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Nagold Damit Familien besser klar kommen können

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Andrea Perschke (links) und Projektleiterin Friederike Schröder präsentieren das neue Sozialprojekt von Diakonie und Erlacher Höhe. Foto: Bernklau Foto: Schwarzwälder Bote

Wenn Familien oder Alleinerziehende Hartz IV beziehen, haben sie es besonders schwer über die Runden zu kommen. Ein neues Projekt soll ihnen nun helfen, ihre Situation zu verbessern. Und der Weg dahin ist einfach: Ihnen dabei helfen, selbst mehr zu verdienen, damit sie in der Folge weniger staatliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen.

Kreis Calw. "Leben. Arbeit. Teilhabe im Landkreis Calw" heißt das von Bundesarbeitsministerium und Europäischem Sozialfonds finanzierte Projekt im Kreis Calw, in das viele Partner involviert sind. Die Leitung des Projekts haben die Erlacher Höhe Calw-Nagold und der Diakonieverband Nördlicher Schwarzwald.

Mit von der Partie sind aber auch der Landkreis Calw und das Jobcenter Kreis Calw. Als weitere Partner haben die Organisatoren weitere Institutionen ins Boot geholt, wie zum Beispiel Volkshochschulen, IHK, Asyl-Arbeitskreise und konkrete Betriebe.

Mit einem Gesamtbudget von 1,2 Millionen ausgestattet

Dass das mit einem Budget von 1,2 Millionen Euro ausgestattete und bis Ende 2022 laufende Projekt überhaupt im Kreis Calw anlaufen kann, erfüllt Andrea Perschke, Geschäftsführerin des Diakonieverbands, mit Stolz. Denn das Vorhaben war europaweit ausgeschrieben und ist das erste seiner Art. "Ein wirklich ausgeklügeltes Förderprojekt", schwärmt Perschke.

Das Konzept des kurz "Aktif" genannten Programms steht auf drei Säulen. Die Säule eins besteht aus der Beratung der Familien oder Alleinerziehenden durch die Diakonie – vornehmlich an den Standorten Calw und Nagold. Nach Rücksprache kann dieser Punkt auch an den Niederlassungen in Altensteig oder Bad Wildbad stattfinden.

Inhalte der Beratung sollen eine Analyse der eigenen Situation, die Formulierung von Zielen sowie Informationen zu so genannten "Transferleistungen" sein. Darunter fällt auch die Unterstützung beim Beantragen solcher Leistungen.

In Kleingruppen werden Erfahrungen ausgetauscht

Die zweite Säule liegt in der Verantwortung der Erlacher Höhe. Sie beinhaltet die Unterstützung der Teilnehmer bei der Vermittlung in eine Qualifizierung, in ein Praktikum, in eine Ausbildung oder sogar in einen Job.

Die dritte Säule besteht aus einem von Erlacher Höhe und Diakonie gemeinsam auf die Beine gestellten Gruppenangebot. In kleinen Gruppen von vier bis fünf Teilnehmern werden im Beisein einer Mitarbeiterin die Erfahrungen der Beteiligten ausgetauscht. Themen sollen dabei mögliche Hilfsangebote, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder die Organisation der Kinderbetreuung sein.

Kontakt zu möglichen Teilnehmern, die für sechs Monate Teil des Projekts sein könnten, wollen die Organisatoren um Andrea Perschke und Projektleiterin Friederike Schröder sowohl über die Beratungsstellen der Diakonie wie über die Jobcenter bekommen.

Als Teilnehmer kommen Familien oder Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren in Frage, die Hartz IV oder Sozialhilfe beziehen. Als Ziel haben sich die Macher die Zahl von 300 Teilnehmern bis Ende 2022 gesetzt.

Weitere Informationen: bei Projektleiterin Friederike Schröder, friederike.schroeder@erlacher-hoehe.de, Telefon 07051/ 935 25 37

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