölkerungsentwicklung große Herausforderungen stelle, die die Schüler durch Fach- und Sozialkompetenz angehen werden. "Eure und unsere Zukunft liegt in euren Händen", unterstrich Kehrt den zu bewältigenden Generationenvertrag. Aber gemäß Goethes Leitspruch zur Kindererziehung haben die Eltern ihnen Wurzeln und Glück mit auf den Weg gegeben, nun verleihe ihnen das Abitur die Flügel.

Manuel Hönle als Vertreter der Schülerschaft legte den Schwerpunkt in seiner Rede ein wenig anders. Er nahm Bezug auf den deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer, der da sagte: "Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." Nach dieser Aussage sei der von den Schülern erreichte höchste schulische Bildungsabschluss nur eine Zahl, ein Notendurchschnitt, "weit wichtiger aber ist unsere Persönlichkeit, unsere Reife", schlussfolgerte Hönle. Er geizte aber trotzdem nicht mit Dank an die Lehrer, denn es sei einfach Fakt, dass es nur mit natürlichem Verstand niemand zum Abitur geschafft hätte.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von der Schulband "Blue Stripes" unter der Leitung von Mathias Ehmig. Daniel Brak lieferte mit seinem selbst komponierten Lied "Träumer" den gelungenen Abschluss.

Als Preisträger wurden am TG ausgezeichnet: Ines Bäuerlein, Uli Braun, Markus Braunhuber, Dennis Ciossek, Denis Gerzen, Mario Heyn, Manuel Hönle, Silas Hummel, Swenja Rathfelder, Max Schlecht, Carolin Schmiedgen, Michael Schrag und Jasmin Schrednitzki.

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